Revolution 2x17

In der letzten Episode stellte Monroe (David Lyons) Miles (Billy Burke) die Frage, warum er an diesem Kampf teilnimmt beziehungsweise wofĂŒr er kĂ€mpft? Die Frage blieb unbeantwortet. DafĂŒr widmet Revolution dieser Frage und auch dem Kampf nun eine komplette Episode. Von Aaron (Zak Orth) und den Naniten fehlt hier jede Spur, aber es mangelt nicht an Feuerwerk. Dieses entfacht Monroe, nachdem plötzlich Duncans Leute auftauchen und ihm mitteilen, dass sie von den Patriots ermordet wurde und sie sich nach Rache sehnen.
Monroe bestĂ€tigt ihnen: „There will be blood!“ Jetzt hat er die MĂ€nner, die er haben wollte, und nichts kann ich mehr aufhalten. Vor allem sieht er sich darin bestĂ€tigt, keine Gnade im Krieg walten zu lassen. Der Junge aus dem Patriot-Camp, den Miles laufen lieĂ, bringt die Patriots zum Safehouse und hat ihnen anscheinend alles ĂŒber Miles und Monroe mitgeteilt.
Genauso wie es Monroe vorhergesagt hat. Das fĂŒhrt zur nĂ€chsten Auseinandersetzung zwischen Monroe und Miles, die fĂŒr Gene nicht mehr zu ertragen ist. Er hat eine âbrillanteâ Idee. Gene (Stephen Collins) will zurĂŒck in die Stadt und die Leute fĂŒr den Kampf mobilisieren, indem er allen erzĂ€hlt, was die Patriots so treiben. Nahezu jeder weiĂ, wie naiv das klingt, aber Miles rennt hinter ihm her, um zu helfen.
Hiermit setzt die Serie den Trend dieser Staffel fort, Miles als eine Art MitlĂ€ufer darzustellen, der vor jeder Entscheidung zurĂŒckzieht und nur so viel Kraft hat, um Rachel (Elizabeth Mitchell) schöne Augen zu machen. Nun, Rachel tut auch nichts anderes, als wiederum groĂe Augen zu machen - „Oh, wieso tust du das oder Miles, tu das nicht!“ Die Chemie zwischen den beiden bewegt sich Richtung Null, und sie treiben auch nicht die Handlung voran. Vielleicht wĂ€re es fĂŒr die beiden besser, sich irgendwo niederzulassen und sich aus allem herauszuhalten?
Es mag harsch klingen, aber es fĂŒhlt sich so an, als wĂŒrden andere Figuren immerhin etwas tun wollen, wĂ€hrend Miles und Rachel dafĂŒr sorgen, dass bloĂ nichts geschieht. Aus Angst zu verlieren? Aber was gibt es noch mehr zu verlieren? