Swimming with Sharks Staffel 1
Swimming with Sharks Staffel 1 Episodenguide
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Bereits die erste Voice-over-Einführung von Jungstar Kiernan Shipka (Mad Men, Chilling Adventures of Sabrina) über das Haifischbecken Hollywoods wird mit einer illustren Montage von Skyline, Limousine, Schminkszenen und wilden Tieren untermalt. Schnell wird den Zuschauenden bewusst, in welcher Art von Serie wir uns hier befinden und der Start ist wahrlich fulminant und sehenswert:
Die junge Lou (Shipka) hat ihren ersten Tag als Praktikantin bei der Produktions-Firma Fountain Pictures.
Sie ist eine von dem halben Dutzend Praktikanten, der beiden Assistenten Travis (Thomas Dekker, The Secret Circle) und Alex (Ross Butler, Riverdale), die alles Erdenkliche dafür tun, dass Studiochefin Joyce (Diane Kruger, The Bridge (US)) ihren anspruchsvollen Job erledigen kann. Lou fällt dabei als Landpomeranze mit biederen Kleidchen und Spitzenkragen aus Colorado - beziehungsweise „dumb fuck Iowa“ - auf. Die Unschuld vom Lande ist im abgebrühten Hollywood aber durchaus attraktiv und erhält alsbald die Aufmerksamkeit von Studiomanager Marty (Finn Jones, Game of Thrones), der ihr die Regeln erklärt und eigene Interessen verfolgt. Bereits am Ende der Pilotepisode wird klar, dass Lou in einer Damentoilette die lesbische Autorin verführt und von einer Zusammenarbeit mit Fountain Pictures überzeugen kann.
Doch Krugers Joyce ist ebenfalls eine Getriebene: So muss sie dem Mehrheitseigner Redmond (brillant schmierig: Donald Sutherland) regelmäßig Rapport abstatten. Welchen Missbrauch hat sie auf dem Weg nach oben erfahren und muss sie auch weiterhin über sich ergehen lassen? Eine externe Übernahme oder das schnelle Ableben des kranken Firmenchefs wären da hilfreich... Erleichterung verschafft sie sich nach den nervenaufreibenden Treffen bei einem jungen Obdachlosen und eher weniger bei ihrem Ehemann Miles (Gerardo Celasco), mit dem sie endlich ein Kind zur Welt bringen möchte. Obacht, bereits bald treffen Miles und Lou aufeinander...
What you think means nothing
Swimming with Sharks basiert auf der gleichnamigen Filmkomödie mit Kevin Spacey und Frank Whaley in den Hauptrollen aus dem Jahre 1994. In der Serien-Adaption haben jedoch nicht nur die Rollen einen Geschlechtertausch erfahren, sondern auch die Atmosphäre kommt düsterer daher. Die Produktion ist außerdem das erste Serienoriginal des in den USA sehr erfolgreichen Roku-Channels, der mittlerweile knapp 60 Millionen aktive Nutzer vorweist. Roku ist ein US-Unternehmen, welches vor allem digitale Endgeräte fürs Streaming herstellt und zuletzt die Bibliothek des gescheiterten Streamingdiensts Quibi übernommen hat. Bei dem Deal war auch die hier betrachtete Miniserie mit dabei, die aufgrund der weltweiten COVID-Pandemie in der Produktion fast acht Monate lang unterbrochen war.

Fazit
Einen wunderbaren Start in das sagenumwobene Haifischbecken Hollywoods liefert die neue Miniserie Swimming with Sharks durchaus ab. Die unschuldige - aber mit allen Wassern gewaschene - Lou versus die abgebrühte Studiochefin Joyce: Dabei kommt eine klischeehafte, überspitzte Seriensoap raus, die unheimlich viel Spaß macht und zum Bingen einlädt. Diane Kruger und Kiernan Shipka haben sichtlich Spaß in dem Kampf um Macht, Liebe und Einfluss, gepaart mit einem starken Spritzer sexueller Spannung. Donald Sutherland liefert zusätzlich den feinen Humor als schmieriger und übergriffiger „alter weißer Mann“ Hollywoods, der mit Kruger über „Lachs“ und andere deutsche Ausdrücke scherzt.
Showrunner von „Swimming with Sharks“ ist die Schauspielerin Kathleen Robertson (Beverly Hills, 90210, The Expanse), die gemeinsam mit Regisseur Tucker Gates (Homeland, House of Cards) ein handwerklich absolut überzeugendes Werk abliefert. Großartige Sets, gute Kamera und ein feines Gespür für knisternde Spannung liefern die ersten Episoden. Robertson ist übrigens außerdem in einigen Rückblicken als Lous Mutter zu sehen.
Schade, dass die Mixtur gegen Ende in der üblichen Femme-fatale-Manie enden muss: Die Verrücktheit um Schwangerschaft und Mord wird immer weiter hochgefahren und die zu Beginn existente Faszination geht im actionreichen Finale völlig unter. Wir hätten Lous Aufstieg in Hollywood durchaus länger verfolgen wollen...
Die sechs halbstündigen Episoden sind seit dem 28. April in Deutschland auf Magenta TV auf Abruf zu sehen. Leider werden diese wöchentlich veröffentlicht, was äußerst „unbefriedigend“ ist, bei einer Episodenlänge von unter 30 Minuten.
Hier noch der Trailer zur ersten Staffel der Serie „Swimming with Sharks“:
«Swimming with Sharks» Trailer
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