Sloborn Staffel 3
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Zwei Jahre mussten die Zuschauer und Fans von Christian Alvarts (Dogs of Berlin) beklemmender und seinerzeit fast schon (wenn auch überspitzt) prophetischer Zukunftsvision auf eine Fortsetzung warten. Doch seit dem 2. Februar ist es so weit und die sechsteilige dritte Staffel von Sloborn konnte bei ZDFneo geschaut werden und steht in der ZDFmediathek zum Streamen bereit.
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Die Vorgeschichte wird in den beiden ersten Serienstaffeln von 2020 und 2022 geschildert. Der Ausbruch einer letztlich weltweiten Pandemie, die durch ein mutiertes Taubengrippe-Virus verursacht wurde und dessen Betroffene fast immer auf grausame Weise versterben dezimiert die Menschheit auf etwa ein Achtel ihrer ursprünglichen Bevölkerungszahl. In „Sloborn“ erleben wir die Schicksale einer zusammengewürfelten Gruppe von Menschen auf der titelgebenden (fiktiven) Nordseeinsel nahe der dänischen Grenze und später auch darüber hinaus mit.
Zu Beginn der dritten Staffel sind die Überlebenden dabei, zumindest innerhalb gewisser Bahnen die Alltäglichkeit wiederherzustellen. Evelin (Emily Kusche, „Doppelgänger“), ihre Brüder Alexander (Ron Antony Renzenbrink, „Alfons Zitterbacke“), Peter (Maximilian Brauer, „Freundschaft auf den zweiten Blick“) und Lukas (Phileas Heyblom, „Bonhoeffer“) sowie Evelins elfmonatige Tochter Mila (die kleine Lucia Wernze) leben in der Gemeinschaft im Husumer Laurentius-Krankenhaus, das von einem Konzil unter Leitung von Ärztin Reichart, genannt Nachtigall (Katinka Auberger, „Ein großes Versprechen“) regiert wird.
Evelins Freund Devid (Aaron Hilmer, „Im Westen nichts Neues“) gehört dort zu den Suchern, die die letzten Lebensmittel- und Treibstoffreservoire aufspüren. Der hochintelligente Herm (Adrian Grünewald, „Zero“) arbeitet zusammen mit Elektrikerin Finja (Thea Ehre, „Bis ans Ende der Nacht“) und anderen an dem Projekt, ein nahegelegenes Windrad wieder flottzumachen, um die Kolonie in der Klinik mit Strom zu versorgen.
Auf der Insel Sloborn hingegen bewirtschaftet Ex-Jugendstraftäter Lobo (Zoran Pingel, Hohlbeins - Der Greif) die ehemalige Sozialeinrichtung Sonnenhof als Bauer. Jedoch wird er von Visionen der getöteten Sozialarbeiterin Freja (Karla Nina Diedrich, „Malibu“) heimgesucht.
Andernorts haben die einstigen Plünderer unter Führung von Erik Stoever (Manuel Harder, „Lux: Krieger des Lichts“) das totalitäre Camp Klabaster errichtet, in dem Gefangene Sklavenarbeit verrichten müssen, darunter Keith (der vorwiegend als Rapper Symba bekannte Sylvian Adam Mabe). Hier leben auch die weiblichen Jugendstraftäter Hatice (Safinaz Sattar, „Mysterium“), Solveigh (Asia Luna Mohmand, „Freies Land“) und die biestige Ella (Lea van Acken, „4 Tage bis zur Ewigkeit“), die zur Gespielin Stoevers aufgestiegen ist, der sich selbst „der Dux“ nennt. Im Camp Klabaster befindet sich auch Schriftsteller Nikolai Wagner (Alexander Scheer, „Das Wunder von Kapstadt“), der wie ein Tier gehalten wird und seine Peiniger mit Comedy-Nummern belustigen muss.
Durch eine Beobachtung des Camps der Sucher kommt Evelin auf den Verdacht, dass ihr nach einem Helikopterabsturz totgeglaubter Vater Dr. Richard Kern (Wotan Wilke Möhring, „Gletschergrab“) im Camp Klabaster gefangen gehalten werden könnte. Nachtigall verwehrt ihr die Genehmigung, dem nachzugehen. So lässt sie die Kleine bei ihren Brüdern und bricht im Alleingang ins Camp Klabaster auf.
