The Vampire Diaries 4x23

The Vampire Diaries 4x23

Der Abschluss steht vor der Tür, doch ebenso ein paar Dutzend Geister von übernatürlichen Wesen, von denen nicht wenige einst durch die Mystic-Falls-Clique getötet wurden. Nach der Episode Graduation muss man sich erst einmal die Augen reiben vor Überraschung.

Abschlussfeier mit Extras in der Serie „The Vampire Diaries“. / (c) The CW
Abschlussfeier mit Extras in der Serie „The Vampire Diaries“. / (c) The CW

Die Serie The Vampire Diaries hat schon immer mit extravaganten Staffelfinales aufwarten können. Doch die Episode Graduation zeigt einmal mehr, dass die TVD-Autoren wirklich vor nichts zurückschrecken. Und gerade weil sie sich nicht darum scheren, der ganzen Entwicklung einen Anstrich von Glaubwürdigkeit zu verleihen, funktioniert der Mystic-Falls-Wahnsinn immer wieder gut. Immer wenn man glaubt, jetzt ist es zu viel, legt die Serie noch einen Zahn zu.

Was ist eigentlich gerade alles passiert?

Das vierte Staffelfinale ist von überraschenden Wendungen so vollgepackt, dass eine kurze Zusammenfassung an dieser Stelle sinnvoll erscheint.

Wir starten mit Kol (Nathaniel Buzolic), der seinen un-toten Freunden eine Ansprache über das Ziel der Episode hält: Rache. Zu diesem Zeitpunkt weiß er noch nicht, dass er als einer der zahnlosen Tiger aus dieser Geschichte gehen wird. Wir gehen also direkt über zu einer wunderbaren Szene zwischen Lexi (Arielle Kebbel), Stefan (Paul Wesley) und Bon Jovi („You Give Love A Bad Name“), aber das nur am Rande erwähnt. Die drei Jäger tauchen auf, Alexander (Paul Telfer) bedroht Matt (Zach Roerig) und Rebekah (Claire Holt), Connor (Todd Williams) wendet sich telefonisch an Elena (Nina Dobrev) während Vaughn (Charlie Bewley) an der Salvatore-Türschwelle auftaucht. Doch auch die Jäger sind nur Ablenkungen von den wirklich großen Entwicklungen. Und das ist die Konfrontation mit den geliebten Wiedergängern nicht mit den Bedrohungen. Schließlich wird Connor von Alaric (Matthew Davis) ohne größeres Aufsehen außer Gefecht gesetzt, Vaughn verliert sein Druckmittel als Klaus (Joseph Morgan) zurückkehrt, während Rebekah gleichzeitig mit Matt flirtet und Alexander ausspielt.

Interessanter als die temporären Bedrohungen sind die vier Paare, die in der Episode Graduation zumindest kurzfristig zusammenfinden und der einsame Held, der am Ende als das wahre Opfer heraussticht.

Elena und Damon (Ian Somerhalder) sind ein Paar, endlich, ohne Sire Bond, mit Gefühlen, und alle harten Wahrheiten sind ausgesprochen. Die beiden gehen gemeinsam mit allen Delena-Fans glücklich aus dieser bewegten Staffel. Immerhin ein kleines Happy End. An allen anderen Fronten sehen die Dinge durchwachsener aus, doch alle bekommen ein.

Am meisten dürfen sich noch Matt und Rebekah freuen, denen eine gemeinsame Reise bevorsteht, auch wenn Matt nichts Ernstes zwischen den beiden sieht. Das ist mehr als man erwarten darf, wenn man bedenkt, dass Rebekah mit der nächsten Staffel ohnehin nach New Orleans wechselt. Die vielleicht rührendste Szene ist dem Paar Caroline (Candice Accola) und Klaus vergönnt. Dass sie eine passende Verabschiedung erhalten würden, das durfte man hoffen. Und es ist in der Tat eine angemessene Szene geworden, die nicht zu viel verspricht, aber doch zu einigen Seufzern hinreißen kann.

Die größte Überraschung sind Bonnie (Kat Graham) und Jeremy (Steven R. McQueen). Sicher, der Kuss ist auch schön. Doch hier überwiegt eindeutig die Frage: Was zur Hölle? Bonnie bringt Jeremy zurück und stirbt selbst! Man kann den TVD-Autoren nicht vorwerfen, zurückhaltend zu sein.

Zwei weitere entscheidende Veränderungen kämpfen zusätzlich um unsere Aufmerksamkeit: Katherine endet als diejenige, die das Heilmittel zu sich nimmt und nun, gezwungenermaßen, wieder menschlich wird. Der größte Schocker: Silas ist vielleicht doch nicht der unwürdige Gegner, als der er sich die letzten Episoden dargestellt hat. Er ist Stefans Doppelgänger und entledigt sich seines Zwillings mit Leichtigkeit.

