The Blacklist 8x20

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Godwin Page
Es dauert nur wenige Minuten, ehe Elizabeth Keen (Megan Boone), Raymond Reddington (James Spader) und Dembe (Hisham Tawfiq) ihren Weg aus der Falle finden. Denn Bino (Mike Starr) hat mit einem Geheimgang vorgesorgt, so dass Townsend (Reg Rogers) und seine Schergen unsere drei Figuren nicht zu fassen kriegen. Liz kann sich anschließend noch von Red absetzen und nimmt Kontakt zu Cooper (Harry Lennix) auf. Sie stellt sich und landet in genau dem Käfig, der uns aus der ersten Staffel noch vertraut ist. Ihr Aufenthalt dort soll aber nicht von langer Dauer sein. Und während Cooper noch mit Panabaker (Deirdre Lovejoy) über Elizabeth diskutiert, muss Aram (Amir Arison) zuschauen, wie der gesamte Käfig vor seinen Augen geklaut wird.

Das Katz- und Mausspiel steht die meiste Zeit im Vordergrund. Wer hat Liz jetzt in seinen Händen, kann Raymond Godwin Page (Christopher Gurr) einsetzen, um zu Townsend vorzudringen und wird dieser auf den Deal mit Liz eingehen. Nebenbei ist Ressler (Diego Klattenhoff) noch nicht über den Berg und das Justizministerium stellt sich entgegen Coopers Vorschlägen in Bezug auf Liz schließlich derart quer, dass die Auflösung der Taskforce zur Option wird. Im Hintergrund schwingen dabei die großen Geheimnisse um Red mit, die dieser nun mit Liz teilen möchte. Vor der nächsten Episode dürfen wir hier allerdings nicht mit großen Offenbarungen rechnen.
Trotz diverser Wendungen und Ereignisse kommt Godwin Page) weniger intensiv als die Folge von letzter Woche daher. Die Spannung wird zwar stets hochgehalten, aber teilweise lässt sich bei diversen Entscheidungen (hauptsächlich von Liz) wieder mit den Augen rollen und der Weg zu den großen Antworten wird mit einer Reise nach Riga in die Länge gestreckt. Ja, wir befinden uns im Endspurt der achten Staffel und wäre die neunte nicht bereits bestellt, könnte man meinen, The Blacklist steuert dem Serienfinale entgegen und bereitet dieses vor. Ich gehe zwar davon aus, dass die letzten beiden Episoden dieser Staffel einiges auflösen werden, aber mit Sicherheit nicht alles. Die Anti-Haltung von Panabaker und dem Justizministerium könnte derweil darauf hindeuten, dass uns noch eine große Wendung in Bezug auf die Taskforce bevorsteht, die vielleicht den Weg zur neunten Staffel ebnet, aber da will ich nicht zu viel spekulieren.
Elizabeth Keen
Letzte Woche konnte Liz bei mir einige Sympathiepunkte sammeln. Mir hat es tatsächlich gefallen, dass sie Ressler in Sicherheit bringen wollte und sich dafür eingesetzt hat, dass ihm geholfen wird. Diese Woche verspielt sie allerdings wieder viele Punkte, denn mir fällt es schwer, diverse Entscheidungen nachzuvollziehen. Angefangen damit, dass sie gleich nach der Flucht vor Townsend einen Polizisten auf Red aufmerksam macht, statt ein klärendes Gespräch mit ihm zu suchen, welches vielleicht die Antwort auf die Frage bereitgehalten hätte, weshalb Neville ihr nach dem Verhör von Stepanov (David E. Harrison) ein Fadenkreuz auf den Rücken gemalt hat.
Aber gut, dass sie sich anschließend stellt und in Gewahrsam begibt (es war nett, den Käfig aus der ersten Staffel wiederzusehen), empfand ich wiederum als eine gute Entscheidung, zumal hier wenigstens ein kleiner Austausch mit Aram stattfinden konnte und sie ein Telefonat mit Ressler erhält, ehe die nächste Wendung eintritt. Ziemlich spektakulär inszeniert übrigens und tatsächlich hätte ich auch Neville in Verdacht gehabt, aber mehr dazu gleich.

