Social Distance Staffel 1
Social Distance Staffel 1 Episodenguide
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Auf Netflix ist eine Serie an den Start gegangen, die von der Corona-Pandemie inspiriert wurde. In der achtteiligen Anthologieserie Social Distance geht es - wer hätte es gedacht? - um das Phänomen des Social Distancing. Dabei wird in jeder Episode ein anderes Szenario gezeigt, das durch die Corona-Pandemie hervorgerufen wurde.
Anthologie-Serie über die Corona-Pandemie
In diesem Review werde ich nicht groß auf den Inhalt der ersten Staffel eingehen können, da es sich um acht voneinander getrennte Storylines handelt. Somit gibt es keine zusammenhängende Handlung und den Inhalt der Episoden zu verraten, hat insofern keinen Sinn, dass jede Folge wie ein kleines Überraschungspaket ist: Man weiß nie, welches Element des Social Distancing nun beleuchtet werden wird. Mit diesem Format gesellt sich die Anthologieserie zu anderen Serien ihrer Art wie Amazon Prime Videos Modern Love und HBOs Room 104. Abgesehen davon ist die Netflix-Produktion nicht die einzige Serie, die sich der Corona-Pandemie widmet. So wird sich auch zum Beispiel Grey's Anatomy sich mit der Corona-Pandemie beschäftigen.
Verschiedene Szenarien der Corona-Pandemie
In jeder Episode der Serie „Social Distancing“ wird eine neue Perspektive eingenommen: Man verfolgt ein anderes Leben, ein anderes Szenario. Dadurch werden viele verschiedene Blickwinkel auf das Social Distancing gegeben und der Umgang damit dargestellt. Dabei geht die Serie eher die negativen Aspekte dieses Umstandes an beziehungsweise welche Komplikationen mit diesem neuen Lebensstil einhergehen.
So wird ein alleinlebender trockener Alkoholiker gezeigt, der alleine seinen Liebeskummer und das Alleinsein bekämpfen muss. Es wird sich auch einer Familie gewidmet, die online Abschied von ihrem geliebten Großvater/Vater/Liebhaber nehmen muss. Auch die Auswirkung auf das Liebesleben, wenn sich beide Partner 24/7 sehen, wird gezeigt. Ebenso wird dem Alltag einer Pflegerin und einer Professorin nachgegangen. Es werden aber auch die Helfer der Corona-Krise wie eine Ärztin und eine Krankenschwester in den Fokus gerückt. Zuletzt folgt die Netflix-Serie einer dreiköpfigen Familie, in der die Mutter am Corona-Virus erkrankt ist und der Vater versucht mit besten Kräften, seiner Frau zu helfen und die schlimme Lage vor seinem Sohn zu verstecken. Ohne diesen Teil hätte der Serie auch etwas Wichtiges gefehlt.
Insgesamt bietet die Serie pro Folge einen kleinen Einblick in die verschiedensten Szenarien des Leben. Dabei geht es zumeist um den Tod, um Krankheit, das Alleinsein oder eben das Gegenteil - das ständige Aufeinandersitzen...
Desktop-Serie
Wir folgen dem Alltag der Protagonisten stets durch technische Mittel. Diese audiovisuelle Form der Fernsehserien beziehungsweise der Filme wird Desktop-Film beziehungsweise Screenmovie genannt. Während ich das Format bisher an sich immer in der Theorie spannend fand, konnte es mich doch nie so ganz überzeugen. Doch in diesem Kontext, finde ich, wurde es äußerst gut eingesetzt, da es Sinn ergibt, das Thema des Social Distancing über technische Mittel rüberzubringen. Denn so sah der Alltag der Großteil der Bevölkerung in den letzten Monaten oder zumindest zur Zeit des Lockdowns aus. Unsere sozialen sowie unsere beruflichen und schulischen Kontakte waren auf ein physisches Minimum beschränkt und verlagerten sich beinahe komplett auf die Online-Welt.
Pilotreview zu Social Distance
Bekannte Netflix-Gesichter
Wie so oft holt Netflix für seine Produktionen bekannte Gesichter aus dem Netflix-Universum zu sich: Neben Luke Cages Mike Colter und Orange Is the New Blacks Danielle Brooks sind auch Darsteller aus Chilling Adventures of Sabrina, When They See Us, Atypical und Dead to Me mit an Bord. Dabei leisten alle Schauspieler gute bis sehr gute Arbeit.

So kommt die 1. Staffel von Social Distance rüber
Trotz der Kürze der Episoden und der damit zusammenhängenden Knappheit der einzelnen Handlungen findet man doch schnell in die Episoden hinein. Das Setting ist stets ziemlich klar. Durch dieses Format wird es außerdem überhaupt nicht langweilig. Die Episoden dauern nur 20 Minuten und wenn einen eine Episode langweilt, kann man sie auch einfach überspringen, da die Storylines ja nicht aufeinander aufbauen. Ich bin der Meinung, dass gerade hier das Format der Anthologieserie sehr gut gewählt wurde, denn so können verschiedene „Social Distancing“-Szenarien präsentiert werden. Man muss sich nicht auf einen Alltag während der Corona-Pandemie fokussieren. Zudem muss diesem nicht mehr Zeit als nötig gewidmet werden. Den Machern gelingt es jeweils, in der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit eine Perspektive des Social Distancing vollkommen einzunehmen und zu vermitteln.
Durch dieses Format hatte man außerdem eine große Vielfalt an Erzählungen und Perspektiven auf die Corona-Pandemie, die trotz der Schwere des Themas durchaus unterhalten haben. So wurden Themen wie der Tod, eine Corona-Erkrankung et cetera eher spaßig verpackt. Insgesamt kann die Serie aufgrund ihres Erzählstils trotz des Inhalts ihrer Erzählung vor allem dem Genre Comedy zugeordnet werden.
Fazit
Social Distance ist ein ganz netter Zeitvertreib, der nicht groß in die Tiefe geht oder durch die kurze Zeit nicht groß in die Tiefe gehen kann. Die Comedy ist aber auch ganz interessant, um die Szenarien mit dem eigenen Umgang des Lockdowns zu vergleichen. Sowohl das Format der Anthologieserie als auch das der Desktop-Serie sind äußerst gut gewählt und eingesetzt. Somit kann die Netflix-Serie durchaus empfohlen werden: Sie erfindet zwar das Rad nicht neu, aber sie liefert kurzweilige Unterhaltung, die das wohl aktuellste Thema behandelt. Durch die acht 20-minütigen Episoden ist die 1. Staffel auch sehr binge-freundlich.
Hier abschließend noch der Trailer zur neuen Netflix-Serie „Social Distance“:
«Social Distance» Trailer
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