Rizzoli & Isles 4x13

Rizzoli & Isles 4x13

Das Traumduo Rizzoli & Isles kehrt mit einer düsteren Episode zurück. Statt amüsantem Familiendrama stehen in der Episode Tears of a Clown schwierige Lebensentscheidungen und Kindermorde an.

Ein besonders dramatischer Fall: Maura (Sasha Alexander) und Jane (Angie Harmon) in der Serie „Rizzoli & Isles“. / (c) TNT
Ein besonders dramatischer Fall: Maura (Sasha Alexander) und Jane (Angie Harmon) in der Serie „Rizzoli & Isles“. / (c) TNT

Die Episode Tears of a Clown startet ungewöhnlich harmonisch für das Team. Sowohl Jane (Angie Harmon) als auch Frost (Lee Thompson Young) scheinen endlich einmal Glück in der Liebe gefunden zu haben. Doch lange hält die Idylle nicht an.

Was wirklich zählt

Kein Rizzoli-Familienrat, keine verschroben-liebenswerten Charaktere, kaum schöne Freundinnenmomente - die Episode Tears of a Clown führt uns trotzdem wie unter dem Brennglas vor, was den Figuren, aber auch den Serienautoren wichtig ist.

Drei Figuren müssen sich in dieser Rizzoli & Isles-Episode zwischen Liebe und Karriere entscheiden. Doch nur eine davon trifft eine endgültige Entscheidung, traurigerweise fällt diese Entscheidung nicht zu Gunsten Frosts aus. Das ist schade, weil Frost sein Liebesglück verdient hätte, aber auch weil wir wissen, dass die Episoden, in denen der Detective dabei sein wird, durch den Tod des Schauspielers zur Neige gehen. Bisher haben die Autoren es noch jedes Mal wieder geschafft, uns mit einer versöhnenden Schlussszene aus der Rizzoli & Isles-Welt zu entlassen.

Dieser Tradition bleiben sie auch in Tears of a Clown treu. Am Ende wird Frost in das Freundinnenritual einbezogen. Doch für das typische Alles-wird-gut-Gefühl ist kein Platz, es liegt viel Melancholie in der Szene. Keiner bekommt ein Happy End und es zeichnet sich auch keines am Horizont ab, doch immerhin sind sie an diesem Abend als Freunde zusammen und haben einander.

Auch für Jane und Casey (Chris Vance) steht die Zukunft noch in den Sternen. Einfach wird es nicht werden, beide sind Karrieremenschen, glücklich und erfolgreich in ihrem Job, definieren sich über das, was sie tun. Selbst wenn Casey seine Laufbahn für die Liebe an den Nagel hängt, wird es schwierig werden. Eine Lösung, in der Jane ihren Beruf aufgibt, kann sich wohl niemand ernsthaft vorstellen. Selbst wenn man außer Acht lässt, dass das Ende der Serie, wie wir sie kennen, bedeuten würde. Jane ist einfach zu sehr in Boston verwurzelt, in ihrem chaotischen Familienleben, in ihrem beruflichen Team, in ihrer Freundschaft mit Maura (Sasha Alexander). Wenn sie das aufgibt, wäre sie nicht mehr sie selbst.

Das wissen auch die Rizzoli & Isles-Autoren. Es geht nicht wirklich um die Liebe, es geht um das Leben zweier Frauen, das ging es schon immer. Das sieht man in der Episode Tears of a Clown alleine schon daran, dass Jane und Casey nur kurze, fast halbherzige Unterhaltungen über ihre Zukunft führen, während die wirklich großartigen Sprüche Maura und Jane vorbehalten sind: „If life were fair, all 7 billion of us would have one shoe and a cardboard box to call home.

Auch die Emotionen zwischen den Freundinnen übertreffen Janes Leid, als Casey sich verabschiedet, bei Weitem. Wie üblich muss Casey überstürzt fort, für eine echte Verabschiedung bleibt zwischen den Ermittlungen keine Zeit. Doch für Mauras überraschenden Gefühlsausbruch machen die Autoren Platz. Und der zeigt eine Seite der Figur, von der wir zwar wissen, dass es sie gibt, wir sie aber nur selten zu sehen bekommen. Maura ist von Vernunft geleitet. Und das Vernünftige ist, ihre Freundin ziehen zu lassen, wenn sie das wünscht. Doch auch die nur schwierig aus der Fassung zu bringende Maura zeigt ihre menschliche Seite, als der Verlust ihrer besten Freundin droht. Dieses Problem ist noch nicht ausgestanden. Auch wenn man sich nicht vorstellen kann, dass Jane auch nur kurz fortgeht, es könnte noch traurig werden.

Auch der Fall der Woche ist nicht dazu angetan, uns aufzuheitern. Alte, ungelöste Kindermorde, Pädophile, zerstörte Leben, Rachemorde, die Episode Tears of a Clown zeigt sich ungewohnt ernst. Nicht einmal eine amüsante Spur, eine komische Szene in den Ermittlungen lässt sich finden, der Ton bleibt fast durchgehend ernst.

Fazit

Die Episode Tears of a Clown ist ungewöhnlich düster, und auch die sonst gewöhnlich amüsante Schlussszene kann man nur mit einem weinenden Auge genießen. Doch auch das ist einmal wichtig in einer Serie wie Rizzoli & Isles. Die Situation ist verzwickt, einen einfachen Ausweg gibt es nicht, da muss auch mal Platz für ein bisschen Besinnung sein. Das Familienchaos holt Jane und uns schon früh genug wieder ein.

Verfasser: Serienjunkies.de am Donnerstag, 27. Februar 2014
Episode
Staffel 4, Episode 13
(Rizzoli & Isles 4x13)
Deutscher Titel der Episode
Sommer des Clowns
Titel der Episode im Original
Tears of a Clown
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 25. Februar 2014 (TNT)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 16. April 2014
Autoren
Matt MacLeod, Ken Hanes
Regisseur
Michael Katleman

Schauspieler in der Episode Rizzoli & Isles 4x13

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