Star Trek: Voyager 5x23

© zenenbild aus der âStar Trek: Voyagerâ-Episode â11:59â / (c) UPN
Was passiert?
Captain Janeway erzĂ€hlt die Geschichte ihrer Vorfahrin Shannon O'Donnell, die erste in einer langen Reihe von Forschern in ihrer Familie. In ihrer Erinnerung war O'Donnell eine der treibenden KrĂ€fte hinter dem Bau des Millennium Gates, eines ĂŒber eine halbe Meile hohen Turmes, der ein Modell fĂŒr die erste Marskolonie wurde. FĂŒr Janeway wurde sie zu einem Vorbild. Doch hat sie die Rechnung ohne Tom Paris gemacht, der sie auf Unstimmigkeiten zwischen Janeways ErzĂ€hlungen und den historischen Fakten stöĂtâŠ
Habt Ihr schon über Eure Lieblingsepisoden abgestimmt?
Dies & das
- Die Episode unkte, dass der Millenium-Bug (von 2000 auf 2001) keine Auswirkungen haben wĂŒrde - genau wie der von 1999 auf 2000. Abgesehen von kleinen ZwischenfĂ€llen waren diese Vorhersagen dann auch korrekt.
- Shannon O'Donnell erinnert sich, im Jahr 1969 mit 11 Jahren die Landung der Apollo 11 auf dem Mond gesehen zu haben. Somit muss sie wÀhrend den Ereignissen in dieser Episode 42 Jahre alt gewesen sein. Beim Blick in die Zukunft am Ende dann 92 Jahre.
- Neelix merkt an, dass die Chinesische Mauer vom Weltall aus zu erkennen ist und wird von Janeway nicht korrigiert. Ganz korrekt ist das jedoch nicht, da man unter optimalen Bedingungen höchsten den groben Verlauf der Mauer, nicht aber die Mauer selbst erkennen kann.
- UrsprĂŒnglich sollte die komplette Episode in unserer Zeit spielen. WĂ€hrend des Drehbuchschreibens entschied man sich aber dagegen.
Let's talk human
„The point is, there's some of him in you, just as there'll be some of you in your descendants.“ - „If I choose to procreate.“ - „Oh, I wouldn't dismiss it so lightly. Someday you might enjoy a little Seven of Nine Point Five running around.“ (Neelix und Seven)
„I, too, come from a distinguished line.“ - „His cousin's an electric shaver.“ - „Hardly. My program was compiled from the most advanced holomatrices in the Federation. My cousin was a prize-winning chess program.“ (Holodoc und Paris)
„Ship's status report.“ - „Let me guess: the holographic engineer is having problems with her program. Neelix, the Cardassian cook, is low on supplies. Seven of Twelve is regenerating. And Captain Chakotay is doing just fine. Just wondering how they'll piece together our lives a few hundred years from now.“ (Chakotay und Janeway)
„I'm stuck in the future. You're stuck in the past. But maybe we could... get unstuck in the present.“ (Shannon O'Donnell)
„Shannon O'Donnell inspired me when I was a girl. She had a... an influence on my imagination - on my goals.“ - „I never realized genealogy could have such an impact.“ - „I wouldn't have become a Starfleet captain if it wasn't for her.“ (Janeway und Seven)
„5am, December 27th, 2000. I'm in the great state of Indiana, I think. Saw the world's largest ball of string this morning; and the world's largest beefsteak tomato this afternoon. Was the size of a Volkswagen. The string, not the tomato.“ (Shannon O'Donnell)
„I'm in a transitional period.“ - „From what to what?“ - „From what I was doing to what I'm going to do.“ (Shannon und Henry)
„I love to see places I've never been and try new things. I'm kind of an explorer.“ - „Really? Hm. That station wagon of yours doesn't exactly look like a sailing ship.“ - „It's a rocket ship.“ - „My mistake.“ (Shannon und Henry)
„I thought it would look nice in your ready room, o-on the shelf, next to your desk?“ - „Thank you. But I'm not so sure she has a place there anymore.“ - „You are mistaken, Captain. Her life captured your imagination. Historical details are irrelevant.“ - „I concur with that analysis.“ - „If it weren't for Shannon O'Donnell, you never would have joined Starfleet.“ - „Yeah - and I would have never got you all stuck here in the Delta Quadrant.“ (Neelix, Janeway, Seven, Tuvok, Chakotay und wieder Janeway)