Dort stellt sich sehr schnell heraus, dass der Mann im Schutzanzug ihres Vaters nicht dieser selbst ist, sondern ein unbekannter Arzt (Ole Lagerpusch, „Die Habenichtse“), der durch Zufall an Dr. Kerns Schutzkleidung gelangt ist.
Dieser Arzt ist vom Gedanken besessen, ein Heilmittel gegen die Taubengrippe zu finden und unterzieht die Gefangenen barbarischen Menschenversuchen. Nachdem er die als immun geltende Evelin in die Hände bekommen hat, wird sie zu seinem bevorzugten Versuchskaninchen.
Evelin arbeitet gemeinsam mit dem mit seiner kleinen Schwester Lina ebenfalls gefangenen jungen Asylbewerber Arianhdit (die Newcomer Wilma Haynes und Tidiane Jamayn Diallo) verzweifelt an einem Fluchtplan. Gleichzeitig versuchen ihre Freunde und ihre Geschwister ebenfalls, sie zu befreien.
Nach einer verlustreichen und gefährlichen Befreiungsaktion sowie einer schicksalhaften Reise müssen sie sich schließlich einer schwerwiegenden Erkenntnis stellen.
Gleichbleibendes hohes Niveau

Seitens des Produktionsaufwandes der von Showrunner Christian Alvarts Produktionsfirma Syrreal Entertainment in Zusammenarbeit mit Tobis Film, Nordisk Film und dem ZDF realisierten dritten Teils von „Sloborn“ hat sich gegenüber den beiden Vorgängerstaffeln nicht viel verändert. Allerdings spielt nun nur noch ein kleiner Teil auf der titelgebenden Insel.
Da das Szenario trotz seiner Bedrohlichkeit mittlerweile nichts Neues mehr ist, steht in Staffel drei neben dem Weitergang der Handlung in weiten Teilen die Charakterentwicklung im Vordergrund. Unter anderem natürlich die von Evelin (Emily Kusche) und ihren Geschwistern und Freunden, aber beispielsweise auch des Schriftstellers Nikolai Wagner (Alexander Scheer).
Ferner ist der fortschreitende Verfall jedweder Menschlichkeit in der neuen Alltäglichkeit ein wichtiges Thema in den neuen Folgen. Bestes Beispiel ist der ehemalige Baumarktleiter Stoever (Manuel Harder), der sein Camp in despotischer Weise regiert.
Und fast nebenbei kommen auch aktuelle Themen wie die Reichsbürgerszene im Hintergrund der Geschehnisse in der fiktiven Pandemie nicht zu kurz.
Angesichts solcher Serienproduktionen muss man sich ernstlich fragen, warum sie hierzulande noch immer vergleichsweise selten sind (wenngleich sich jedoch insbesondere in der letzten Zeit einiges in der Hinsicht geändert hat). Und im Kino stattdessen noch immer vorwiegend an alten Zöpfen hängt. Dass es auch anders geht, zeigen Serien wie „Sloborn“ bestens und der Erfolg gibt ihren Produzenten recht.
Das Ende
Leider werden die sechs Folgen der dritten Staffel von „Sloborn“ mit den Titeln „Eine neue Welt“, „Mach dich nützlich“, „Die große Chance“, „Die leise Nacht“, „Klabaster sterben einsam“ und „Sünden der Väter“ auch die letzten der Serie sein. Eine vierte Staffel wird es nach momentanem Stand nicht geben. Als kleines Trostpflaster wird die überaus gelungene Abschlussstaffel Ende Juni 2024 so wie die beiden ersten ebenfalls auf Blu-ray erscheinen.
Fazit zur 3. Staffel

Natürlich lässt uns das Serienfinale mit einigen mehr oder weniger offenen Enden zurück, die nunmehr wohl nur noch in der Fantasie der Zuschauer aufgelöst werden. Insgesamt jedoch hat „Sloborn“ in seiner knapp dreieinhalbjährigen Laufzeit eins deutlich gezeigt, nämlich, dass aufwändige dystopische Szenarien durchaus nicht nur in Hollywood oder auch Südkorea möglich sind.
Die gefeierte Serie Dark hat es ein paar Jahre vorher ja bereits vorgemacht. Das Ende von „Sloborn“ lässt uns in der Hoffnung zurück, dass derartiger Spannungsstoff auch in Zukunft die Streaming-TV-Landschaft bereichern möge. Für Staffel drei von „Sloborn“ jedenfalls gibt es volle fünf Windräder von uns.
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«Sloborn» Trailer
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