The Vampire Diaries 8x14

© tefan (Paul Wesley) und sein Bruder Damon (Ian Somerhalder) in der Serie „The Vampire Diaries“ / (c) The CW
In der Episode It's Been a Hell of a Ride versucht die Mystic-Falls-Clique nichts anderes, als die Hölle zu zerstören. Für Leute, die sich schon an der Demolierung der anderen Seite, paralleler Welten und anderer Dimensionen versucht haben, ein folgerichtiger Endgegner. Doch Cade (Wole Parks) gibt ein erstaunlich schwaches Bild ab als Teufel. Das wird schon zu Beginn der The Vampire Diaries-Episode klar, als der Gegensatz zu dem schlagfertigen, wunderbar bösen Kai (Chris Wood) herausgestellt wird.
Diese Art von Charisma sollte man eigentlich von dem Höllenfürst auch erwarten dürfen. Doch am Ende der Folge wird deutlich, was hier eigentlich los ist: Die „TVD“-Autoren haben mal wieder einen Platzhalterbösewicht auf uns losgelassen, weil sie die echte Gegnerin für das große Finale aufbewahren wollten. Und das ist niemand Geringeres als Katherine (Nina Dobrev). Elenas persönliche Konkurrentin steigt zur Herrscherin der Hölle auf und wir wissen zwar noch nicht, wie sie das gemacht hat, aber damit ist ein für alle Mal klar, dass die Welt sich um die Clique von Mystic Falls dreht.
Auch wenn die The Originals-Fans wohl gespannt sein dürften, wie sich die Sache auf New Orleans auswirkt, immerhin ist ein Wechsel in der Führungsriege der Hölle wohl eine Sache, die auch den Erzfeind der neuen Herrscherin, Klaus (Joseph Morgan) interessieren dürfte. Die Sache komplett zu ignorieren, würde unpassend wirken, aber dazu später mehr, wenn es so weit ist. Zunächst konzentriert sich das Drama auf den kleinen, aber wichtigen Ort in Virginia.
Und dort werden wir mitgenommen in eine seltsame Obsession, die der Teufel mit Damon (Ian Somerhalder) zu haben scheint. Cade steckt ziemlich viel Mühe in die Bearbeitung Damons und am Ende hat er damit Erfolg, der ältere Salvatore opfert sich selbst, als er vor die Wahl zwischen seinem Bruder und seiner großen Liebe gestellt wird. Klingt erst mal dramatisch, schließlich muss er dafür sterben, aber was ist der Tod schon noch, wenn die Existenz der Hölle zur Debatte steht? Zuckt jemand mit der Augenbraue, wenn Damon sich den Pflock in den Brustkorb rammt?
Interessanter als das ist der Umstand, dass sowohl Caroline (Candice King) als auch Stefan (Paul Wesley) in den folgenden Szenen den Sieg nach Hause fahren, indem sie überraschend aus dem Hinterhalt kommen und Kai beziehungsweise Cade erledigen. Schade für Alaric (Matthew Davis), denn, wie Damon selbst sagt, niemand hat es mehr verdient, Kai zu töten als Jos große Liebe.
In der mysteriösen Limbus-Dimension wird es unterdessen verwirrend. Plötzlich ist Bonnie da, gut, sie hat ja auch einen besonderen Zugang zu jeder Art von Dimensionen, aber dann springt Stefan aus der Deckung mit der Waffe, die den Teufel töten kann? Irgendwie seltsam, aber irgendwie auch egal, denn nur so ist es möglich, dass beide Salvatore-Brüder sich in kürzester Zeit rehabilitieren. Damon opfert sich selbst und Stefan rettet alle. Lustig, dass Damon selbst nicht erklären kann, wieso er wieder lebt, aber man nimmt ja, was man so bekommen kann.
In Stefans Bemühen, Bonnies Vergebung zu gewinnen, spielt natürlich auch Enzo (Michael Malarkey) eine große Rolle. Wenn das Mordopfer zurückkehrt und versucht, den Mörder zu entschuldigen, dann ist es schwer, einen Groll zu hegen. Und so lächelt Bonnie (Kat Graham) dann auch kurz nach seiner Heldentat an in dem Wissen, dass sie bald wieder Kumpel sein werden. Sonst würde die Hochzeit auch ein bisschen unangenehm werden. Denn, ja, das Steroline-Spektakel ist wieder in der Planung. Stefan entscheidet sich um und steht am Ende vor Carolines Tür, oder besser, er kniet.
Und wieder könnte Alaric den Kürzeren ziehen, denn nur wenige Sekunden zuvor hat er der Mutter seiner Kinder das Angebot unterbreitet, mit ihm gemeinsam eine Schule für übernatürliche Kinder auf die Beine zu stellen. Die beiden Sachen müssen sich nicht ausschließen, aber vermutlich werden sie das, wenn man Alarics Pechsträhne betrachtet. Er hat zwar einfach kein Glück im Privatleben, aber dafür ist er der einzige der Hauptcharaktere, der jemals einen ernst zu nehmenden Job hatte, der ihm wirklich am Herzen zu liegen schien. Nun hat er also den nächsten in Aussicht. Das ist ja auch was wert.
Springen wir zum Ende und einer unterhaltsamen, vermutlich letzten Kai-Szene. Gut, dass Katherine in der nächsten Episode wohl wiederkommen wird, denn die beiden sind die einzigen Gegenspieler (wenn man die Geschwister aus New Orleans mal weglässt), die das Serienfinale wirklich stemmen könnten.
Wie es möglich ist, dass die Doppelgängerin zur Höllenfürstin aufgestiegen ist, ist noch unklar, aber nach der Episode It's Been a Hell of a Ride ist wohl ohnehin offensichtlich, dass der Zweck auf den letzten Metern die Mittel heiligt. Fraglich ist aber, was Katherine wieder mal so wütend gemacht hat, dass sie einen finalen Kampf gegen diejenigen anzettelt, mit denen sie doch eigentlich ihren Frieden gemacht hatte. Aber auch das spielt nur eine untergeordnete Rolle, wenn wir dafür ein furioses Serienfinale bekommen.
Trailer zu Episode 8x13 der US-Serie „The Vampire Diaries“, „We're Planning a June Wedding“:
Verfasser: am Sonntag, 26. Februar 2017The Vampire Diaries 8x14 Trailer
(The Vampire Diaries 8x14)
Schauspieler in der Episode The Vampire Diaries 8x14
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?