Rizzoli & Isles 3x13

Wie üblich ist die aktuelle Rizzoli & Isles-Episode aus mehreren Handlungssträngen aufgebaut und wie üblich ist in Virtual Loveder Fall der Woche nicht unbedingt der stärkste davon.
Skull Crusher und Olaf the Boneless
Ein internetspielsüchtiger Bierbrauer (Tom Costello) wird ermordet. Außerdem hat er sein Logo von einem Motorradclub gestohlen und die Tochter des Clubpräsidenten als Modell gebucht. Es ist weder der interessanteste noch der spannendste Fall. Doch es ist einer der amüsant-absurden aus der Serie.
Skull Crusher aka Clark (Jim Cody Williams), der kurz ins Fadenkreuz der Verdächtigungen gerät, ist eine Biker-Version des Weihnachtsmannes mit Rauschebart, der Spielzeug an kranke Kinder verteilt und Jane auf sein Motorrad einlädt.
Die scheinbar sexy Gespielin des Mordopfers stellt sich als ältere Dame namens heraus, die mit ihrem Internet-Avatar nur wenig gemeinsam hat.
Der lippenlesende Experte für nordische Sprachen ist ebenfalls ein willkommener Gast im Kreise der exzentrischen Gastfiguren dieser Episode.
Immer wieder amüsant: Das Dream-Team Frost (Lee Thompson Young) und Korsak (Bruce McGill) auf verschiedenen Seiten des Verständnisses für einen Fall. Während Frost sich als Experte in Online-Games herausstellt, hat Korsak es schwer, die Motivation der Spieler auch nur ein bisschen zu verstehen.
Je weiter die Ermittlungen voranschreiten, desto langweiliger wird der Fall. Was am Ende dabei herauskommt, ist ein Eifersuchtsdrama. Besonders überraschend kommt die Auflösung selten in der Serie Rizzoli & Isles. Und auch dieses Mal ist der Kreis der Verdächtigen begrenzt, nachdem wir schon zu Beginn der Episode gesehen haben, wie das Opfer kurz vor seiner Ermordung zu verstehen gibt, dass es den Angreifer durchaus kennt und sich lediglich wundert, was es im hinteren Teil der Brauerei mache.
Dennoch bleibt der Fall aufgrund der absurden Figuren als einer der interessanteren in Erinnerung.
Das Mentorenprogramm
Auch aus dem Pool der wiederkehrenden Figuren haben die Autoren sich in dieser Woche einen Exzentriker ausgesucht: Es ist Rondo (Darryl Alan Reed), den wir endlich einmal wiedertreffen.
Und er hat jemanden mitgebracht: Drei Jugendliche, die er betreut. Der Erzählstrang über die Versuche der Cops, als Mentoren zu fungieren, ist zwar nur begrenzt amüsant, umfasst dafür jedoch alle Mitglieder des Teams, inklusive Frankie Jr. (Jordan Bridges). Und das macht Spaß zuzusehen.
Ansonsten ist die Geschichte um die drei Jugendlichen noch vorhersehbarer als der Fall der Woche. Natürlich hat der tieftraurig dreinschauende Jugendliche einen tragischen Hintergrund, natürlich ist er auf dem richtigen Weg und anstatt zu stehlen, versucht er nur, seine Freundin zu schützen. Und natürlich war es die vorlaute, hochbegabte Göre, die sich das Geld unter den Nagel gerissen hat. Um es für Lehrbücher auszugeben selbstredend.
Was die Serie Rizzoli & Isles jedoch wirklich gut kann, ist mit ihren wiederkehrenden Figuren umzugehen. Und da das Mentorenprogramm nun offiziell ist, werden wir wohl auch Dania (Abigail Mavity) und ihre Gefährten bei Gelegenheit wiedersehen. Und das könnte interessanter werden als die Einführung der drei.
Angelas Handlungsstrang aus der letzten Episode setzt sich fort. Die kleinen Spielchen zwischen Lieutenant Cavanaugh (Brian Goodman) und ihr sind sogar noch amüsanter als ihre Annäherungsversuche. Und doch darf man den beiden ein baldiges Happy End wünschen, verdient hätten sie es.
Fazit
Als amüsant und absurd, im Wesentlichen jedoch folgenlos bleibt die Episode Virtual Love in Erinnerung. Von den großen Handlungssträngen - Mauras Mutter, Tommy und sein Baby - ist nichts zu hören gewesen.
Verfasser: Serienjunkies.de am Mittwoch, 12. Dezember 2012(Rizzoli & Isles 3x13)
Schauspieler in der Episode Rizzoli & Isles 3x13
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