Star Trek: Discovery 4x09

Star Trek: Discovery 4x09

In der Folge Rubicon der US-Serie Star Trek: Discovery sollen Book und Tarka von ihrem Plan abgebracht werden, die Gravitationsanomalie zu zerstören. Ein bekanntes Gesicht betritt die Discovery, um die Durchführung der Mission zu sichern.

Sonequa Martin-Green in Star Trek: Discovery, (c) Paramount+
Sonequa Martin-Green in Star Trek: Discovery, (c) Paramount+
© onequa Martin-Green in Star Trek: Discovery, (c) Paramount+

Rubicon

Nachdem es letzte Woche eher ruhig zuging, gilt es in Rubicon, Tarka (Shawn Doyle) und Book (David Ajala) davon abzuhalten, die nun fertiggestellte Waffe gegen die DMA zu zünden. Notfalls mit extremen Mitteln, wie Commander Nhan (Rachael Ancheril), die die Mission überwachen soll, schließlich mitteilt. Aber ehe es um die potenzielle Zerstörung der DMA oder (auf der anderen Seite) von Books Schiff geht, soll zunächst per getarntem Shuttle versucht werden, Book und Tarka dingfest zu machen. Überraschungen bestimmen der Verlauf dieser Folge und sorgen für beachtliche Fortschritte.

Für mich war die Episode jedenfalls extrem spannend und wendungsreich, auch wenn nicht alle Momente wie vermutlich gewünscht funktionieren. Die Rückkehr von Nhan (zuletzt in Staffel drei gesehen) ist durchaus willkommen und lässt die Vermutung zu, dass sie schließlich irgendwann zur Discovery zurückkehren wird (dort wird ohnehin noch ein guter Sicherheitsoffizier gebraucht). Nhans Rolle ist aber nachvollziehbar, denn weder Rillak (Chelah Horsdal) noch Vance (Oded Fehr) können darauf vertrauen, dass Michael (Sonequa Martin-Green) in Bezug auf Book die richtige beziehungsweise notwendige Entscheidung trifft - und aktuell ist die Discovery das einzige Schiff, was die beiden und deren Plan noch aufhalten kann. Und genau darauf liegt diese Woche der Fokus.

Kleinere Nebengeschichten sind ebenfalls vorhanden. Hauptsächlich geht es dabei um Saru (Doug Jones) und Präsidentin T'Rina (Tara Rosling), aber auch Dr. Culber (Wilson Cruz) und einige Mitglieder der Brückencrew treten hin und wieder etwas prominenter auf. Für Paul (Anthony Rapp) und Zora (Annabelle Wallis) sind derweil Recherchen im Hintergrund angesagt.

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Shuttle

Nachdem Commander Nhan die Discovery betreten hat, macht Michael kein Geheimnis aus ihrer Rolle. Die Crew wird über die Prämisse informiert, welche zunächst vorsieht, dass Saru, Culber, Rhys (Patrick Kwok-Choon) und Bryce (Ronnie Rowe) mit einem getarnten Shuttle aufbrechen, um Books Schiff zu infiltrieren. Michaels Kenntnisse sollen helfen, damit die Mission schnell und problemlos verläuft. Aber Tarka hat einen Verteidigungsmechanismus installiert, der sich als äußerst effektiv erweist.

Es geht direkt spannend los, wenn die Besatzung des Shuttles auf unerwarteten Widerstand trifft und die Uhr zu ticken beginnt. Als Zuschauer kann man sich zwar halbwegs sicher sein, dass Figuren wie Saru oder Culber nicht auf diese Art und Weise aus der Serie scheiden werden, aber dennoch ließ sich gut mitfiebern. Book und Tarka helfen sogar, damit die vier noch in der letzten Millisekunde herausgebeamt werden können. Ein Hinweis darauf, dass es trotz des Zerstörungsvorhabens nicht das grundsätzliche Ziel der beiden ist, Menschenleben zu gefährden. Allerdings dürfen wir uns schon fragen, wie Tarka „nebenbei mal eben“ diesen Verteidigungsmechanismus unbemerkt von Book installieren konnte und vor allem, weshalb er diesen autonom gestaltet hat, so dass er sich nicht mehr abstellen lässt.

