Scandal 1x07

Die Serie Scandal hat bereits in der letzten Episode, The Trail, ein großes Überraschungsfeuerwerk geboten, für das Staffelfinale Grant: For the People bleibt die schmutzige Nacharbeit und die emotionale Seite der Geschichte.
Der zweite Mord
Gideon (Brendan Hines) hat seine Funktion als Reporter, der zu viel wusste, bestens erfüllt und tritt nicht ab, ohne noch ein Problem für seine neue Freundin Quinn (Katie Lowes) zu hinterlassen. Sowohl Mörder als auch Freundin des Opfers müssen mit den Folgen dieses Todes erst einmal klarkommen. Quinn hat dafür die Krisenmanager um Olivia (Kerry Washington), die direkt jede Spur verwischen.
Billy (Matt Letscher) trifft seine Entscheidung alleine und sieht sich als Märtyrer für Vizepräsidentin Sally Langston (Kate Burton). Er opfert sich selber um den Präsidenten mit in den Abgrund ziehen zu können. Dadurch wird er zum gefährlichen Gegner für Olivia, denn er hat nichts mehr zu verlieren. Natürlich sieht das nur so aus bis er Olivia in einem wohl ziemlich gedankenlosen Moment erzählt, was ihm noch am Herzen liegt: Dass Sally zur Präsidentin aufsteigt.
Das Dreamteam ist zurück
Einen positiven Nebeneffekt hat der Skandal, den Billy heraufbeschwört: Olivia und Cyrus (Jeff Perry) stehen wieder gemeinsam hinter Fitz (Tony Goldwyn). Doch der hat sich entschieden, erst gar nicht zu kämpfen. In einer Aussprache eröffnet er Olivia, dass er bereit wäre, zurückzutreten und alle Konsequenzen auf sich zu nehmen wenn er dann mit ihr zusammen sein könnte. Die emotionalen Seiten dieser Episode, im Grunde der ganzen Staffel, speziell wenn es um Olivia und den Präsidenten geht, weist eine starke Tendenz zur Melodramatik auf. Das stört manchmal mehr, manchmal weniger. In der Episode Grant: For the People scheint es kein Ende zu nehmen, denn die Aussprache zwischen den Verliebten ist erst der Anfang. Noch bevor Amanda sich entscheiden kann, stehen Cyrus und Stephen (Henry Ian Cusick) bereit, ihr eine Ansprache darüber zu halten, wieso es nicht richtig wäre, an dieser Stelle den eigenen Gefühlen zu folgen.
Und so setzt Olivia sich gegen Mellie (Bellamy Young) ab, ohne dabei gefühllos zu wirken. Sie entscheidet sich aus hehren Gründen dafür, Fitz nicht zurücktreten zu lassen.
Die Eiskalte
Anders als Mellie, die ihren Mann sich selbst überlässt als er nicht bereit ist, für seine Karriere zu lügen. Und doch hat Cyrus in einem Punkt Unrecht gehabt: In seiner düsteren Vorhersage, was passieren wird, sagte er, dass die Zeiten sich geändert haben und Mellie nicht zu ihrem Mann stehen und leiden würde wenn die Affäre ans Licht käme. Doch sie haben sie alle unterschätzt.
Im Angesicht des großen Skandals zeigt sich, wer der härteste Hund im Weißen Haus ist. Nicht Cyrus, nicht Olivia und schon gar nicht der Präsident, es ist die First Lady, die sich als wahre Krisenmanagerin offenbart. Und als Gegengewicht zu den melodramatischen Blicken, die sich Fitz und Olivia zuwerfen macht das richtig Spaß, ihr zuzusehen, wie sie ihr eigenes Haus aufräumt.
Der Stille im Hintergrund
Nicht nur Mellie hat erst in den letzten Episoden ihre wahre Stärke gezeigt, auch Huck (Guillermo Díaz) hat sich in der Wahrnehmung des Zuschauers stark verändert. Erst war er der Stille, der für Amanda durchs Feuer gegangen wäre. In einer Umgebung, in der eine scharfe, schnelle Zunge von größter Wichtigkeit ist, konnte man ihn in den ersten Episoden sehr unterschätzen. Doch jetzt ist er neben Olivia und Quinn der Dritte in der Gruppe, der eine eigenständige Rolle innehat. Über seinen ehemaligen Kollegen Charlie erfahren wir, dass es Cyrus war, der den Mordauftrag für Amanda gegeben hat. Und wir sehen, dass er einen weiteren Auftrag angenommen hat, von Huck: Einen Mord an Billy im Aufzug.
Wer ist Quinn?
Nachdem die großen Überraschungen schon in der letzten Episode abgegrast worden sind, bleibt für das Staffelfinale in dieser Hinsicht nicht mehr viel übrig. Wir wissen bereits alles und mit der Episode werden die Geheimnisse um Amanda und Gideon auch offiziell gelöst. Doch einen Joker haben die Scandal-Autoren noch: Quinns falsche Identität. Neu ist, dass Olivia davon weiß und ihre Mitarbeiterin mit allen Mitteln schützt. Und dieses Geheimnis gibt dann doch noch einen starken Cliffhanger ab: Wer ist Quinn Perkins und wie schlimm muss ihre Vergangenheit sein, wenn Olivia bereit ist, einen Mörder zu decken um ihre Identität zu schützen?
Fazit
Die Serie Scandal hat ein starkes Staffelfinale hingelegt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sie nur sieben Episoden Zeit hatten, einen echten Spannungsbogen aufzubauen und uns die Figuren ans Herz zu legen. Das haben sie sicherlich bei vielen Zuschauern geschafft, auch wenn die Episode Grant: For the People ein bisschen hinter der vorletzten Episode der Staffel, The Trail zurücksteht.
Verfasser: Serienjunkies.de am Sonntag, 30. Juni 2013(Scandal 1x07)
Schauspieler in der Episode Scandal 1x07
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?