Rizzoli & Isles 6x16

Die Episode East Meets West hat alles, was eine gute Rizzoli & Isles-Episode zu bieten haben muss: Sie ist albern, emotional und ein ganz kleines bisschen spannend.
Veränderungen
Gut, letzteres bezieht sich weniger darauf, dass man wirklich bei der Mördersuche mitfiebert oder die Ermittlungen atemberaubende Wendungen nehmen. Spannend wird es vor allem, weil man neben zahlreichen anderen Gefühlen und Gedanken auch ein kleines bisschen hofft, dass der netten Frau und ihrem Neffen nicht durch schlechte Umstände ihre Chance auf ein gutes Leben verbaut wird. Immerhin kann man dem Jungen moralisch nichts vorwerfen, er wurde angeschossen, weil er einen Mord verweigert hat. Dass er am Ende dann doch eine tödliche Kugel abfeuerte, war reiner Selbstschutz.
Beide bleiben so sympathisch, dass man ihnen wünscht, aus der Sache wieder heil rauszukommen. Besonders schön ist in diesem Zusammenhang die Szene, in der Jane (Angie Harmon) die Frau darauf hinweist, dass sie selbst es geschafft habe, sich ein Leben mit ehrlichen Methoden aufzubauen. Denn das wird ja gerne vergessen. Sie wollte ihrem Neffen die Chance auf ein besseres Leben ermöglichen und dabei übersieht sie ganz, dass sie es selbst verhältnismäßig weit gebracht hat. Eine rührende Szene, obwohl wir die Frau kaum kennen und wohl auch nicht so schnell wiedersehen werden.
Berührend sind auch wie üblich die Szenen zwischen den Hauptfiguren. Im Vordergrund steht wie schon seit einiger Zeit Janes Angst, dass sich etwas Grundlegendes verändern könnte. Und damit ist nun nicht mehr nur Korsak (Bruce McGill) gemeint. Jane beginnt in der Episode East Meets West auch, darüber nachzudenken, dass auch Maura (Sasha Alexander) in Rente gehen will und sich dann einen Lebensabend in Maine machen möchte.
Jane hat über die Staffeln viel durchgemacht. Des Öfteren ist sie ins Visier gefährlicher Krimineller geraten und zuletzt kam es ganz dicke, weil der Gegenspieler immer noch unidentifiziert in der Gegend herumläuft. Jederzeit könnte er wieder zuschlagen. Er hat Jane bereits ihr Zuhause genommen und ihre Freunde bedroht.
Verständlich also, dass sie an allem Guten festhält, was sie noch hat. Und das ist ihre Clique, in der sich beruflicher und privater Bereich nicht mehr trennen lassen. Auch ihr Job selbst gibt ihr Sicherheit, jetzt wahrscheinlich noch mehr als vor den Angriffen. Sie sitzt nicht untätig herum, sondern sie jagt die Bösen der Stadt. Dass sie Angst vor Veränderungen hat, kann man also verstehen.
Es ist bewundernswert, wie ihre Freunde darauf reagieren. Alle schaffen es, den schmalen Grat zu treffen, ihr eigenes Leben nicht hinter die Bedürfnisse eines anderen zu stellen und ihre Freundin dabei trotzdem nicht zurückzustoßen.
Gegensätze
Ein weiteres Thema der Episode East Meets West sind die Gegensätze. Angefangen bei Frankie (Jordan Bridges) und seiner neuen Flamme, bis hin zu Mauras lyrischer Hausaufgabe.
Fangen wir bei dem jüngeren Rizzoli-Bruder an. Er sieht gut aus und er ist charmant. Über die Staffeln hinweg hat er etwas aus sich gemacht: aus dem Rookiestatus heraus zum gestandenen Streifencop und bis hin zum Mordermittler. Wir haben ihm unterwegs bei vielen Flirtversuchen zugesehen, doch die große Liebe war bisher nicht dabei. Mit der namenlosen Mieterin mit dem perfekten Ausspähapartment scheint das nun anders zu sein. Zwischen den beiden fliegen die Funken, aber die schüchternen, vorsichtigen, auf denen sich oft etwas Festes aufbauen lässt - zumindest in Serien. Wie alle aus der Clique hat auch Frankie sich etwas Liebesglück verdient und es scheint in seine Richtung zu rollen.
Die andere Storyline in Sachen Gegensätze betrifft Maura. Sie soll ein Gedicht zum Thema „Das Gegenteil von mir“ schreiben und tut sich damit schwer. Doch sie ist nicht alleine, denn Kent (Adam Sinclair) steht bereit, um ihr zu helfen. An dieser Stelle mischt sich in die Gedichtsstory eine Krankheit. Maura verliert in vielerlei Hinsicht die Kontrolle über ihr Leben, nicht grundlegend, nur so weit, wie es manchmal gar nicht so schlecht ist. Sie versucht, die jüngsten Ereignisse um ihre Entführung zu verarbeiten und - wie alles andere in ihrem Leben - geht die Sache mit dem Kopf an. Sie macht eine Therapie, sie nimmt an einer Schreibwerkstatt teil und gibt sich selbst Zeit. Doch manches ist nicht mit dem Kopf zu lösen und die Krankheit bringt sie dazu, loszulassen, sich fallen zu lassen.
Sie findet sich in Fieberträumen wider und lässt sich von Kent wie ein Kind einpacken. Kent mit seiner oft unkonventionellen Art ist genau der richtige Laborpartner für Maura. Er scheut nicht vor ihr zurück und fasst einfach mal an. An seiner Seite kann Maura auch mal ihre alberne Seite entdecken und dafür ist nicht zwangsläufig Marihuana vonnöten. Liebesschwingungen hingegen scheint es zwischen den beiden keine zu geben und das ist auch gut so.
Fazit
Die Episode East Meets West bleibt als ein schönes Stück aus dem Leben der Clique in Erinnerung, ohne dabei besonders hervorzustechen.
Promo zur Episode „Bomb Voyage“ (6x17) der US-Serie „Rizzoli & Isles“: Verfasser: Serienjunkies.de am Mittwoch, 2. März 2016(Rizzoli & Isles 6x16)
Schauspieler in der Episode Rizzoli & Isles 6x16
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?