Nach diesem Vorfall gehen Book und Tarka, die die Waffe bereits fertiggestellt haben, auf Konfrontationskurs mit der Anomalie. Allem Wissen zum Trotz, welches mit ihnen nach der letzten Episode geteilt wurde. Die neuen Erkenntnisse werden mit der Begründung abgewiesen, dass die DMA jederzeit in eine neue Region aufbrechen und somit den nächsten bewohnten Planeten gefährden könnte. Derweil zeigt Nhan auf der Discovery eine Möglichkeit auf, um Books Schiff zu zerstören.

Michael vs. Book vs. Tarka

Die Folge geizt nicht mit Erklärungen, wenn es um die Vorgehensweise von Michael und Book geht. Die beiden kennen sich sehr gut, wissen, welche Manöver der oder die andere vollziehen wird und auch, ob und wie sich miteinander diskutieren lässt. Abermals lassen sich beide Standpunkte nachvollziehen und als Nhan mit ihrer extremen Lösung daherkommt, wird es zeitlich erneut knapp für Michael, um einen (alternativen) Ausweg zu finden.

Diesen Ausweg liefert Stamets in letzter Sekunde ab. Denn die DMA wird noch gut eine Woche in dieser Region verweilen, um das Boronit vollständig zu ernten. Somit könnten Book und Tarka die Füße noch ein paar Tage stillhalten, was der Föderation die Gelegenheit geben könnte, um einen ersten Kontakt zur unbekannten Spezies 10C herzustellen und möglicherweise weiteres Unheil (wie die Zerstörung von Kwejian) abzuwenden. Ein Deal, auf den Book gerne eingeht und während schon alle am Feiern sind, kommt doch noch das dicke Ende.

Ruon Tarka wurde eingangs bereits als „Wildcard“ bezeichnet. Was ihn betrifft, wissen wir noch nicht genug über seine Motive, geschweige denn, wie er tickt, wenn es hart auf hart kommt. Dem wird diese Woche mehrfach Abhilfe geschaffen. Zuerst, als der Verteidigungsmechanismus (von dem Book nichts wusste) greift, danach, als er die Torpedos in Richtung Discovery (mit offensichtlicher Zerstörungsabsicht) abfeuert und schließlich, als er die Waffe gegen die DMA vorzeitig zündet. In meinen Augen ist Tarka damit ein Bösewicht, denn er scheint ausschließlich auf den eigenen Erfolg aus zu sein und geht dafür über Leichen. Ob die Figur sich davon noch erholen kann, wage ich zu bezweifeln.

Ausschnitt aus der Episode Rubicon der US-Serie Star Trek: Discovery
Ausschnitt aus der Episode Rubicon der US-Serie Star Trek: Discovery - © Paramount+

Gravitationsanomalie und Spezies 10C

Je nachdem, ob man die Ereignisse dieser Woche nun nachvollziehbar empfand oder nicht, wird vermutlich auch die Wertung ausfallen. Michaels Shuttle-Einsatz oder auch das Katz- und Mausspiel mit Book können da sicher unterschiedliche Reaktionen hervorrufen, auch wenn unsereins einen Großteil davon als nachvollziehbar und überzeugend empfindet. Aber die Frage, die jetzt brennt, ist natürlich, wie es weitergeht.

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Die DMA wurde zerstört. Zum Ausmaß des Schadens erfahren wir nicht viel, aber wer auch immer hinter der Spezies 10C steckt, sorgt direkt für Nachschub. Denn die USS Mitchell berichtet über diesen Ersatz, womit die Bedrohung längst nicht vom Tisch ist. Rätselhaft ist mir derweil, weshalb das Erscheinen einer neuen DMA als erster Kontakt angesehen wird. Wird da nicht nur ein Gerät durch ein anderes ersetzt und macht genau dort weiter? Eine Kontaktaufnahme sehe ich jedenfalls noch nicht, bin aber gespannt, wie die gestaltet wird - schließlich wäre das aktuell der nächste Schritt.

