
Sie sind ein Hexenzirkel, mitten im modernen London. Nach außen sehen die Protagonistinnen der Serie Switch aus wie eine normale Mädchen-WG, in der alle versuchen, den richtigen Weg ins Erwachsenenleben zu finden. Als Hexen sind sie durch ihren Zirkel verbunden, in dem jede ein Element repräsentiert. Aber auch eine langjährige, enge Freundschaft hält die Gruppe beieinander.
Die Hexen
Stella (Lacey Turner) ist ein bisschen die Mutter der Gruppe, sie ist ehrgeizig und steht mitten im Berufsleben und unterstützt die anderen daher nicht nur finanziell oft. Doch auch sie ist noch auf der Suche und hat Probleme, von ihrer Chefin ernst genommen zu werden. Ihr Element ist die Erde.
Jude (Nina Toussaint-White) ist die Ausgeflippte der Vier, kreative Mode ist ihr Markenzeichen und auch sonst ist sie oft unangepasst und temperamentvoll. Ihr Element ist das Feuer.
Hannah (Hannah Tointon) ist Reisende aus Überzeugung, es hält sie nie lange an einem Ort und daher sieht sie ihre Freundinnen auch oft nur auf der Durchreise zwischen ihren zahlreichen Abenteuern. Ihr Element ist die Luft.
Grace (Phoebe Fox) ist das Küken der Wohngemeinschaft, und dennoch ist sie es oft, die alle zusammenhält und die sich rührend kümmert. Unterdessen hat sie selbst an der Überfürsorglichkeit durch ihre eigene Mutter zu leiden, die ständig anruft und sich Sorgen macht. Ihr Element ist das Wasser.
Erste Zaubersprüche
Die Hexerei setzen die vier Mädchen schon zu Beginn der Episode ein, als universelle Umarmung als es wieder einmal an Hannahs Verabschiedung geht und kurz darauf als Rettung für den Kater von Stellas Chefin. Das sind die ersten und letzten Zaubersprüche, die wir in der Pilotepisode sehen, der nicht auf die ein oder andere Art und Weise schief läuft. Was folgt, ist Chaos, charmantes Chaos.
Dennoch scheinen die jungen Hexen alles im Griff zu haben, bis Graces Mutter (Caroline Quentin), ebenfalls eine Hexe, in der Wohngemeinschaft eintrifft und den jungen Nachfolgerinnen gehörig den Kopf wäscht. Denn die Zauberei nehmen sie zwar als praktische Lösung bei Problemen gerne an, aber die regelmäßigen Übungstreffen der Hexen finden sie zu langweilig um teilzunehmen.
Und so kommt, was kommen musste: Alles geht schief.
Ein Erinnerungsspruch, angewendet an Stellas Chefin (Amanda Drew), läuft aus dem Ruder und löscht statt zwei Stunden mehrere Jahrzehnte im Gedächtnis der Frau. Der Spruch, mit dem Jude ihren Arbeitskollegen in sich verliebt hexen wollte, funktioniert zwar, aber die junge Frau muss feststellen, dass ihr Angebeteter bis zu dem magischen Eingreifen eigentlich auf Männer stand. Das ist dann doch zu viel herumgetrickst, auch für die impulsive Jude.
Den Rest der Episode darf der Zuschauer amüsiert verfolgen, wie die Hexen versuchen, die eigenen Fehler wieder auszubügeln.
Der Spaß-Faktor
Die Serie Switch bietet leichte Unterhaltung, keine großen Gags, kein tiefgehendes Drama, sie erzählt auf lockere Art die Geschichte von vier jungen Nachwuchs-Hexen auf dem Weg durch die große Stadt.
Amüsant daran sind vor allem das Scheitern der Vier und die gemeinsamen Versuche, sich aus einer schwierigen Situation zu retten. Was unweigerlich in die nächste Katastrophe führt.
Die Pilotepisode hat darüber hinaus einige spaßige, kleine Ideen zu bieten, unter anderem eine Witch-App für's Handy.
Fazit
In der Pilotepisode von Switch werden die Weichen gestellt, die großen Handlungsstränge vorgegeben. Das ist vor allem die Einsicht, dass die Vier noch viel zu lernen haben, obwohl sie sich so erwachsen und unabhängig fühlen möchten.
Switch hat gute Chancen, eine teils amüsante, lockere Geschichte zu erzählen, wenn sie ihre Stärken richtig ausspielen.