„To family.“ - „To family!“ (Janeway und ihre Crew)
A beautiful day on a beautiful ship
Es beginnt wie ein Routinetag: Janeway samt Kaffee auf dem Weg zur BrĂŒcke, den dauerplappernden Neelix im Schlepptau. Mit einem Ohr zuhören kann man schlieĂlich auch vor dem ersten Kaffee schon. Mehr braucht sie auch nicht: Denn Neelix berichtet nur von seinem kleinen Wissensquiz mit Tom Paris ĂŒber die Erde. Ein kleines ScharmĂŒtzel spĂ€ter, in dem Janeway durch Unwissenheit das Ego des Talaxianers sanft streicheln konnte, zeigt sich: der Captain der Voyager hat offenbar morgens noch ziemlich viel Freizeit. In ihrem Bereitschaftsraum erzĂ€hlt sie Neelix erstmal ganz in Ruhe eine kleine Geschichte. Die Geschichte der Shannon O'Donnell, die sich im Jahre 2000 anschickte, das berĂŒhmte Millenium Gate mit zu erbauenâŠ

Objects in the metaphorical rear mirror might seem different than they actually were
Und standesgemÀà wurde O'Donnell natĂŒrlich mit einem Jet eingeflogen - oder auch nicht. Denn bereits in diesem Einleitungssatz von Captain Janeway zeigt sich: Die ihr bekannten Geschichten ĂŒber Shannon O'Donnell zeigen eine mehr als verzerrte Version der wahren Geschehnisse. RĂŒckblende ins Jahr 2000: Die echte Shannon O'Donnell fĂ€hrt ein uraltes Auto, hat kein Geld, keinen Job und nichts mit dem Millenium Gate zu tun. Sie stolpert mit uns Zuschauern in diese verschlafene Kleinstadt namens Portage Creek und versucht nur sich zurechtzufinden, nachdem sie an der erstbesten Kreuzung bereits ihr Auto bei einem Auffahrunfall zerlegt hat. Wie gut, dass es neben all den geschlossenen und verlassenen GeschĂ€ften noch einen Buchladen gibt, der mit einem âWE'RE OPENâ-Schild lockt. Man ist ja nicht wĂ€hlerisch: Auto kaputt, tiefster Winter - also rein da.
When Henry met Shannon
Und hier beginnt sich das HerzstĂŒck der Episode zu entfalten. Shannon O'Donnell trifft auf Witwer Henry Janeway. Zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Hier die ewig Getriebene, Ingenieurin, eine Frau mit beiden Beinen in der RealitĂ€t und dem Blick in die Zukunft - jedoch auch eine Frau, die kein Zuhause hat oder sucht. Dort der ewig Gestrige, eine Art Eremit zwischen seinen BĂŒchern. Vereinsamt durch den Tod seiner Frau und fokussiert auf das was in seinem Leben blieb: Sein Sohn und sein kleiner angestaubter Laden. Doch begegnen sich die Beiden in ihrer gegenseitigen Sympathie auf einer Ebene, die Gemeinsamkeiten zulĂ€sst. Henry Janeway spĂŒrt, dass diese verirrte Seele Hilfe braucht und gewĂ€hrt ihr einen Job. O'Donnell scheint sich bei diesem kauzigen Mann, seinem Sohn und den ganzen stummen Zeitzeugen in den Regalen auf magische Weise willkommen zu fĂŒhlen.
So sind es dann auch die Dialoge zwischen den ungleichen Liebenden in spe, die hier ohne Anlaufzeit eine Spannung aufbauen. Ob in der Kneipe beim Bier oder spĂ€ter im Buchladen beim Wein. Grandios und romantisch, wie der offenbar gar nicht unkreative Janeway einfach ein Buch ĂŒber Paris an den Tisch stellt und so seine Weltsicht zeigt: Man kann auch Zuhause reisen. Durch BĂŒcher und Fantasie. SpĂ€testens hier hatte er die Zuschauer und das Herz von Shannon O'Donnell gewonnen.
Indecent proposals, goodbyes & cookies
Doch abseits von heiler Romantik stören andere VorgĂ€nge das Bild. So erhĂ€lt O'Donnell hinter dem RĂŒcken von Janeway das fast schon unmoralische Angebot, beim Millenium Gate-Projekt als Ingenieurin zu arbeiten. Ein Angebot, dass sie eigentlich nicht ausschlagen kann. FĂŒr diesen Job soll sie ânurâ Janeway zum Verkauf seines Ladens bewegen, da sonst das gesamte Projekt an einen anderen Ort verlegt werden mĂŒsse. Nicht nur zum Ărger von Projektleiter Moss und seinem Team, sondern natĂŒrlich auch zum Ărger von Janways Nachbarn, die alle schon ihre GrundstĂŒcke aufgegeben haben.
