Rizzoli & Isles 3x06

Die Erinnerung an den Streit zwischen den beiden Freundinnen ist endgültig verblasst und Rizzoli & Isles laufen zu Hochformen auf. Im Mittelpunkt der Episode Money Maker steht die Beziehung von Maura (Sasha Alexander) zu ihrer biologischen Mutter Dr. Hope (Sharon Lawrence) und die Frage, wann dieses Geheimnis endlich ans Tageslicht kommt.
Barold vs. Frost
Jane (Angie Harmon) und Frankie Jr. (Jordan Bridges) sind ihr als widerspenstige Teenager in Erinnerung geblieben, doch auf Frost hatte Schwester Winifred (Jenny O'Hara) schon seit ihrem Erscheinen ein für ihre Verhältnisse freundliches Auge geworfen. In dieser Episode zeigt sie sich von ihrer ernsten Seite und erzählt „Barold“ von dem erschossenen Kind, das sie betreut hat. Den Autoren ist mit dieser Figur ein echtes Kunststück gelungen. Sie spricht von dem toten Kind und rührt den Zuschauer damit vielleicht nicht unbedingt an, aber lässt ihn durchaus das ganze Drama dahinter spüren. Und im gleichen Moment bringt sie einen mit ihrer Art Frost gegenüber zum Lachen, ohne das vorher Gesagte ins Lächerliche zu ziehen.
Gut, dass sie Frost später nicht im Überwachungswagen hören kann, als er anschaulich aufzählt, welche Teile an einer Frau für ihn besonders interessant sind. Denn dort lebt er seine zweite immer enger werdende Beziehung aus - die mit Frankie Jr.. Mittlerweile sind die beiden so eng miteinander, dass man eine Freundschaft beinah riechen kann. Das Auftreten des Rappers gibt den beiden den Anstoß zu einem gemeinsamen Tänzchen und den Zuschauer zu einem lauten Lachen.
Geheime Sex-Partys
Die Episode „Money Maker“ strotzt vor Klischees. Der reiche Mann mit Potenzproblemen, der sich auf Luxus-Orgien verwöhnen lässt. Die ehemalige Prostituierte mit der kalten Schulter und der arroganten Art. Der Gangster-Rapper, der jenseits seines Images an Finanzgeschäften und Investitionen interessiert ist.
Dennoch macht der Fall der Woche Spaß, auch wenn er deutlich in den Hintergrund tritt. An der Auflösung der Mörderin kann man kaum Anteil nehmen, so wenig hat man sie vorher gesehen. Schnell wird noch aus dem Mund der Täterin das Motiv erklärt. Sie wollte ihre Ehe schützen.
Interessanter an dem Fall ist die Figur der Maklerin Georgette Wilkins (Monet Mazur), die mit ihrer Arroganz eine ordentliche Hürde für die Ermittler wird, für den Zuschauer aber überaus amüsant. Ein zweiter Aspekt, der den Fall der Woche sehenswert macht, ist Mauras Freude daran, sich als Luxus-Prostituierte zu verkleiden und ihre Enttäuschung, als es nur zur Kellnerin reicht. So bekommt Maura neben der schweren Sache mit ihrer biologischen Mutter eine leichte Storyline in dieser Episode.
Die geheime Tochter
Es ist irgendwie verständlich, dass Maura sich Dr. Hope gegenüber nicht sofort geöffnet hat, aber nun wird es etwas anstrengend. Als sie so weit geht, ihrer Halbschwester anonym eine Niere spenden zu wollen, wird das Geheimnis wirklich mühsam.
Am Ende scheint sie mit ihrer Angst recht zu behalten, denn Dr. Hope reagiert abweisend und geschockt. Doch was, wenn Maura es ihr in einem besseren, stillen Moment gesagt hätte und nicht zwischen Tür und Angel? Hat Maura sich mit ihrer Geheimnistuerei vielleicht selbst in diese Lage gebracht?
Die beste Entdeckung der Episode ist Kaylin, der störrische Teenager, der sich als ziemlich clever herausstellt. Sie entdeckt Mauras Geheimnis und konfrontiert sie mit der Wahrheit, ihrer Wahrheit. Doch als Hope sich von Maura abwendet, scheint es, als wäre Kaylin das unangenehm und sie wehrt sich dagegen, von ihrer Mutter fortgezogen zu werden. Hier ist also noch das Potential für eine Familienvereinigung vorhanden.
Am Ende des Tages
Schließlich ist es wieder einmal die Beziehung zwischen Jane und Maura, die sich als perfekt zeigt. Es ist wirklich rührend zu hören, wie Jane Maura sagt, dass sie ihr sofort eine Niere spenden würde. Auch das Ende der Episode ist wieder einmal eine besonders starke Szene. Jane, wie sie Maura tröstet. Maura, die sich wieder fängt und schon schlägt die Stimmung zwischen den beiden um. Solange sie füreinander da sind, ist alles gut.
Fazit
Es ist eine der wirklich starken Episoden der Serie Rizzoli & Isles. Es gibt immer wieder amüsante Momente, dazwischen scheinen jedoch stets ernste Töne durch. Der Fall der Woche läuft wie nebenher, er ist nicht besonders anspruchsvoll und lockert die schwere und emotionale Storyline der Mutter-Tochter-Problematik auf.
Die Chemie zwischen Maura und Dr. Hope ist noch besser geworden, das Auftauchen einer Halbschwester Mauras macht die Situation noch interessanter und lässt einiges für die Zukunft erwarten.
Verfasser: Serienjunkies.de am Donnerstag, 12. Juli 2012(Rizzoli & Isles 3x06)
Schauspieler in der Episode Rizzoli & Isles 3x06
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