Jetzt zurück zu Liz, die zu Red gebracht wird und dort erneut folgenschwere Entscheidungen treffen darf, die mit den Augen rollen lassen. Ich kann dabei nachvollziehen, dass sie aus Townsends Schusslinie kommen will. Die Verluste aus The Protean sind noch frisch im Gedächtnis und vor allem mit Blick auf Agnes sollte Liz viel daran liegen, hier eine Lösung zu finden. Aber ein neuer Deal mit Townsend, von dem sie nicht einmal weiß, ob dieser darauf eingeht? Hat Neville nicht schon genug Schaden angerichtet, genug Personen aus ihrem Umfeld getötet, als dass diese Option überhaupt in Erwägung gezogen wird? In meinen Augen wäre es jedenfalls nachvollziehbarer gewesen, wenn sie Godwin nicht auf den Tracker aufmerksam gemacht hätte, denn Reds Plan wäre dann vielleicht aufgegangen und hätte Townsend aus dem Verkehr ziehen können. Stattdessen setzt sie darauf, dass Townsend auf den Deal eingeht und teilt ihm obendrein auch noch mit, wo Mrs. French (Victoria Clark) und somit auch Agnes zu finden sind. Wenn sich das mal nicht noch rächt.
Es dürfte jedenfalls klar sein, dass Townsend nicht einfach aufgeben wird. Glücklicherweise kommt er noch nicht an Red und Liz heran, aber ihn dürfte nun nichts davon abhalten, andere Optionen in Erwägung zu ziehen. Und da ist die naheliegendste, über Mrs. French und Agnes wieder an Liz heranzukommen. Die Bedrohung ist hier noch lange nicht vom Tisch und wird sich bestimmt vorm oder im Staffelfinale erneut blickenlassen.
Raymond Reddington
Zunächst einmal hat mir gefallen, dass Reddington nach der geglückten Flucht vor Townsend direkt wieder mehrere Eisen im Feuer hat. Mir ist zwar leicht rätselhaft, wie er mit Bolt (Jason Nuzzo) eine neue Person aus Townsends Umfeld gewinnen konnte, nachdem es schon so schwierig war, Priya (Rana Roy) in die Organisation einzuschleusen. Aber das nehme ich mal hin, zumal die anschließenden Auftritte von Brimley (Teddy Coluca) und seiner Edna (Marcia Jean Kurtz), die uns hier vorgestellt wird, wieder viel Vergnügen bereiten konnten.
Außerdem steckt Red natürlich hinter der Entführung von Liz und nicht Townsend. Ich hätte mich auch gefragt, wie Townsend die Aktion hätte durchziehen sollen, wäre er dafür verantwortlich gewesen. Denn das Wissen um die Black Site, wo sich der Käfig befindet, und so weiter wäre doch ein wenig viel gewesen, während Red bestens damit vertraut ist. Da hätte Cooper vielleicht auch drauf kommen können, zumal Raymond stets betont hat, dass Liz bei ihm am sichersten aufgehoben ist.
Aber zurück zu Red. Es war sicher keine gute Idee, Liz an seinem Plan in Bezug auf Godwin teilhaben zu lassen und sie anschließend neben ihm einzusperren. Da hätte er auf Nummer sicher gehen müssen. So oder so erklärt Red sich aber nun bereit, Liz reinen Wein einzuschenken und alles aufzulösen. Vorerst sollen wir und Liz zwar nur ein paar Häppchen erhalten, wie zum Beispiel die Bestätigung, dass er N-13 ist sowie ein paar Hinweise darauf, dass alles um „The Blacklist“ damit zusammenhängt und es in erster Linie um Lizzies Sicherheit geht. Aber da wird in der nächsten Folge sicher noch mehr kommen. Vielleicht nicht alles, aber mindestens eine Erklärung dafür, weshalb Liz in Gefahr schwebt, sollte kommen. Abwarten.
Taskforce
Ich bin mir nach dieser Episode tatsächlich nicht sicher, wohin der weitere Weg der Taskforce führen wird. Coopers Vorschläge in Bezug auf Liz stoßen bei Panabaker auf taube Ohren und im weiteren Verlauf dringt sogar durch, dass Liz nicht mehr der normale Prozess gemacht werden soll, sondern eine neue Direktive ihre Eliminierung vorsieht. Äh, was?
Woher kommt diese neue Einstellung und was oder wer steckt dahinter? Müsste ich raten, würde ich auf Townsend tippen, denn das Wörtchen „Direktive“ verbinde ich direkt mit ihm und es wäre gut möglich, dass er gewisse Strippen bei den Obrigkeiten ziehen kann. Aber das ist nur eine Vermutung, vielleicht steckt noch was ganz anderes dahinter. Merkwürdig ist aber trotzdem, wie sich die Einstellung von Panabaker hier zusehends gegen Liz richtet, die - wie Harold richtig bemerkt - ebenfalls dazu beigetragen hat, jede Menge Blacklister aus dem Verkehr zu ziehen.

Obendrein könnte es sein, dass die Taskforce aufgelöst wird. Das ist mal ein gewaltiger Brocken, den man erstmal verdauen muss, zumal diese Möglichkeit auch wieder an Liz festgemacht wird. Sehen wir in der neunten Staffel dann die gesamte Taskforce auf der Flucht? Vielleicht zusammen mit Red, um ihm dabei zu helfen, eine Verschwörung in den höchsten Kreisen aufzudecken? Mir schwant jedenfalls, dass diese Bemerkungen von Panabaker keine beiläufigen Bemerkungen sind. Da steht uns in den nächsten beiden Folgen sicher noch ein Knall bevor.
Zuletzt noch kurz zu Donald, dessen Schicksal vorerst ungeklärt bleibt. Ich fände es schon schade, wenn man ihn jetzt doch noch sterben lässt. Zwar sicher nicht meine Lieblingsfigur, aber einen solchen Abgang würde ich ihm nicht gönnen. Dabei ist mir klar, dass er in dieser Staffel nicht mehr viel beitragen wird und selbst im Falle einer Genesung Probleme haben dürfte, wieder in einen diensttauglichen Zustand zu kommen. Aber warten wir mal ab, was die nächsten beiden Episoden bringen und wie es mit der Taskforce überhaupt weitergeht.
Fazit
Ich bin nicht so ganz von Godwin Page überzeugt. Sicher keine schlechte Folge, denn hier gibt es einige Fortschritte und Wendungen zu verbuchen, auch wenn ein paar davon nicht schmecken wollen. Die Neugierde und Spannung auf die letzten beiden Episoden der Staffel ist aber mit Sicherheit gestiegen. Von mir gibt es diese Woche 3,5 von 5 Sternen. Und von Euch?
Trailer zum Episode 8x21:
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Verfasser: Christian Schäfer am Samstag, 5. Juni 2021The Blacklist 8x20 Trailer
(The Blacklist 8x20)
Schauspieler in der Episode The Blacklist 8x20
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