Shoot the Messenger 1x01

In der Pilotepisode der CBC-Serie Shoot the Messenger lernen wir eine junge Journalistin kennen - und sie die dunkle Seite der Politik.
Worum es geht
Daisy Channing (Elyse Levesque, The Originals) hat ein leidenschaftliches Verhältnis mit dem attraktiven Cop Kevin Lutz (Lyriq Bent, Rookie Blue) und einen vielversprechenden Informanten an der Hand. Es läuft zu Beginn der Episode Beginner's Luck gut für die junge Journalistin. Doch was diese hochinteressanten Informationen von ihrem Kontakt genau beinhalten, werden wir und sie in den nächsten 40 Minuten nicht mehr erfahren. Denn als sie am nächtlichen Treffpunkt ankommt, sieht sie, wie jemand, mit dem sich ihre Quelle trifft, aus dem Hinterhalt erschossen wird. Die geschockte Frau wählt den Notruf und verstrickt sich anschließend in ein grausames Rätsel, das bis in die hochrangige Politik reicht.
Ihre Quelle will sie nicht preisgeben, bis sie sich auf einen Deal mit ihrem Liebhaber einlässt. Sie bekommt den Namen des Toten im Austausch gegen den Namen ihrer Quelle. Sie verspricht, nichts zu verraten, bis die Polizei die Familie des Toten benachrichtigt hat. Unterdessen wartet ihre Chefin Mary (Alex Kingston, Emergency Room) auf den Artikel und der kommt dank des Einsatzes von Tatortfotos direkt auf die Titelseite. Leider unterläuft der Nachwuchsjournalistin ein folgenschwerer Fehler: Sie verwechselt den Toten mit seinem Bruder und deklariert damit den falschen Mann auf der ersten Seite der Zeitung tot. Doch statt entlassen zu werden, setzt Mary sie weiter auf den Fall an, damit sie es wiedergutmachen kann. Als erstes soll sie sich bei der Familie entschuldigen, die zu einer muslimischen Gemeinde gehört. Bei der Mutter trifft sie gleichzeitig ein wie der für tot erklärte Sohn. Kurz ist die Freude groß, doch dann überbringt Daisy die Nachricht, dass der zweite Bruder tot ist. Trotzdem spricht die Mutter noch mit der Journalistin und erzählt von ihrem rechtschaffenen und liebenswerten Sohn, der nun tot ist.
Unterdessen ermittelt Lutz mit seinen Kollegen in Richtung von Eric Lawson (Al Sapienza, The Sopranos), einem Firmenboss, der Daisys Quelle Hassan Ali (Araya Mengesha) als Fahrer eingestellt hatte. Doch von dem ebenfalls verwundeten Hassan Ali ist keine Spur zu finden. Nur wir wissen, dass er es mittlerweile zu seinen Mitverschwörern geschafft hat, von denen jedoch einer Muffensausen bekommt.
Daisy ermittelt unterdessen ebenfalls auf den Spuren von Hassan und bekommt eine Adresse zugespielt. Auf dem Weg dorthin ruft ihre Schwester sie an und sagt ihr, dass sie sich ausnahmsweise einmal um den pflegebedürftigen Vater kümmern muss. Daisys Schwester hat eine heikle Affäre, die sie ihrer Schwester, der Journalistin, nicht anvertrauen will. Die Reporterin macht dennoch zunächst einen Abstecher in Hassans Wohnung, deren Tür offen steht und die verwüstet ist.
Wie kommt es rüber?
In der Pilotepisode bleibt Daisy das Klischee einer fiktiven Journalistin aus seichteren Produktionen, in denen unbekannte Quellen mit Adressen herausrücken, wenn die Story vorangetrieben werden muss. Außerdem bedient sie das Klischee einer Affäre mit einem Cop, der damit zu den traditionellen Gegenspielern der investigativen Presse im Fernsehen gehört. Fast jede Entscheidung, die sie trifft, fühlt sich an wie ein unmittelbarer Schritt ins totale Verderben; nicht zuletzt verkauft sie den Namen ihrer Quelle ohne mit der Wimper zu zucken an ihren Lover. Und trotzdem schreibt die Story ihr ein Naturtalent und eine Einzigartigkeit als Journalistin zu.
Auch andere Aspekte der Pilotepisode bleiben unter der Logikbrille mindestens fragwürdig: so zum Beispiel der Umstand, dass die Polizei dreimal so lange braucht, um jemanden zu schicken, der die Familie des Toten benachrichtigt wie die Journalistin, die sogar verschlafen hat. Auch stellt sich die Frage, wieso die offen stehende Wohnung des Überlebenden niemanden interessiert, bis Daisy Zeit hat, sich der Sache zu widmen.
Über das große Rätsel der Serie lässt sich nicht viel sagen, denn die Autoren geben uns keine Hinweise darauf in der Pilotepisode. Sicher, etwas muss es damit auf sich haben, dass beide Männer am Tatort (der Tote und der Angeschossene) offenbar einen muslimischen Hintergrund haben, aber was genau das damit zu tun hat, bleibt unklar.
Fazit
Die Serie Shoot the Messenger legt einen durchwachsenen Start hin. Die Story bleibt lückenhaft, die Charaktere sind kaum mehr als Klischees. Doch wie es eine solche Art von Serie an sich hat, muss ein echtes Urteil offen bleiben, bis die Story sich ausgebreitet hat und sich die noch offen stehenden Fragen klären.
Trailer zur Serie „Shoot the Messenger“:
Verfasser: Serienjunkies.de am Freitag, 18. November 2016Shoot the Messenger 1x01 Trailer
(Shoot the Messenger 1x01)
Schauspieler in der Episode Shoot the Messenger 1x01
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