The Goldbergs 10x21

The Goldbergs 10x21

Zombie-Apokalypsen sind mittlerweile kein Phänomen der neuzeitlichen Gegenwart mehr: Auch in der mythischen Vergangenheit der neuseeländischen Maori bekamen beziehungsweise bekommen es die Menschen mit den wandelnden Toten zu tun. Hier ein Review zur ersten Episode der Serie The Dead Lands.

Poster zur Serie The Dead Lands (c) TVNZ/Shudder/Sky
Poster zur Serie The Dead Lands (c) TVNZ/Shudder/Sky
© oster zur Serie The Dead Lands (c) TVNZ/Shudder/Sky

Als es einst in der vorzeitlichen Sagenwelt der Maori einem seiner Feinde gelingt, den als sowohl ungemein kampferfahren als auch damit verbunden höchst grausam geltenden Krieger Waka Nuku Rau (Te Kohe Tuhaka, „Great White“) im Kampf zu töten, erwartet diesen im Leben nach dem Tod eine böse Überraschung: Aufgrund seiner begangenen Taten im Diesseits wird ihm der Zutritt ins Totenreich verwehrt und in Aussicht gestellt, dieses erst dann betreten zu dürfen, wenn er für seine zahlreichen Verfehlungen gebüßt hat.

Zurück auf der Erde erscheint es schnell, als gäbe es gute Gründe für die Tat der maorischen Ahnenwächter: Durch das mysteriöse Wirken zunächst unbekannter finsterer Mächte bleibt auch anderen Verstorbenen der Übergang ins Jenseits verwehrt und diese kehren in ihre teilweise schon ziemlich vergammelten Körper zurück, und zwar als mörderische Zombies. Waka Nuku Rau macht sich gemeinsam mit dem jungen Mädchen Mehe (Darneen Christian, „Krystal“), das bereits vor Ausbruch der altweltlichen Zombieapokalypse unheilverkündende Omen in der Natur festgestellt hat, auf die Suche nach der Ursache für die schrecklichen Veränderungen.

Eine weitere Zombiefilm-Serienadaption

So wie die im vergangenen Jahr beim Sender Syfy gezeigte Serie Day of the Dead basierend auf dem gleichnamigen Zombiefilmklassiker von Horror-Altmeister George A. Romero aus dem Jahr 1985 ist auch The Dead Lands die Adaption eines Films: Der 2014 entstandene neuseeländische Action-Horrorstreifen „The Dead Lands“ von Regisseur Toa Fraser („6 Days“) war jedoch zwar gleichfalls in der geschichtlichen Vergangenheit der neuseeländischen Ureinwohner angesiedelt, erzählte jedoch eine völlig andere Geschichte als die Serie und handelte von einer mit vielerlei mythischen Elementen ausgeschmückten Stammesfehde. Allerdings war der populäre neuseeländische (Maori-) Schauspieler Te Kohe Tuhaka, der in der Serienadaption die Hauptrolle des grausamen Helden wider Willen Waka Nuku Rau verkörpert, auch als feindlicher Häuptling Wirepa bereits in diesem zu sehen.

The Dead Lands“ wurde auch außerhalb Neuseelands ein Achtungserfolg bei vielen Genre-Fans. Als man 2019 beschloss, für den unter der Ägide von US-TV-Multi AMC (The Walking Dead) stehenden Streamingdienst Shudder ein Serienformat daraus zu machen, holte man den Drehbuchautor des Films, Glenn Standring („6 Days“) als Showrunner mit an Bord. Bereits im Jahr 2020 war die erste Folge der hierzulande erst seit dem 22. März bei Sky veröffentlichten Serie in Übersee zu sehen.

Vor langer Zeit

Wie schon der ihr zugrundeliegende Film von 2014 zeigt die Serie ein Szenario, an das sich Zuschauer hierzulande erst einmal gewöhnen müssen: Im Gegensatz zu anderen erfolgreichen Zombie-Serien, allen voran natürlich The Walking Dead, gefolgt von Day of the Dead und vor einigen Jahren Z Nation spielt „The Dead Lands“ nicht in der relativen (amerikanischen) Gegenwart, sondern in den Tiefen der neuseeländischen Maori-Mythen. Ferner handelt es sich dabei nicht um eine reine Zombie-Geschichte, die vom Kampf von Überlebenden der Apokalypse der Untoten gegen ebenjene handelt, sondern ist mit vielerlei mystischen Elementen aus der Maori-Sagenwelt gespickt, was mehr oder weniger eher eine Dark-Fantasy- denn eine reine Horrorserie aus „The Dead Lands“ macht.