Wow, das war ein Finale, nach dem man sich auf eine völlig veränderte neue Staffel freuen darf.

Liebe

Auch wenn Elena und Damon eine innige Liebeserklärung vergönnt ist, so ganz ist Stefan nicht aus dem Liebesdreieck ausgestiegen. In der letzten Zeit sah es so aus als wenn es eine realistische Möglichkeit gäbe, dass Stefan über Elena hinwegkommt und sich als eigenständiger Charakter in Mystic Falls positioniert. Doch dann schüttet er Lexi sein Herz aus und man weiß: So einfach wird es nicht werden. Doch das, was wirklich folgt, ist ein echter Schocker.

Es ist eine Sache, wenn Elena auf absehbare Zeit ihre Emotionen ausschaltet, aber es wird eine andere Größenordnung, wenn wir sehen, wie Silas sich als Stefan in die Clique schmuggelt. Doch das ist leider noch ferne Zukunftsmusik.

Die Gefühle zwischen Caroline und Klaus sowie Rebekah und Matt werden in der Episode bestens ausgespielt. Für beide Paare finden die Autoren einen Abschluss, der einerseits als Happy End funktioniert, andererseits die Originals frei lässt. Ihr Abgang nach New Orleans wird diese beiden Happy Ends nicht schmälern. Caroline bekommt Tyler zurück, Klaus und die Klaroline-Fans bekommen eine wunderbare Hoffnung geschenkt. Rebekah hat endlich einmal den Richtigen gewählt und der schenkt ihr die Aussicht auf einen wunderbaren Sommer, ohne mehr in Aussicht zu stellen. Alles, was über diesen Sommer hinausgehen würde, wäre mit zu viel Drama verbunden. Es ist perfekt so.

Um sich ein Bild über Bonnie und Jeremy zu machen, ist es fast noch etwas zu früh. Sie verlangt von ihm, ihr Geheimnis zu bewahren, plant aber bereits Gespräche als Geist mit ihrem Ex-Freund ein. Dass Bonnie stirbt ist überraschend, aber nicht unbedingt die schlechteste Idee. Bonnie hat ihren Platz in der Gruppe nicht gefunden, oft war sie nicht in die Abenteuer involviert oder hatte eine Sonderrolle. Ob sie sich für immer verabschiedet, als Geist in Mystic Falls bleibt oder gar eine Rückkehr hinlegt, es ist auf jeden Fall eine gute Sache, mit der Figur Bonnie einen Neuanfang zu wagen.

Neben den großen Liebesgeschichten schenkt das Staffelfinale Graduation uns auch schöne Szenen zwischen Freunden. Besonders stechen dabei Lexi und Alaric heraus. Die zwei Gilberts mit ihrem Beschützer zu sehen, ist schön, aber noch schöner ist es, dass Damon zumindest kurz seinen besten Freund zurückbekommt. Und auch Stefans Szenen mit Lexi sind wunderbar. Die Abschiedsszenen könnten kaum rührender sein.

Für Klaroline-Fans gibt die Episode %26bdquo;Graduation%26ldquo; ein kleines Happy End her. © The CW
Für Klaroline-Fans gibt die Episode %26bdquo;Graduation%26ldquo; ein kleines Happy End her. © The CW

Schocker

Neben der Stefan/Silas-Geschichte wird auch die menschliche Katherine einiges Aufsehen erregen. Hin und wieder ist The Vampire Diaries mehr als vorhersehbar. Besonders in Sachen Liebesdreieck kommen oft keine neuen Entwicklungen zustande. Dass die Autoren dennoch mutig sind und uns mit unvorhersehbaren Entwicklungen alleine lassen, zeigt unter anderem die Wendung in der Katherine-Geschichte. Katherine ist so sehr auf die Vampir-Rolle festgelegt, dass man sich kaum vorstellen kann, wie sie als Mensch sein könnte. Das macht Lust auf eine weitere Staffel.

Fazit

Es ist ein Staffelfinale der großen Gefühle, der Abschiede und Neuanfänge. Und es ist eine Episode voller überraschender Wendungen. Einigen Figuren ist ein runder Abschluss vergönnt und das macht auch vor der Mattscheibe zufrieden. Andere werden in völlig neue Plots verwickelt, die die Pause ganz schön lang werden lassen können. Auf kompletter Linie gelungen, darf man sagen.

Verfasser: Serienjunkies.de am Freitag, 17. Mai 2013

The Vampire Diaries 4x23 Trailer

Episode
Staffel 4, Episode 23
(The Vampire Diaries 4x23)
Deutscher Titel der Episode
Abschlussfeier
Titel der Episode im Original
Graduation
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 16. Mai 2013 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 25. Juli 2013
Autoren
Caroline Dries, Julie Plec
Regisseur
Chris Grismer

Schauspieler in der Episode The Vampire Diaries 4x23

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