O'Donnell tut ihr Bestes. Doch auf Diskussionen dieser Art ist der kantige BuchhĂ€ndler nicht gut zu sprechen. Er verkörpert an dieser Stelle den Typus des unbeweglich gewordenen Mannes, der keine Neuerungen zulassen will und dem Fortschritt keinerlei Segen verspricht. Es kommt zum Streit - und Shannon O'Donnell will die Stadt verlassen. Das Projekt scheint gescheitert, doch Moss ist bereit, ihr dennoch an einem anderen Ort einen Job zu geben. Mit vielen offenen Enden verlĂ€sst sie schlieĂlich Portage Creek.
Doch braucht die Geschichte um die beiden verhinderten Verliebten ein Happy-End. Nicht nur aus Sicht des Drehbuchs, sondern weil diese beiden Charaktere es verlangen. Kein Wunder also, dass die Autobahn-Cookies, die O'Donnell sich gönnen will, ihr nicht wie gewohnt schmecken. Ein auf einmal nicht mehr passendes Ritual, das ihr zeigt: Es ist vielleicht Zeit, zu bleiben.
Ein weiterer Besuch kurz vor Mitternacht (und somit dem Ablaufen der Deadline) bringt die beiden dann endlich wieder auf eine Ebene. Wenn der eine in der Vergangenheit lebt und der andere in die Zukunft möchte, dann muss man sich eben zumindest in der Gegenwart treffen. Das Versprechen fĂŒr den Versuch einer gemeinsamen Zukunft.Um 23:59 Uhr, eine Minute vor Mitternacht, verlĂ€sst und schlieĂt Henry Janeway sein GeschĂ€ft. Das Gate-Projekt ist gerettet und zwei verlorene Seelen haben sich gefunden. Seifenoper? Meinetwegen. So schön wie hier nehme ich das aber jederzeit.

Meanwhile back at the ranch
Unterbrochen wird die Haupthandlung immer wieder durch kurze Sequenzen an Bord der Voyager. So erleben wir Janeway, wie sie mit Seven zusammen Aufnahmen des Millenium Gates bestaunt und die herbe Borg ermuntert, auch ĂŒber ihren Stammbaum Erkundigungen einzuholen. Idole und Helden sind neue Konzepte fĂŒr Seven - und Janeway ĂŒbernimmt nicht zum ersten Mal den Part der Mentorin, die diesmal ĂŒber die anregende Wirkung auf die Fantasie und den Nutzen solcher Vorbilder fĂŒr Inspiration und Selbstfindung hinweist.
SpĂ€ter assistiert Neelix Seven dann bei ihren Recherchen, nachdem er und Paris mal wieder mit ihrem kleinen Wissensquiz ĂŒber die Erde beschĂ€ftigt waren - und sich von der wandelnden Borg-Bibliothek belehren lassen mussten. Herrlich in dieser Szene ist der Austausch ĂŒber mögliche Nachkommen Seven. Ich sage nur âSeven of Nine komma fĂŒnfâ oder Neelix Versuch, den Namen Seven in einen Bezug zum Ă€hnlich klingenden Vorfahr Sven âButtercupâ Hansen zu bringen. In solchen Momenten ist der kleine talaxianische Kobold schlicht zum Knuddeln. Ein Hoch auf den liebenswerten Ethan Phillips.
Auch die Zusammenkunft, bei der alle relevanten Crewmitglieder ĂŒber ihre Vorfahren berichten, prĂ€gt den familiĂ€ren Charakter der ganzen Episode. Man mag sich, man verbringt Zeit miteinander. Einzig Tom Paris mutiert dezent zum Party Crasher, als er unverblĂŒmt darauf hinweist, dass eine O'Donnell ihm in seinen umfĂ€nglichen Recherchen niemals begegnet sei. Janeway ist irritiert und geschockt und beginnt ihre Recherche zu vertiefen. Mit keinem erfreulichen Ergebnis: Shannon O'Donnell war zwar in Portage Creek, hat aber - wie der Captain es zynisch ausdrĂŒckt - nur ihren Namen, aber nicht die Geschichte verĂ€ndert.
