The Vampire Diaries 2x05

The Vampire Diaries 2x05

War diese Folge von The Vampire Diaries eine Werwolf-zentrierte Episode? Ja. Nein. Oder doch? Die Verwirrspiele in der Vampir-Serie nehmen kein Ende, und diese Entwicklungen hat nun wirklich keiner vorhersehen können.

Szene aus „The Vampire Diaries“: Mason instrumentalisiert Sheriff Forbes für seine Vergeltung / (c) 2010 CW Television Network
Szene aus „The Vampire Diaries“: Mason instrumentalisiert Sheriff Forbes für seine Vergeltung / (c) 2010 CW Television Network

Es hieß, Caroline (Candice Accola) sei in der zweiten Staffel auch deshalb zum Vampir gemacht worden, um die Charaktere von The Vampire Diaries enger miteinander zu verbinden. Tatsächlich gelingt dies eher den Lockwoods, jedenfalls in der Episode Kill Or Be Killed, die vorgibt, endlich die erhoffte Werwolf-zentrierte Folge zu sein - sich dann aber augenscheinlich doch noch anders entwickelt.

Nachdem Damon (Ian Somerhalder) in der vorigen Woche die Rivalitäten zwischen den Salvatore-Vampiren und Werwolf Mason (Taylor Kinney) angeheizt hat, war dessen Vergeltungsschlag absehbar. Nur weil er unabhängig vom Vollmond seine Krallen nicht zeigen kann, heißt das nicht, dass Mason die Brüder nicht zu Fall bringen könnte. Und so versucht er es, indem er mit einem Trick Sheriff Liz Forbes Stefans und Damons Geheimnis verrät.

Die neue Caroline; wie wir sie lieben © 2010 CW Television Network
Die neue Caroline; wie wir sie lieben © 2010 CW Television Network

Doch was deren Ende, Masons Triumph und ganz nebenbei endlich mal eine ordentliche Episode für Sheriff-Darstellerin Marguerite MacIntyre werden sollte, endet in einem Blutbad. Das richtet ausgerechnet Caroline an. Von ihrem Blutdurst überwältigt und deshalb anschließend von der eigenen Mutter geschasst, gesteht sie Elena (Nina Dobrev), was die und wir längst ahnten: Katherine droht, Matt (Zach Roerig) etwas anzutun, sollte Caroline ihr Spiel nicht mitspielen. Nur deswegen lässt sich Caroline korrumpieren.

Insofern schafft Candice Accolas Figur es doch, mehrere Charaktere aus der übernatürlichen und menschlichen Welt miteinander zu verbinden. Accolas Darstellung war im Übrigen wieder sehr gelungen, auch wenn der leichte, unterhaltsame Ton der neurotischen Caroline für (hoffentlich nur) diese Episode einer etwas dramatischeren Ausrichtung gewichen ist.

Eine Verbindung finden in dieser Episode auch - wie von einigen Lesern ja bereits vorhergesehen - Tyler (Michael Trevino) und Jeremy (Steven R. McQueen). Sie teilen nicht nur das Geheimnis der Familie Lockwood, in Jeremy findet Tyler einen überraschenden Vertrauten. Ob das gut gehen kann? Erst betont Jeremy wieder einmal, dass sein Leben jetzt vom Ring der Familie Gilbert beschützt wird, während Tyler erfährt, dass er jemanden töten muss, um zum Werwolf zu werden. Hatte noch jemand in dem Moment, als Tyler Jeremy würgte, eine dunkle Vorahnung?

Mehr Facetten als man zählen kann

Manchmal kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass jede Episode von The Vampire Diaries zu einem Großteil aus Aneinanderreihungen schwermütiger Dialoge besteht, zwischen denen nichts passiert. Und doch bleibt man nie gelangweilt zurück, weil zwischen den zuletzt arg schnulzigen Momenten vor allem zwischen Elena und Stefan (Paul Wesley) immer wieder kleine Schocker warten. Diese Episode hatte gleich eine Handvoll davon.

Erst als Stefan und Damon erschossen werden, dann als Caroline zwei Polizisten und Mitglieder des Councils tötet und damit ihrer Mutter offenbart, was sie ist. Ihr „Hi Mum“ mit blutverschmiertem Mund ist das „Vampire Diaries“-Zitat der Woche. Für eine zwar nicht so schockierende, aber nicht weniger überraschende Entwicklung sorgt Damon. Er lässt Liz am Leben, in einer Situation, in der er ihr zu Beginn der Serie noch ohne zu Zögern das Genick gebrochen hätte. Gerade als man dachte, die Freundschaft zwischen ihm und Elena sei endgültig verloren, zeigt er damit jene Menschlichkeit, an der Elena (nicht wir Zuschauer natürlich) zuletzt zweifelte. Später gibt es noch einen Schockmoment. Kurz sieht es so aus, als würde Tyler den Fluch auslösen, nur wenige Stunden, nachdem er davon erfahren.

Aber die wohl beste Szene ist jene finale, die den Facetten von Katherines multipler Persönlichkeit noch eine weitere hinzufügt: Sie ist mit Mason Lockwood involviert und dürfte auch den Streit orchestriert haben, dessen tödlicher Ausgang ihn zum Werwolf werden ließ. Um sich bei Elena zu bedienen: Die „Million Dollar Question“ scheint - wieder einmal - geklärt. Was Katherine in Mystic Falls will? Den Mondstein. Wofür? Oder müsste die Frage nicht eher lauten: Was noch?

Hinweis: „The Vampire Diaries“ pausiert in der kommenden Woche, das nächste Review gibt es am 22. Oktober.

Verfasser: Carolin Neumann am Freitag, 8. Oktober 2010
Episode
Staffel 2, Episode 5
(The Vampire Diaries 2x05)
Deutscher Titel der Episode
Der Fluch
Titel der Episode im Original
Kill Or Be Killed
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 7. Oktober 2010 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 21. Februar 2011
Autor
Mike Daniels
Regisseur
Jeff Woolnough

Schauspieler in der Episode The Vampire Diaries 2x05

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