Tulsa King 2x01

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Saures für den „Tulsa King“
Wir erinnern uns: Gangsterkönig Dwight Manfredi (Sylvester Stallone; „Rocky“, „Rambo“) wurde nach dem furiosen Finale der ersten Staffel der Dramaserie Tulsa King verhaftet und blickte einer ungewissen Zukunft entgegen. Im Knast angekommen, erteilt er zunächst dem dortigen Oberschläger eine Lektion und wird von einem ebenfalls inhaftierten Geschäftsmann auf eine neue Businessidee gebracht.
Familienprobleme besonderer Art
Manfredis neue Familie bestehend aus Fahrer Tyson (Jay Will, „Buffed Up!: The Movie“), Hanfhändler Bodhi (Martin Starr, Silicon Valley), Barbesitzer Mitch (Garrett Hedlund, „Triple Frontier“) und Dwights zwei alten Spießgesellen Armand Truisi (Max Casella) und Goodie Carangi (Chris Caldovino, beide bekannt aus The Sopranos) berät über das weitere Vorgehen. Dabei übernimmt Goodie fürs Erste Dwights Vertretung.
Schließlich stellt Dwights Tochter Tina (Tatiana Lia Zappardino, Superstition) eine Drei-Millionen-Dollar-Kaution bereit und er kommt auf freien Fuß. Natürlich erfährt davon auch sein mit ihm verfeindeter Patensohn Chickie (Domenick Lombardozzi, The Wire), der nach dem Tod seines Vaters die Familiengeschäfte der Invernizzis in New York übernommen hat.
Er kann's nicht lassen
Direkt nach seiner Entlassung geht Manfredi mit seiner Familie wieder an die Arbeit. Zuwachs erhält diese durch Mitchs bärenstarken, in Psychologie bewanderten Cousin Bigfoot (gespielt von Wrestler Mike „Cash Flow“ Walden). Dwight will seinen Geschäften künftig einen deutlich seriöseren Anstrich geben und in Windräder zur Energieerzeugung investieren. Außerdem wurde unter Bodhis Leitung ein neuer, modernerer Hemp Shop eröffnet.
Auch versöhnt Dwight sich mit AFT-Agentin Stacy (Andrea Savage, I'm Sorry), von der ihm bewusst ist, dass sie ihn nicht aus eigenem Antrieb hochgehen ließ.
Schatten am Horizont

Durch Rancherin Margaret Deveraux (Dana Delany, Body of Proof) erfährt Dwight von einer großangelegten Spendengala, die er als geschäftlichen Anknüpfungspunkt nutzen will. Dazu plant er Geschäftsmann Cal Thresher (Neal McDonough, Yellowstone) zu treffen. Die beiden knüppelharten Kerle sind sich von der ersten Sekunde an herzlich unsympathisch.
Thresher schreitet auch sogleich zur Tat, um den unliebsamen potentiellen Konkurrenten abzuservieren. Er kontaktiert Gangsterboss Bevilaqua (Frank Grillo, „The Purge: Election Year“) in Kansas.
Grenzwertig sympathischer Gangster
Ehe TV-Multi Taylor Sheridan ab November das Finale seines Franchise-Flaggschiffs „Yellowstone“ an den Start bringt, erzählt er zunächst die Geschichte um den liebenswerten Schwerverbrecher Dwight Manfredi, genannt der General beim Streamingdienst Paramount+ weiter.
Natürlich verkörpert diesen nach wie vor das seit letztem Juli 78-jährige 80er-Jahre-Actionschwergewicht Sylvester Stallone, das wohl ebenso wenig an den Ruhestand denkt wie die von ihm gespielte Figur.
Im Gegensatz zur neunteiligen ersten Serienstaffel wird die zweite Season übrigens diesmal aus zehn Folgen bestehen, die am 17. November vollständig vorliegen sollen.
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The Harder You Hit
Ermüdungserscheinungen sind beim Hauptdarsteller nicht festzustellen. Schon nach wenigen Minuten der Auftaktfolge Back in the Saddle lässt er die Fäuste fliegen, um sich auch bei seinem Kurzaufenthalt im Knast den ihm zustehenden Respekt zu verschaffen.
Natürlich ist den Machern dabei ebenso wie dem Star selbst klar, dass dessen taffes Auftreten aus Altersgründen nur bedingt glaubwürdig daherkommt. Doch man kaschiert das auch weiterhin mit einer gehörigen Prise Ironie und kokettiert immer wieder damit, was der Serie bereits in der ersten Staffel guttat.
Die Folge selbst lässt sich erwartungsgemäß erheblich ruhiger an als der Abschluss von Staffel eins. Langeweile kommt dabei allerdings nicht auf. Man merkt vielmehr, dass die Drehbuchautoren Taylor Elmore, Terence Winter und Sylvester Stallone selbst den neuen Handlungsbogen um gleich zwei neue mächtige Gegner von langer Hand vorbereiten wollen, wenngleich der Witz dabei ebenfalls nicht zu kurz kommt.
Neue Feinde
Neal McDonough, insbesondere Fans von „Star Trek“ durch seinen kurzen Auftritt als Lieutenant Hawk im achten Kinofilm „Der erste Kontakt“ bekannt, gab danach schon öfter einen coolen Bösewicht ab. Unter anderem auch in der zweiten Staffel von „Yellowstone“, wo er den Duttons als fieser Malcolm Beck das Leben schwer machte. Es bleibt zu hoffen, dass man seiner neuen Rolle als Cal Thresher in „Tulsa King“ ein paar neue Facetten verleiht und sie nicht zum Schema-F-Schurken gedeihen lässt.
Frank Grillo tritt bei seinen verschiedenen Filmauftritten unter anderem im Marvel Cinematic Universe gern durchaus ähnlich körperbetont auf wie (einstmals) Sylvester Stallone. Nach seiner nur kurzen Einführung in der Auftaktfolge der zweiten Staffel scheint er geradezu prädestiniert für einen fetzigen Endkampf gegen den Altstar.
Die Ruhe vor dem Sturm
Ansonsten eine wie gesagt eher relaxte Auftaktfolge, die uns die verschiedenen neuen Gegebenheiten in und um Dwight Manfredis Tulsa erklärt und auf eine hoffentlich erneut spannende und aberwitzige zweite Serienstaffel einstimmt. Interessant dürfte sich auch das Verhältnis zwischen Dwight und Stacy gestalten. Und überdies gibt es ja mit Rancherin Margaret eine weitere Kandidatin als love interest der gereiften Hauptfigur.
Da eben summa summarum in den 42 Minuten der Eröffnungsfolge noch nicht allzu viel geschieht, geben wir ihr für den Anfang vier von fünf Paaren feiner italienischer Schuhe.
Verfasser: Thorsten Walch am Montag, 16. September 2024Tulsa King 2x01 Trailer
(Tulsa King 2x01)
Schauspieler in der Episode Tulsa King 2x01
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