The Vampire Diaries 5x22

Die The Vampire Diaries-Autoren beweisen im Staffelfinale Home, dass sie sich für einen schwierigen Weg entschieden haben. Wir werden erst in der nächsten Staffel erfahren, ob er funktionieren kann. Fürs Erste gibt es vor allem hinsichtlich einer Sache großen Diskussionsbedarf.
Der Salvatore-Tod
In früheren Staffeln haben die The Vampire Diaries-Autoren großes Talent bewiesen, auch Tode wichtiger Figuren herzergreifend in Szene zu setzen. Doch das Konzept Tod ist nichts mehr wert in Mystic Falls. Es überrascht daher kaum, dass Stefan in der Episode Home ohne großes Spannungsmoment zurückkehrt. Das Wiedersehen mit Lexi (Arielle Kebbel) ist schön, ihr Opfer für Stefan (Paul Wesley) ist rührend. Und doch scheint alles, was die Autoren mit Stefans zeitweiligem Aufenthalt auf der anderen Seite bezwecken wollten, Lexis Spruch über Caroline (Candice Accola) zu sein. Den Hinweis darauf, dass ein neues Traumpaar im Entstehen ist, hätte man sicher auch eleganter verpacken können. Schade darum.
Der zweite Salvatore-Tod des Finales ist ebenfalls ein zweischneidiges Schwert. Damon (Ian Somerhalder) ist tot, verschüttet mit der anderen Seite, nach allem, was wir bisher wissen, also endgültig im Nirgendwo verschwunden. Darf der vielleicht wichtigste Charakter wirklich sterben? Manchmal sind solche Tode notwendig und wer, wenn nicht The Vampire Diaries hat eine echte Wendung wirklich nötig? Wir haben das Liebesdreieck in unzähligen Variationen gesehen. Über die Staffeln wurden uns zahlreiche Gegner präsentiert, die immer weniger Charisma mitbrachten. (Mit Blick auf die halbgaren Bösewichte der jüngeren Vergangenheit muss man sich auch mal bei Bonnie (Kat Graham) und Lexi bedanken, dass sie Silas (Paul Wesley) und Markos (Raffi Barsoumian) hoffentlich endgültig aus dem Weg geräumt haben.) Ein echter Schocker ist also durchaus notwendig. Ob die Folgen von Damons Tod das bewirken können, muss die nächste Staffel zeigen.
Es sei denn, sein Fortgang entpuppt sich als großer Bluff, wie so viele davor in dieser Staffel. Die Vermutung, dass sein Tod in erster Linie Aufsehen erregen soll, liegt nicht allzu fern. Ist es überhaupt möglich, nun nicht mehr einzuschalten und so nicht zu erfahren, wie es weitergeht? Doch ein Cliffhanger macht keinen Spaß mehr, wenn man das Gefühl hat, die Autoren spielen lediglich mit unseren Emotionen. Auch ein groß angelegter Bluff bleibt ein Bluff, wenn nichts dabei herumkommt.
Andere apokalyptische Folgen
Gemeinsam mit Damon geht auch Bonnie in das geheimnisvolle Licht. Für die Hexenfigur hätte das Staffelfinale ein großartiger Abschied werden können, wenn Damon ihr nicht das Scheinwerferlicht stehlen würde. Es wäre ein passender Abschied, Bonnie hat sich über die Zeit so oft geopfert, ein letztes großes Opfer wäre ein guter Abschluss gewesen. Vor allem, da es sich in den letzten Episoden so anfühlte, als wenn ihre Zeit abgelaufen wäre und die The Vampire Diaries-Autoren nichts mehr so richtig mit ihr anzufangen wüssten.
Doch, Achtung, was hat es mit den Andeutungen auf sich, die ihre Großmutter (Jasmine Guy) macht? Nicht ausgeschlossen, dass Bonnie in der nächsten Staffel durch deren Zutun zurückkehrt - und Damon vielleicht mit ihr.
Der einzige Tod, den man im Moment wirklich ernst nehmen und traurig finden kann, ist der von Sheriff Forbes (Marguerite MacIntyre). Sie hat sich wider Willen geopfert, sie wollte den übernatürlichen Kreaturen in ihrer Stadt helfen und ist dabei von Markos mit in den Tod gerissen worden. Das ist nicht nur traurig für Caroline, auch für uns war die Gesetzeshüterin die letzte echte Verbindung zum Stadtleben.
Doch im Grunde egal, denn Mystic Falls liegt ohnehin in Trümmern. In dieser Hinsicht darf man aufrichtig gespannt sein, wie es in der kommenden Staffel weitergeht. Wird die Stadt wieder aufgebaut, oder wird die Clique einen anderen Lebensmittelpunkt finden? Und wenn es woanders hingeht, wird es überhaupt in dieser Realität sein?
Rückkehrer
Das Schönste an der Episode Home ist wohl Alarics Rückkehr. Bisher haben wir noch nicht so viel von ihm gesehen, aber Alaric (Matthew Davis) ist vielleicht ein sogar größerer Grund, wieder einzuschalten, als der Damon-Cliffhanger. Und mit Alaric wieder im Team könnte man auch eine längere Abwesenheit von Damon besser verkraften. Enzo (Michael Malarkey) hat es ebenfalls zurück auf die Erde geschafft, das ist schön, aber im Moment leider nicht weiter wesentlich. Alles wird überschattet von Damons Schicksal.
Wir haben also von der alten Truppe Elena (Nina Dobrev), Caroline und Stefan sicher, dazu die Randerscheinungen Jeremy (Steven R. McQueen), Tyler (Michael Trevino) und Matt (Zach Roerig). Vielversprechend ist das bisher nicht. Doch immerhin bringt Tyler eine interessante Wendung mit sich, er ist kein Hybrid mehr, vermutlich weil er von Markos in den Fluch geworfen wurde und dadurch sein Vampirsein verloren hat.
Fazit
Das Staffelfinale Home wird von tragischen Abschieden überschattet, doch dass man nichts davon so richtig ernst nehmen kann, das haben die The Vampire Diaries-Autoren sich selbst zuzuschreiben. Erst in der letzten Episode wollten sie uns um Stefan trauern sehen, jetzt trifft es postwendend Damon. Was das für die Story bedeutet und was man davon halten soll, das wird erst die nächste Staffel zeigen. Doch eines ist schon jetzt ein Grund für Freudentänze: Alaric ist zurück!
Verfasser: Serienjunkies.de am Freitag, 16. Mai 2014The Vampire Diaries 5x22 Trailer
(The Vampire Diaries 5x22)
Schauspieler in der Episode The Vampire Diaries 5x22
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