Rizzoli & Isles 7x04

Rizzoli & Isles 7x04

Maura und Korsak versuchen neue Wege zu gehen während Jane eine neue Freundin findet. Und ganz nebenbei bringen die drei auch noch einen weiblichen Drogenboss zu Fall. Die Episode Post Mortem bringt eine Menge Unterhaltung auf die Mattscheibe.

Im Einsatz: Jane (Angie Harmon) / (c) TNT
Im Einsatz: Jane (Angie Harmon) / (c) TNT

Am Ende der Rizzoli & Isles-Episode Post Mortem darf wieder gefeiert werden, dieses Mal ist es ein Geburtstag. Und auch wenn Korsak (Bruce McGill) es nicht über die Lippen bringt, wir sind traurig, U.S. Postal Inspector CJ Prescott (Yvette Nicole Brown, Community) gehen zu sehen. Überhaupt scheint in dieser Abschiedsrunde immer wieder das nahende Ende durch. Doch bevor wir den großen Rewatch ausrufen, gehen wir noch einmal durch, was diese Episode mal wieder so unwiderstehlich gemacht hat.

Neues und Neue

In erster Linie sind da wie immer ganz einfach Jane (Angie Harmon) und Maura (Sasha Alexander) zu nennen. Es ist unendlich traurig, die Gerichtsmedizinerin leiden zu sehen, und das auch noch in einem für sie sehr empfindlichen Punkt. Aber es ist einfach wahnsinnig unterhaltsam, ihr dabei zuzusehen, wie sie neue Dinge austestet. Und wie dann auch noch Jane dazustößt und sich mit ihrer Unwissenheit ein bisschen blamiert, nur ein ganz kleines bisschen, denn unsere Lieblingsermittlerin verliert nie die Fassung - auch nicht, wenn sie aus Versehen fremden Frauen von hinten ins Ohr haucht, welches Musketier sie seien. Ohnehin münzt Jane jede unangenehme Situation früher oder später in einen witzigen Spruch um. So auch dieses Mal, als sie die überhebliche Belehrung über verschiedene Schwerttypen mit einem Augenzwinkern wiederholt.

Es dauert wie üblich nur eine kurze Szene und man ist dem Charme dieser beiden komplett verfallen. Doch im Fall von Post Mortem legen die Autoren am Ende nochmal richtig nach. Denn Mauras charmant-unbeholfener Karaoke-Auftritt und dann auch noch die Rettung durch Nina (Idara Victor) sind schon fast zu viel Idylle. Mit seiner Aufmerksamkeit und seiner Art, Maura Informationen zu entlocken, hat Kent (Adam Sinclair) es geschafft, den perfekten Moment für die Gerichtsmedizinierin zu schaffen: auf der Bühne, während sie sich außerhalb ihrer Komfortzone wagt, unterstützt und bejubelt von ihren Freunden, mit ihrem Lieblingslied. Für die Unterstützung, die Kent Maura und den anderen schon seit längerem entgegenbringt, sollte er in dieser Staffel noch belohnt werden. Und vielleicht könnte da etwas mehr sein als dass er endlich sein schottisches Lied singen darf.

Die beste tickende Zeitbombe

Als tickende Zeitbombe wird sie uns vorgestellt. Als Frau, die sich durchsetzt ohne Rücksicht darauf, ob sie damit nett rüberkommt oder beliebt ist, lernen wir sie dann kennen. U.S. Postal Inspector CJ Prescott bringt einen ganz eigenen Charme mit. Neben ihr wirkt Jane diplomatisch und zurückhaltend, und das muss man erst einmal schaffen. Doch sie hat auch einen wachen Verstand und das Herz auf dem richtigen Fleck, das erkennt ihre neue Kurzzeitkollegin und so landen die beiden anschließend gemeinsam in der Bar. Es ist schön und auch interessant zu sehen, mit wem Jane sich da so schnell anfreunden kann. Denn für gewöhnlich findet sie jegliche Eindringliche ja erst einmal nervig, vor allem wenn sie in ihre Ermittlungen pfuschen. Doch CJ hält nichts von hohlen Höflichkeiten und das verbindet sie mit der Polizistin. Und sie hängt mit Leidenschaft und Einsatzwillen an ihrem Job, auch das weiß eine Rizzoli zu schätzen. In gewisser Weise funken die beiden auf einer Wellenlänge.

Doch einen Unterschied gibt es: Jane hat über die Jahre gelernt, wie sie es - zumindest meistens - schafft, sie selbst zu sein und sich den Umgang mit anderen leicht zu machen. Nicht mit ihrer Familie und ihren Freunden; letztere hat sie sich ausgesucht, weil sie sie nehmen, wie sie ist und erstere lieben sich gegenseitig ohnehin von Grund auf. Doch Jane weiß, wann sie sich im Job zügeln muss um ans Ziel zu kommen. Man kann nicht immer ganz so reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist und ständig sagen was man denkt, wenn man ans Ziel kommen will. Wichtig ist aber, dass man denkt, was man will und weiß, wer man selbst ist. Dann kann man es auch ertragen, sich zeitweise für das große Ziel zu verstellen. Manchmal ist das Undercover-Arbeit, manchmal ist es lediglich ein nerviger Zeuge oder ein unverschämter Vorgesetzter. Jane findet meistens einen Weg, sich selbst treu zu bleiben. Und den versucht sie auch CJ zu zeigen. Denn - ohne Witz - Jane verteilt in dieser Rizzoli & Isles-Episode Lebensführungstipps.

Außerdem schön an der Episode Post Mortem ist, dass die Helferin und die zentrale Täterin weiblich sind, von den beiden Ermittlerinnen ganz zu schweigen. Nach Serien voller Männer haben wir das verdient und dass die Sache ohne moralische Keule daherkommt, sondern fast unauffällig eingeflochten wird, veredelt die Folge noch mehr.

Fazit

Nur noch sieben Episoden bis zum Abschied. Und dass Cast und Crew der Serie im Moment außerdem einen Lauf haben, einfach immer das Richtige zu tun und zu zeigen, macht die Finalstaffel gleichzeitig großartig und traurig.

Promo zur Episode „Shadow of Doubt“ (7x05) der US-Serie „Rizzoli & Isles“:
Verfasser: Serienjunkies.de am Donnerstag, 23. Juni 2016

Rizzoli & Isles 7x04 Trailer

Episode
Staffel 7, Episode 4
(Rizzoli & Isles 7x04)
Titel der Episode im Original
Post Mortem
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 20. Juni 2016 (TNT)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 15. März 2017
Autoren
Meredith Philpott, David Holland
Regisseur
Mark Haber

Schauspieler in der Episode Rizzoli & Isles 7x04

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