GegenĂŒber Chakotay hinterfragt sie, wie historische Fakten ĂŒber die Zeit verloren gehen und irgendwann unter UmstĂ€nden vollkommen sinnentstellt wiedergegeben werden. Hier nimmt die Serie augenzwinkernd Bezug auf ihre eigene - grandiose - Episode Living Witness, an der ebenfalls Brannon Braga und Joe Menosky als Autoren mitgewirkt haben. Gen Ende der Episode sinniert eine traurig Janeway in ihrem halbdunklen Quartier, als sie von Neelix in die Messe gebeten wird. Die versammelten FĂŒhrungsoffiziere möchten den neu geschaffenen âTag der Vorfahrenâ mit ihr begehen und denen gedenken, die sie inspiriert haben. Janeway erhĂ€lt zur Feier des Tages ein gerahmtes Bild von einer zum Zeitpunkt des Fotos 92-jĂ€hrigen Shannon O'Donnell im Kreise ihrer Familie. Doch der Captain ist reserviert und zweifelt, dass ihre Vorfahrin noch eine derartige Ehre verdient hat.
Es ist ausgerechnet Seven, die mit Hilfe von Tuvok und Chakotay widerspricht. Egal wie es sich Ende 2000 letztlich zugetragen hat: Die Geschichten ĂŒber O'Donnell haben ihren Anteil daran, dass Kathryn Janeway zu dem wurde, was sie heute ist. Und das ist am Ende des Tages auch schon eine Menge wert. Eine wunderschöne Ăberblendung zwischen einem Foto der versammelten Voyager-Familie und vom Moment, als das O'Donnell-Foto entstand, beendet eine wirklich bemerkenswerte Episode.
Not just business as usual
Man kann es gar nicht genug herausstellen: Kate Mulgrew liefert als ihre eigene Vorfahrin Shannon O'Donnell eine grandiose Performance ab. Sie verbindet Eigenschaften von Janeway mit einem nicht ganz perfekten Mensch unserer heutigen Zeit und kreiert auf diese Weise einen vollkommen anderen Charakter, der uns sofort vertraut und sympathisch aber auch etwas fremd und somit auf spannende Weise ĂŒberraschend ist. Ein ganz dickes Kompliment!
Wie schwer exakt diese Konstellation fĂŒr Schauspieler sein kann, musste in Star Trek: Enterprise Jolene Blalock in Carbon Creek erfahren. Auch sie durfte in RĂŒckblenden ihre eigene Vorfahrin auf der Erde spielen. Heraus kam dabei schlicht eine 1:1-Kopie von T'Pol. Ob die Rolle nicht mehr hergab, das Spielen von zwei verschiedenen Vulkanierinnen zu kompliziert ist oder ob Blalock nur ĂŒberfordert war - man weiĂ es nicht.

Fakt ist: Mulgrew zeigt auf diesem Sektor allen wo der Hammer hĂ€ngt. Wenn man diesen Weg wĂ€hlt, erhĂ€lt man hier ein Lehrbeispiel. Bei einer Leistung dieser Art wĂ€re es desaströs gewesen, wenn der zweite zentrale Charakter von einem schwachen Darsteller gespielt worden wĂ€re. Zum GlĂŒck jedoch wĂ€hlte man Kevin Tighe, der den Henry Janeway mit Charme, Verschrobenheit, Witz und einer gesunden Portion SkurrilitĂ€t spielt. Tighe und Mulgrew spielen sich - auch getragen von den Ă€uĂerst gelungenen Dialogen - perfekt den Ball zu und entwickeln in kĂŒrzester Zeit eine tolle Chemie.
Doch auch die Szenen an Bord der Voyager fallen nicht ab: Alle Darsteller sind mit SpaĂ und Esprit dabei und hinterlassen einen sympathischen Eindruck.
Technical issues
Auch vom technischen Standpunkt - der sich bei einer so geerdeten Episode fast verbietet - gibt es nichts zu Meckern.
Der Soundtrack von David Bell passt sich der AtmosphĂ€re der RĂŒckblenden an und liefert einige Töne abseits der Seriennorm. Die Kulissen auf dem Paramount-GelĂ€nde wurden liebevoll gestaltet und prĂ€sentieren uns ein etwas in der Zeit stehengebliebenes Kaff im Nirgendwo.
