Superstition 1x01

© ??Superstition“ / (c) Syfy
Seit dem 20. Oktober läuft die Mysteryserie Superstition auf Syfy. Mario Van Peebles ist dabei mit einer Trilogie an Aufgaben betreut. Er ist Schöpfer, Regisseur und gleichzeitig Darsteller des Oberhauptes der Familie Hastings, die im Zentrum der ersten dreizehn Episoden steht. Die Pilotfolge deckt erste familiäre Schwierigkeiten, Geheimnisse der Vergangenheit und die Bedrohungen in der Kleinstadt durch übernatürliche Mächte auf.
Die Geschichte
Der verlorene Sohn kehrt nach Hause zurück. Nach 16 Jahren mit der U.S. Army in Afghanistan taucht Calvin Hastings (Brad James) wieder in der Heimat auf und will erneut in das Familiengeschäft einsteigen. Dem Verlassen seiner Familie ging der Tod seines jüngeren Bruders Arlo voraus, was ihn heute noch verfolgt und was auch zwischen ihm und seinem Vater zu stehen scheint. Während seine Mutter vor Freude fast zusammenbricht, hält sich die väterliche Begeisterung über die Rückkehr des ältesten Sprosses in Grenzen. Isaac Hastings erklärt seinem Sohn zunächst, dass sich während seiner Abwesenheit einiges verändert hat und er seinen Tatendrang besser bremsen sollte. Die Hastings führen nicht nur ein ortsansässiges Bestattungsunternehmen. In den Hinterzimmern der alten Villa befinden sich dunkle Räume gefüllt mit alten Waffen, Laborinstrumenten, Büchern und allerlei Flüssigkeiten, die auf die Beschwörung mit Zaubersprüchen warten. Viel Zeit bleibt Calvin nicht, sich an die neuen Umstände zu adaptieren. Nach einem regelrechten Massaker beim Gottesdienst in einer Kirche werden zahlreiche Opfer mit Schlangenbissen gefunden. Einziger Hinweis ist eine altertümliche Goldmünze, die für ihren Besitzer nichts Gutes bereithält. Um die weiteren Münzen und deren dämonischen Verteiler ausfindig zu machen, vollzieht Bea Hastings (Robinne Lee) eine alte nubische Praktik. Diese endet leider mit ungewollten Nebenwirkungen. Am Ende der ersten Episode begeben sich Isaac und Calvin auf einen Friedhof, wo sie dem geheimnisvollen Wächter der Münzen begegnen. Es kommt zum Showdown mit schockierendem Ausgang.
Die Figuren
Die Figuren und ihre Darsteller sind für mich einer der Pluspunkte der ersten Folge von „Superstition“. Mario Van Peebles macht sich gut als entschlossenes, kämpferisches und etwas unterkühltes Familienoberhaupt. Die Liebe für seine Familie kommt nur in wenigen Szenen zum Vorschein. Die oberste Priorität in seinem Leben scheint schon immer die Bekämpfung des Bösen zu sein. Da blieb auch in der Vergangenheit nicht viel Platz für seinen ältesten Sohn Calvin. Er kehrt nach 16-jähriger Abwesenheit in die Heimat zurück und muss sich dort an allerhand Neuerungen gewöhnen. Vor allem muss er zunächst dem strengen Vater beweisen, dass er bereit ist, mit ihm gemeinsam in den Kampf gegen die Dämonen zu ziehen. Gehorsam steht dabei ganz oben auf der Liste. Der Tod von Calvins jüngerem Bruder Arlo wird kaum thematisiert. Die vergangenen Ereignisse, die damit in Zusammenhang stehen, scheinen bei den einzelnen Familienmitgliedern tiefe Wunden hinterlassen zu haben. Außerdem erfährt Calvin, dass er aus der damaligen Beziehung mit May Westbrook (Demetria McKinney) eine Tochter hat. May gehört zur örtlichen Polizei und ist im Gegensatz zu ihren Kollegen willig die Hastings zu unterstützen. Garvey, Calvins Tochter, ist indes nicht gut auf ihren Vater zu sprechen. Sie hat ihm nicht verziehen, dass er nicht nur ihre Mutter sondern auch sie im Stich gelassen hat. Für Frische und Humor wird auch gesorgt. Isaacs Assistentin Tilly (Tatiana Lia Zappardino) hat nicht nur das Aussehen eines etwas freakigen Genies, sie hat auch den einen oder anderen trockenen Spruch auf Lager. Auf jeden Fall ist noch reichlich Platz für zwischenmenschliche Dramatik, weitere schräge Typen und bösartige Schurken.
Die Wirkung
Ich hätte nicht vermutet, dass mich Inhalt und Genre überhaupt erreichen. Aber ich fand die Pilotepisode von „Superstition“ gar nicht mal übel. Die Schauspieler haben eine starke Präsenz, der Plot ist vielschichtig und es gibt genau die richtige Menge an Enthüllungen und offenen Fragen, sodass die Neugier des Zuschauers geweckt wird. Warum hasst jeder die Familie Hastings? Wieso bringt der geheimnisvolle Mann in Schwarz Unheil über die Bewohner von La Rochelle? Was genau hat Calvin in den letzten 16 Jahren gemacht? Wann und warum kamen die Dämonen überhaupt in die Stadt? All diese Fragen bleiben offen und werden hoffentlich in den folgenden Episoden geklärt. Es fehlt mir allerdings am dramaturgischen Spannungsaufbau. Die Ereignisse geschehen, ohne dass bei mir tiefe Emotionen geweckt werden. Es passiert alles ein wenig zu monoton für meinen Geschmack. Außerdem lässt die Optik der Effekte zu wünschen übrig. Da sich positive und negative Aspekte recht gleichwertig gegenüberstehen, gebe ich dem Auftakt von „Superstition“ 2,5 Sterne.
Verfasser: Gine Kreuzer am Mittwoch, 25. Oktober 2017(Superstition 1x01)
Schauspieler in der Episode Superstition 1x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?