Tarka konnte derweil sein Ziel nicht erreichen. Ich hatte mich schon gefragt, wie er mit seiner Waffe verhindern will, dass die Energiequelle beim Einsatz hops geht, aber dafür gab es eine Erklärung. Dumm nur, dass die DMA offenbar ihre Energie von jenseits des Wurmlochs erhält (und direkt ersetzt wird). Falls er als Figur noch an Bord bleiben soll, müsste sein nächster Schritt ebenfalls sein, Kontakt mit den Machern der DMA aufzunehmen oder - als Bösewicht - die Energiequelle irgendwie zu sichern. Kein Plan, wie Tarka da in die weitere Handlung eingebunden wird.

Sonstiges

Saru und T'Rina kommen sich wieder ein Stück näher, nachdem Saru um die Hilfe der Präsidentin von Ni'Var gebeten hat. Offenbar ist unser Kelpianer, der sonst wie ein Fels in der Brandung sichere Tipps für jedes Besatzungsmitglied parat hat, selbst ein bisschen ins Zweifeln geraten, wie er manche Situationen angehen soll. Die Einladung zu einem gemeinsamen Dinner kommt da überraschend hinzu, weshalb Saru Dr. Culber um weiteren Rat bittet.

Glücklicherweise hat Culber sich selbst bereits ein wenig erholt und gibt den einzig richtigen Rat an Saru weiter. Somit können wir gespannt sein, wie sich die Beziehung zwischen Saru und T'Rina entwickeln wird. Hoffentlich gut und wehe, uns wird das Abendessen der beiden nicht gezeigt.

Ausschnitt aus der Episode Rubicon der US-Serie Star Trek: Discovery
Ausschnitt aus der Episode Rubicon der US-Serie Star Trek: Discovery - © Paramount+

An anderen Stellen gibt es kleinere Auftritte der Brückencrew. Rhys und Bryce haben einen verbalen Streit an Bord des Shuttles und auch an anderer Stelle gibt es kleinere Dialoge zwischen den Nebenfiguren. Zur weiteren Charakterentwicklung tragen diese Situationen allerdings nur wenig bei, weshalb sie leider weniger wichtig erscheinen. In meinen Augen wäre es sinnvoller, die Brückencrew tatsächlich mal mit größeren Rollen in einzelnen Episoden zu versehen. Nicht unbedingt so, wie letzte Woche mit Owosekun (Oyin Oladejo) geschehen, aber die Richtung passte da schon. Insofern schade, dass Rhys und Bryce nicht die Gelegenheit hatten, zusammen mit Saru und Culber ihre Mission durchzuführen. Da hätte sich charaktertechnisch sicher noch was rausholen lassen.

Fazit

Das war mal ein gewaltiger Schritt nach vorne, auch wenn das Resultat nicht das erwartete ist und jede unserer Figuren Tarka unterschätzt hat. Der nächste Schritt dürfte da sicher ein erster Kontakt mit der unbekannten Spezies sein, von daher wird die Spannung nach dieser ohnehin spannenden und wendungsreichen Folge weiter hochgehalten. Von mir gibt es diese Woche vier von fünf Sternen. Und von Euch?

Sneak Peek zur nächsten Folge:

Hier abschließend noch das Sneak Peek zur nächsten Episode (4x10) der Serie Star Trek: Discovery:

Verfasser: Christian Schäfer am Samstag, 19. Februar 2022
Episode
Staffel 4, Episode 9
(Star Trek: Discovery 4x09)
Deutscher Titel der Episode
Rubikon
Titel der Episode im Original
Rubicon
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 17. Februar 2022 (Paramount+)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 18. Februar 2022
Erstausstrahlung der Episode in der Mediathek
Freitag, 11. Februar 2022

Schauspieler in der Episode Star Trek: Discovery 4x09

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