Gelungen sind auch Janeways Traumsequenz von der ersten Mondlandung und die sehr effektvolle (wenn auch kleine und simple) Szene mit den anrollenden Baggern bei Nacht. Die kreative Idee, immer wieder kurze Sequenzen aus Sicht einer TV-Ăbertragung zu zeigen, bringt eine zusĂ€tzliche Lebendigkeit und einen extra Grad an Realismus in die Handlung. Hier verbinden sich am Ende viele kleine, aber gute Ideen zu einem stimmigen Ganzen.
FĂŒr die kurze Abschlusssequenz gab man sich sogar die MĂŒhe, Mulgrew auf alt zu Schminken und sie im Kreise ihrer Familie sogar in Aktion zu zeigen. Wunderbar!
Visions of the future
Interessant sind auch die Zukunftsvisionen, die die Serie im Mai 1999 prĂ€sentierte. So war man sich scheinbar sehr sicher, dass sowohl der Wechsel zu 2000 als auch der zu 2001 keine gröĂeren Probleme bringen wĂŒrde. Korrekt wie sich zeigen sollte - hier gibt es Punkte fĂŒr hellseherisch begabte Vorhersagen.
Das faszinierende Millenium Gate hingegen, das nach der Seriengeschichte um 2012 herum hÀtte fertiggestellt werden sollen, ist bisher leider keine RealitÀt geworden. Hier war die Episode zwar visionÀr, aber auch etwas zu optimistisch.
The Reviewer's wife
Die Frau des Rezensenten lobte ebenfalls die klasse Leistung von Kate Mulgrew in einer völlig anderen, geerdeten und entspannten Rolle. AuffĂ€llig fand sie die Gestaltung des Ortes Portage Creek, der fĂŒr sie wie aus den finstersten Achtzigern wirkte und somit nicht ganz zum Jahrtausendwechsel passte. Das Motiv der Familie, welches sich von der Crew der Voyager bis zurĂŒck zu ihren Vorfahren spannte, gefiel ebenfalls. Am Ende blieb ein dickes Lob fĂŒr eine völlig andere aber wunderschöne Episode!

Gib dem Kind einen Namen
Inhaltlich ist dieser Titel sowohl im Original als auch auf Deutsch die gelebte Reduktion - eine Einbeziehung der Rahmenhandlung an Bord der Voyager wĂ€re sicher möglich gewesen, ist aber nicht vorhanden. Dennoch: Selten passte ein so schlichter Titel dermaĂen gut.
Fazit
11:59 ist eine vollkommen untypische Trek-Episode, die gĂ€nzlich auf Action oder SF verzichtet und sich mit Hingabe auf eine kleine Geschichte konzentriert, die fĂŒr den Charakter der Kathryn Janeway jedoch an Relevanz kaum zu toppen ist. Da auch der Rest der Stammcrew in charmant-witziger Art Anteil an Handlung und Aussage erhĂ€lt, Gastdarsteller Kevin Tighe eine klasse Performance liefert und vor allem Kate Mulgrew als ihre Vorfahrin wunderbar aufspielt, liefert die Serie hier ein Kleinod ab, dass man sich immer wieder anschauen möchte. Die Voyager-Familie funktionierte selten so schön wie hier.
Habt Ihr schon über Eure Lieblingsepisoden abgestimmt?
Morgen geht es im Review-Countdown weiter mit meinem vorerst letzten Highlight aus dem Bereich âKlein aber feinâ. Dann am Start: In Krisenzeiten gibt es nicht nur groĂe Triumphe sondern auch schmerzhafte Verluste. Klingt nach DS9? Mitnichten. Eine ausgezeichnete Episoden von âStar Trek: Enterpriseâ erwartet uns.
Ăbersicht zum Review-Countdown
Hier findet ihr die bisher erschienenen Reviews nach Serien sortiert zum Nachlesen:
Star Trek
Where no man has gone before (Pilot)
The Conscience of the King (Klein aber fein)
Star Trek: The Next Generation
Encounter at Farpoint (Pilot)
Lower Decks (Klein aber fein)
Star Trek: Deep Space Nine
Emissary (Pilot)
...Nor the Battle to the Strong (Klein aber fein)
Star Trek: Voyager
Caretaker (1) (Pilot)
11:59 (klein aber fein)
Star Trek: Enterprise
Broken Bow (1) (Pilot)
Star Trek: Die Kinofilme
„Star Trek: The Motion Picture“
Verfasser: Björn SĂŒlter am Samstag, 8. August 2015(Star Trek: Voyager 5x23)
Schauspieler in der Episode Star Trek: Voyager 5x23
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?