Supernatural 11x13

© uciana Carro und Jensen Ackles in âSupernaturalâ / (c) The CW
Fall der Woche
In den ersten Minuten stellt uns die Episode Dan (Jim Thorburn) und Melissa Harper (Luciana Carro) vor sowie deren KindermĂ€dchen Staci (Zoe Fraser), mit der Dan eine AffĂ€re hat und die kurze Zeit spĂ€ter ermordet wird. Da Dan der nĂ€chste ist, der an âakutem Herzverlustâ stirbt, rĂŒckt Melissa verstĂ€ndlicherweise in den Kreis der VerdĂ€chtigen. Doch ganz so offensichtlich, wie man meinen könnte, verlĂ€uft die Handlung dann doch nicht.
Die Geschichte der Harpers ist eine eher klassische Beziehungsstory. Der Ehemann hat eine AffĂ€re, seine Frau weiĂ davon und will ihn zurĂŒckgewinnen und so nimmt das Schicksal seinen Lauf. Wobei der ĂŒbernatĂŒrliche Faktor in diesem Fall dabei nicht fehlen darf.
In Sachen Monster sieht vorerst alles nach einem Shapeshifter aus, doch Ă€hnlich wie bei anderen FĂ€llen der Woche ist die Lösung ein wenig komplizierter und es gilt fĂŒr Sam (Jared Padalecki) und Dean (Jensen Ackles) zunĂ€chst, den wahren MissetĂ€ter zu finden. Leider lĂ€sst der Fall dabei ein wenig die OriginalitĂ€t missen. Zwar wird uns mit der sogenannten âQareenâ ein neues Monster prĂ€sentiert, was wir in der Form noch nicht hatten, aber die Vorgehensweise der Kreatur erinnert sehr stark an den Film „It Follows“ von 2014 und es wird nicht so ganz klar, ob die Folge jetzt eine Hommage an den Film sein soll oder wesentliche Elemente schlicht kopiert und fĂŒr die Serie leicht angepasst wurden. Anmerkung: Der Film lohnt sich ĂŒbrigens und ist sicher einer der besseren Gruselfilme der letzten Zeit.

Aber zurĂŒck zur Episode: Sonja (Venus Terzo) ist die strippenziehende Hexe, die von Melissa um Hilfe gebeten wurde und eine ganz eigene Ansicht zum Beziehungsgeflecht der Harpers hat. Ihre Motive lassen sich zwar bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen, aber als Gegenspielerin ist sie doch zu blass, um uns lĂ€nger in Erinnerung zu bleiben. HĂ€tte man an ihrer Stelle Rowena (Ruth Connell) noch verwenden können, stĂŒnde die Folge vermutlich etwas besser da.
Von den Gastfiguren kann hier Melissa noch am ehesten ĂŒberzeugen. Mehr als einmal darf sie dem Monster entkommen und am Ende sogar Sam aus der Patsche helfen. Sie ist zwar keine der Nebenfiguren, von der man eine RĂŒckkehr erwarten darf, aber es ist erfrischend anders mit anzusehen, wie sie sich durch die Geschichte schlĂ€gt.
Winchesters
Die BrĂŒder sind hier abgesehen von der Auflösung des Falles auch fĂŒr ein wenig Auflockerung zustĂ€ndig. Besonders Dean darf dabei durch ein paar one-liner („,The Art of Dyeing' - well, can't say, she didn't warn you.“) und seiner Suche nach dem nĂ€chsten One-Night-Stand hervorstechen, auch wenn der Humor sich vergleichsweise in Grenzen hĂ€lt und sein âAntriebâ, sich das nĂ€chste Liebesabenteuer zu suchen, spĂ€ter in einem ganz anderen Licht erscheint.
Was generell in dieser Episode etwas störend auffĂ€llt, sind die Ermittlungsarbeiten und die Art und Weise, wie unsere âFBI-Agentenâ sich dabei verhalten. Normalerweise ist das besser gelöst, doch in Love Hurts fĂ€llt mehrmals auf, wie unglaubwĂŒrdig die Ermittlungen manchmal ablaufen. So zeigt Dan beispielsweise die Kameraaufzeichnungen, die ihn als TĂ€ter ausweisen, ohne groĂen Widerstand dem ihm gegenĂŒbersitzenden âBeamtenâ. Alibi hin oder her, im Realfall hĂ€tte er bestimmt darauf verzichtet, die Aufzeichnungen zu zeigen. Deans Reaktion darauf muss wĂ€hrenddessen in Dans Augen mehr als merkwĂŒrdig gewesen sein. Keine Verhaftung, stattdessen wird ihm geglaubt.
Derartige Situationen gibt es leider mehrfach in der Folge. Uns ist zwar bewusst, dass die Winchesters JĂ€ger sind und oft frĂŒher oder spĂ€ter einigen Figuren eröffnen mĂŒssen, dass sie sich mit ĂŒbernatĂŒrlichen Kreaturen beschĂ€ftigen (die Beweise dafĂŒr sind ja auch stets vorhanden). Dennoch hĂ€tte man sich hier etwas geschickter anstellen können, was die Ermittlungsarbeit und die Dialoge mit den Gastfiguren angeht.
Amara
Emily Swallow schaut diese Woche vorbei. Allerdings nicht als Amara, sondern als eine der Erscheinungsformen der Qareen, die es auf Dean abgesehen hat (von wegen Daisy Duke). Die Ăberraschung wurde durch die Opening Credits zwar ein wenig entschĂ€rft, aber Deans Verlangen nach One-Night-Stands rĂŒckt durch Amaras Erscheinen in ein anderes Licht.
Er versucht, sich von der ominösen Verbindung zu ihr abzulenken, sie zu unterdrĂŒcken. Aber, was er auch macht, so recht gelingen will das nicht und er fĂŒhlt sich schuldig dabei.

