The Vampire Diaries 7x14

Plötzlich war Elena (Nina Dobrev) weg und mit ihr Bruder und Familiengeschichte. Dafür durften wir zeitgleich in die Vergangenheit der Salvatores eintauchen, zumindest ein bisschen. Lily (Annie Wersching) stand vor der Tür und brahchte ihre Freunde mit. Nun werden wir mit dem Familienbaum einer weiteren Figur überrascht. Und Flucht scheint nicht mehr die schlimmste Möglichkeit zu sein, immerhin Stefan (Paul Wesley) hat das knapp vorher eingesehen.
Die Enttäuschung
Statt sich darum zu kümmern, neue Figuren und Storylines mal vernünftig einzuführen, investieren die The Vampire Diaries-Autoren viel Zeit darauf, immer neue, überraschende Wendungen herbeizuführen, die ihren Platz auf der Mattscheibe stets mit derselben Erklärung erobern: Wir sind verwandt.
Nach Stefan und Damon (Paul Wesley) trifft es in der Episode Moonlight on the Bayou nun Enzo (Michael Malarkey), der in der ominösen Organisation „The Armory“ seine Wurzeln findet. Doch wo kommen die eigentlich schon wieder her? Plötzlich haben nicht nur Tyler (Michael Trevino) und Matt (Zach Roerig) mit ihnen zu tun, sondern auch wir müssen uns damit abfinden, dass eine brandgefährliche Organisation von Sammlern auf uns losgelassen wird, die in der Mythologie der Serie bisher kein einziges Mal erwähnt worden ist. Und sich bisher an keinem der übernatürlichen Gegenstände der ersten sechs Staffeln gestört. Von langer Hand scheinen die Episoden der The CW-Serie nicht mehr geplant zu werden.
Ebenfalls ärgerlich ist der Umgang mit Enzo, an dem die Serienmacher gegen alle Widerstände als Figur festhalten, aber sich dann auch wieder nicht genug bemühen, ihn mal mit einer interessanten Geschichte zu versorgen. Er kam als jemand, der eine lange Vergangenheit mit Damon teilt. Dann stellte sich heraus, dass er eine noch längere Geschichte mit Damons Mutter teilt. Und nun erfahren wir, dass sein Vater der Gründer dieser seltsamen Organisation ist. Das wirkt nicht nur sehr über das Knie gebrochen, sondern stört auch weil Enzo als Figur vorgestellt worden ist, der sich in eine Sache verbeißt und nicht locker lässt. Doch nachdem die dringende Suche nach seinen Wurzeln nun schon das dritte oder vierte Vorhaben ist, an dem er sein Leben hängt, wirkt die Sache nicht mehr ganz so eindringlich.
Die Organisation muss erst einmal beweisen, dass sie es wert ist, unsere Aufmerksamkeit zu beanspruchen. Mit Aktionen wie der Entführung zwei der uninteressantesten Figuren können sie bisher nicht so richtig punkten.
Auf der Guthabenseite
Doch die Episode Moonlight on the Bayou hat etwas viel Spannenderes zu bieten als neue Sekten, nämlich ein Crossover mit der Serie The Originals. Richtig spannend wir das wohl nur, wenn man beide Serien verfolgt, doch das werden viele der Zuschauer wohl tun.
Auf der einen Seite haben wir Stefan, der einen Ausflug nach New Orleans macht, um der Vampirjägerin zu entkommen, die bisher ebenfalls bestenfalls Randerscheinung der Story bleibt. In den Zukunftssequenzen macht sich Caroline (Candice King) auf den Weg in die Stadt. Beide teilen eine jeweils intensive Unterhaltung mit Klaus (Joseph Morgan), auch wenn nicht alle Figuren sich dabei Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Für letztere muss ein Telefonat erst einmal reichen.
Doch die Auswahl der Crossover-Figuren ist perfekt und erinnert uns daran, wie gut die The Vampire Diaries-Autoren verschiedene Storylines zusammenbringen konnten. Die Originals sind ein Denkmal an die Zeiten, an denen aus neu eingeführten Figuren in Mystic Falls noch emotionale und eigenständige Geschichten entstanden. Schaut man nun auf Lily, die Heretics, Julian und auch oft Enzo, ganz zu schweigen von den Figuren, die nach wenigen Episoden wieder tonlos in der Versenkung verschwunden sind, dann wird man beim Anblick der Mikaelsons richtig wehmütig.
Die genau richtigen Fäden werden gezogen, um die Story in Bewegung zu setzen, auf der einen Seite Klaus' und Stefans gemeinsame Vergangenheit und auf der anderen Seite Carolines und Klaus' Gemeinsamkeit, beide übernatürliche Eltern zu sein. Der Original-Vampir kann im Gespräch auf ein Wissen zurückgreifen, das außer ihm (und irgendwie Hayley) niemand haben kann, denn er und Caroline sind die einzigen Vampire, die jemals Kinder bekommen haben, zumindest soweit wir wissen.
Klaus lenkt die Geschichte in eine bestimme Richtung. Denn für Caroline steht eine große Entscheidung bevor, ob sie sich auf die Kinder und Alaric (Matthew Davis) einlassen will oder bei Stefan bleiben will. Beides scheint unmöglich, alleine aufgrund Alarics Entschlossenheit, aus Mystic Falls fortzugehen und alles hinter sich zu lassen. Durch den Zeitsprung wissen wir bereits, dass sie sich für die Kinder entscheiden wird. Ob das auch bedeutet, dass sie eine romantische Verbindung zu Alaric aufnimmt, ist noch offen, auch wenn sie verlobt sind. Als Klaus sich aus Mystic Fall verabschiedet hat, hat er Caroline gesagt, dass er ihre letzte Liebe sein will. Nun, da Cami (Leah Pipes) auch unsterblich ist, steht das ein Stück weit natürlich wieder zur Debatte, aber es ist ein schöner Gedanke, dass die seltsame Schwangerschaft auch dazu da war, um Caroline und Klaus eine weitere Gemeinsamkeit zu geben und dafür zu sorgen, dass Caroline Stefan aufgibt, was den Weg in der fernen Zukunft für Klaus wieder frei machen könnte.
Fazit
Die Episode Moonlight on the Bayou funktioniert als Crossover super. Alles andere tritt da dankenswerter Weise in den Hintergrund.
Verfasser: Serienjunkies.de am Samstag, 27. Februar 2016(The Vampire Diaries 7x14)
Schauspieler in der Episode The Vampire Diaries 7x14
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?