The 100 2x14

Sie kämpfen ums nackte Überleben, doch in der Episode Bodyguard of Lies erinnern sich die The 100-Figuren daran, dass das Leben auch noch anderes zu bieten hat. Damit verwirren sie jedoch eher als zu unterhalten.
Go, die for me.
Der Plot beginnt wie so viele in der letzten Zeit: Clarke (Eliza Taylor) und Lexa ( Alycia Debnam Carey) diskutieren darüber, was es bedeutet, ein Volk anzuführen. Das ist eine berechtigte Frage, vor allem nach den jüngsten Ereignissen. Menschen sind gestorben, weil Lexa und Clarke es so entschieden haben. Das macht jetzt zumindest der Himmelsfrau zu schaffen.
Trotz ihrer gewöhnlich hohen Intelligenz nimmt Clarke den einfachen Ausweg: Sie weist alle Verantwortung von sich. Jetzt sagt sie, dass sie nicht danach gefragt habe, Anführerin zu werden. Doch so einfach ist das nicht. Als ihre Mutter (Paige Turco) und Kane (Henry Ian Cusick) angeboten hatten, sie abzulösen, hat sie sich gewehrt. Sie hat nicht ausdrücklich nach der Kanzlerwürde gegriffen, aber sie hat deutlich gemacht, dass sie denkt, es am besten zu wissen.
Erst seitdem der Führungsanspruch an Schuld gekoppelt ist, will sie sich wieder zurückziehen. Ihre Reaktion ist verständlich: Ihre Schuldgefühle zerfressen sie. Sie will das Kapitel hinter sich lassen und greift dabei tief in die Kiste mit den unlogischen Erklärungen.
Als es darum geht, ob man Octavia (Marie Avgeropoulos) als Mitwisserin beseitigen müsse, sagt Lexa ihr, dass Octavia auch bei dem Angriff hätte sterben können. Es gehe um das größere Bild. Clarkes Antwort ist, dass sie nun anders sei. Sie will sich sehnlichst von den Ereignissen um den Angriff absetzen.
Dabei wäre das in dieser Situation überhaupt nicht nötig. Natürlich ist es etwas anderes, unter großem Zeitdruck eine Entscheidung zu treffen, die Menschenleben gefährdet, als eine unschuldige Person mit Vorsatz umbringen zu lassen. Clarke hätte Lexas Angriff auf Ocatvia nutzen können, um ihre Moral abzustecken, doch sie ist schon zu tief drin im Defensivmodus, um das zu erkennen.
Sie hat keine Argumente mehr, sondern nur noch armselige Ausflüchte. Octavia versucht sie damit zu beschwichtigen, dass sie behauptet, es für deren Bruder getan zu haben. Gut, dass die Neu-Grounderin sich nicht so billig ablenken lässt.
Doch auch sie stößt mit ihrer Meinung nicht nur auf Gegenliebe. Indra (Adina Porter) weiß ebenfalls von der ausgebliebenen Warnung vor dem Angriff. Doch für sie ist die Entscheidung der beiden Anführerinnen positiv besetzte Stärke.
Es muss ein tieferer Sinn dahinter stecken.
Offenbar sind auch die The 100-Macher müde von der Ernsthaftigkeit des Moral-Themas. Da werfen sie und halt zwei romantische Verwicklungen vor die Füße, die beide aus dem Nichts zu kommen scheinen. Hat jemand in der Produktionsetage bemängelt, dass zu wenige Sexszenen vorkommen? Anders kann man sich den plötzlichen Umschwung kaum erklären.
Lexa und Clarke hängen nun schon seit einigen Episoden wie eine verschworene Einheit herum. Sie verbindet die Aufgabe, ihre Leute zu führen. Doch andere Schwingungen waren bisher nicht zu vernehmen. Bis zu dem Moment, an dem Lexa Clarke küsst. Und die ganz schön dümmlich reagiert. Statt sich darüber zu äußern, ob sie generelles Interesse daran hat, Lexa nahe zu kommen, redet sie sich peinlich betroffen damit heraus, dass sie noch nicht mit jemand anderem zusammen sein kann.
Die zweite Romanze der Episode bringt uns ebenfalls schöne Bilder, aber leider auch nicht viel mehr Story. Raven (Lindsey Morgan) holt Wick (Steve Talley), um ihr zu helfen, und noch in derselben Episode landen die beiden im Bett. Auch wenn die Vorbereitung in dieser Romanze noch spärlicher ausfällt, ist sie besser in die aktuelle Story eingebunden. Die beiden erleben gemeinsam einen Adrenalinmoment, es zieht ein Krieg heran. Sie geben sich ihren Gefühlen hin. Für Raven muss das ziemlich schwierig sein, denn sie hat ebenfalls erst kürzlich Finn verloren. Das war der zweite Verlust: Erst hat er sich für Clarke entschieden, dann ist er gestorben. Dazu kommt noch die Verletzung, die Raven erlitten hat. Nichts ist mehr einfach für die Technikerin.
Ravens Gefühlswelt ist ordentlich durcheinandergeraten, die Nacht mit Wick könnte der Auftakt für eine weitergehende Storyline darüber sein, wie sie mit der Situation umgeht.
Spannender, aber leider nur angerissen ist die Geschichte um die City of Light. Immer deutlicher zeigt sich, dass Jaha (Isaiah Washington) am Rande eines Nervenzusammenbruchs steht. Sein Glaube an die erleuchtete Gemeinschaft gründet sich darauf, dass sein Werdegang einen Sinn haben muss. Unterdessen kann Murphy (Richard Harmon) sich noch nicht richtig entscheiden, wie er sich verhalten will. Aus einer Vielzahl an Gründen muss er an Jaha festhalten, einen Rückweg gibt es nicht mehr. Doch er hat deutliche Bedenken seinem neuen Anführer gegenüber.
Die City of Light ist nicht das, was sie sich versprochen haben, doch das Geheimnis hinter der Drohne scheint im Moment vielversprechender zu sein als das Liebeschaos im anderen Camp.
Fazit
Die Episode Bodyguard of Lies fördert überraschende Liebesverbindungen zutage. Für den Moment wirkt das eher verwirrend als vielversprechend.
Promo zur Episode „Blood Must Have Blood (1)“ (2x15) der US-Serie „The 100“:
Verfasser: Serienjunkies.de am Donnerstag, 26. Februar 2015The 100 2x14 Trailer
(The 100 2x14)
Schauspieler in der Episode The 100 2x14
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?