Keine übliche Horrorkost

Was einerseits eine Stärke der Serie darstellt, wächst sich hierdurch leider auch zumindest teilweise zu einer Schwäche aus: Horror-affine Zuschauer, die kein ausgesprochenes Interesse an den alten Mythen der Völker dieser Welt haben und eher konventionellen Zombie-Horror der schon genannten Art erwarten, dürften ihre Schwierigkeiten mit The Dead Lands haben. So sind einige der Handlungen der agierenden Figuren (zumindest anfangs gibt es lediglich zwei Protagonisten) und auch Wendungen in der Geschichte sehr stark an die Gegebenheiten der Maori-Sagenwelt geknüpft, was hier und da für Verwirrung sorgen dürfte (so gilt, als ein Beispiel von vielen, das mehrfach gezeigte Herausstrecken der Zunge bei Maori-Kriegern etwa als ausgesprochene Drohgebärde). Zu den Stärken der Serie jedoch gehören ebensolche lehrreichen Exkursionen, die bei entsprechend interessierten Zuschauern ganz sicherlich zur Erhöhung des kulturellen Wissensstandes führen dürften.

Die Sache mit der Spannung

Ein wirklicher Schwachpunkt zumindest des Serienpiloten von „The Dead Lands“ liegt im etwas schleppenden Spannungsaufbau: Trotz der Tatsache, dass (wie bei einer Zombie-Serie gemeinhin nicht anders zu erwarten) bereits unmittelbar nach Beginn der Folge reichlich Blut fließt und wir schon nach kürzester Zeit sehr genau wissen, aus welchem Grund die Hauptfigur als überaus grausam gilt, tut sich die Geschichte mit der Erzeugung von Spannung zunächst eher schwer. Dies ist natürlich in erster Linie dem Umstand geschuldet, dass die Hauptcharaktere eingeführt und vorgestellt werden müssen, doch wären ein paar zusätzliche Spannungselemente hier durchaus angebracht gewesen, obwohl allein das ungewöhnliche Umgebungsszenario gespannt macht auf die Dinge, die da kommen (könnten). Auch bei einer Serie über modrige Untote schadet es sicherlich nicht, ein wenig mehr des guten altmodischen Grusels und die eine oder andere Schrecksekunde einzubauen. Dies vermag auch zugegeben wohldosierter Splatter nicht zu ersetzen.

Die Dinge, die kommen werden

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Geschichte in den restlichen sieben Episoden der insgesamt 8-teiligen, aus je 45 Minuten langen Folgen bestehenden Serie (von einer zweiten Staffel ist zumindest derzeit nichts bekannt) weiter entwickeln wird. Auch wenn der ganz große Knalleffekt im Pilotfilm dieser sicherlich ungewöhnlichsten Zombie-Serie ausbleibt, reicht allein ihre handwerkliche Machart dafür aus, um ihr zumindest eine faire Chance zu geben. Natürlich erfindet „The Dead Lands“ in Sachen Zombieserien, derer es bekanntlich reichlich gab in den letzten Jahren, das Rad nicht neu, bereichert dafür aber Altbekanntes um faszinierende neue Facetten. Drei von fünf Untoten für den Anfang!

Hier abschließend noch der aktuelle Trailer zur gerade neu gestarteten Serie „The Dead Lands“:

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Verfasser: Thorsten Walch am Samstag, 2. April 2022
Episode
Staffel 10, Episode 21
(The Goldbergs 10x21)
Deutscher Titel der Episode
Episode 21
Titel der Episode im Original
Push It
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Mittwoch, 26. April 2023 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 29. Mai 2023
Regisseur
Lew Schneider

Schauspieler in der Episode The Goldbergs 10x21

Darsteller
Rolle
Sean Giambrone
Troy Gentile
Hayley Orrantia
Sam Lerner

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