Dass die Episode auf Deans Offenbarung seiner Verbindung zu Amara gegenĂŒber Sam hinauslĂ€uft, kann als echte Ăberraschung gewertet werden. Sam hat schlieĂlich nicht gesehen, mit wem Dean da gekĂ€mpft hat. Zudem lieĂ sich, nachdem er Casifer (Misha Collins) gegenĂŒber das Geheimnis bereits enthĂŒllt hatte (und nicht Sam), vermuten, dass er auch diesmal davon absehen wĂŒrde, seinem Bruder Bericht zu erstatten.
Mit Erleichterung werden wir Zeugen davon, wie Dean sich ĂŒberwindet und das Thema zur Sprache bringt. Endlich, möchte man meinen, denn derartige Geheimnisse haben schon öfter der VerhĂ€ltnis der beiden belastet und nicht selten zu vorĂŒbergehenden Trennungen gefĂŒhrt. Schön zu sehen, dass man einen derartigen Weg nicht erneut gehen will.
Ebenfalls ĂŒberraschend war, wie Sam Deans GestĂ€ndnis aufnimmt. Er hatte so was in der Richtung schon geahnt, macht seinem Bruder aber keinen Vorwurf daraus, dass dieser so lange gebraucht hatte, um endlich damit herauszurĂŒcken. Der Zusammenhalt der beiden wird dadurch gestĂ€rkt und auch wenn die Folge auf einer ungewissen Note endet - schlieĂlich wird der Kampf gegen Amara nicht einfach werden - stimmt es uns doch zuversichtlich, dass Sam nun im Bilde ist und weiĂ, wie die Dinge um Amara und Dean stehen.
Fazit:
Die Episode ist nicht einfach zu bewerten. Angenehm war sicher, wie das Abenteuer auf die Aussprache von Sam und Dean hinauslief und damit letztlich einen wichtigen Teil zum ĂŒbergreifenden Handlungsbogen beitrug, der sich in der Form nicht erwarten lieĂ. Der Fall der Woche selbst andererseits hĂ€tte gerne origineller sein können, auch wenn sich ein guter Unterhaltungsfaktor nicht absprechen lĂ€sst. Es gab allerdings ein paar Sachen, die dabei weniger gelungen erscheinen. Ich vergebe mal drei von fĂŒnf Sternen.
Promo zur nĂ€chsten Episode, âThe Vesselâ (11x14), der US-Serie âSupernaturalâ:
Verfasser: Christian SchÀfer am Freitag, 12. Februar 2016Supernatural 11x13 Trailer
(Supernatural 11x13)
Schauspieler in der Episode Supernatural 11x13
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