Rizzoli & Isles 5x06

Episoden, in denen Jane (Angie Harmon) und Maura (Sasha Alexander) sich trennen müssen, haben immer einen besonderen Charme. Und das nicht nur wegen der herzlichen Wiedersehensszenen, die dazugehören. Auch das Scheinwerferlicht, das für die anderen Figuren dabei abfällt, kann bezaubern. In der Episode Knockout dürfen Susie (Tina Huang) und Korsak (Bruce McGill) ihren großen Auftritt feiern.
Ziehtochter
Jane erwartet ein Kind, und die Rizzoli & Isles-Autoren schenken uns eine Episode, in der Mauras Kollegin Susie in den Fokus rückt. Susie ist - beruflich gesehen - eine Art Ziehtochter für Maura, jemand, dem sie etwas beibringt, den sie lobt, der zu ihr aufschaut. Maura nimmt diese Aufgabe verantwortungsbewusst wahr und vor allem sehr ernst. Jane zeigt sich seit jeher als coole Tante, die Susie animiert, auch mal über die strengen Regeln hinwegzusehen und locker zu lassen.
Auch in der Episode Knockout trägt das wieder zu einer wunderbaren Atmosphäre bei. Und es zeigt sich mit Blick auf das anstehende Babyglück: Nur zusammen sind sie das Dreamteam. Jane ist nicht verantwortungslos, aber mit Maura an ihrer Seite hat sie die Gelegenheit, die Lockere zu sein, weil sie weiß, dass ihre Freundin alles, was wirklich über die Stränge schlägt, mit einem mahnenden Blick auffängt. Das Besondere an dieser Konstellation ist, dass sie wirklich so sind. Keine der beiden muss sich verstellen, damit die Dynamik funktioniert. Sie geben sich gegenseitig die richtigen Freiräume und mischen sich an den passenden Stellen ein.
Mauras Videobotschaften von der Konferenz und die kurze Szene von Party-Maura sind eine nette Abwechslung. Doch der heimliche Star der Geschichte ist Susie, die mit ihren kleinen Nachbildungen eine Maura-ähnliche Eigenart offenbart, die genauso verschroben-liebenswert ist wie die ihrer Kollegin.
Der große Auftritt
Auf der anderen Seite der Episode Knockout sorgt Korsak für rührende Momente, indem er uns einen Blick in seine wilde Vergangenheit offenbart, als er eine Band hatte.
Angela (Lorraine Bracco), als jemand nahe seiner Generation, weist darauf hin, was wichtig für junge Menschen ist: Nicht tote Erinnerungen, wie Gitarren, sondern echte, neue Erlebnisse, die an die Vergangenheit anknüpfen, wie ein Auftritt mit dem Freund des toten Großvaters. Auch hier jubeln die Rizzoli & Isles-Macher uns eine kleine Weisheit unter, die man mitnehmen oder einfach ignorieren und die Story genießen kann. Die Frage nach der richtigen Erinnerung spielt so kurz nach dem Tod eines Kollegen auch für die Serienautoren eine große Rolle. Wie geht man weiterhin damit um, dass Frost nicht zurückkehren wird?
Die Antwort, die die Episode Knockout gibt, ist nur eine Facette des Umgangs. Doch es ist eine schöne Seite. Wie Angela Korsak sagt, sind die Verstorbenen immer noch in den Herzen derer, die sie geliebt haben. Man muss ihnen keine Denkmäler bauen, man kann aber die Erinnerung an die Geliebten lebhaft bewahren.
Fazit
Die Rizzoli & Isles-Autoren haben im Moment mit zwei emotionalen Größen umzugehen: Auf der einen Seite ist da der reale Freitod eines Schauspielers, auf der anderen Seite die fiktive Schwangerschaft von Jane. Mit der Episode Knockout zeigen sie wieder einmal, dass sie dieser Herausforderung mehr als gewachsen sind. Zwischen der leichten Unterhaltung bringen sie uns rührende Szenen und geben uns auch die eine oder andere Weisheit mit auf den Weg.
Verfasser: Serienjunkies.de am Mittwoch, 23. Juli 2014(Rizzoli & Isles 5x06)
Schauspieler in der Episode Rizzoli & Isles 5x06
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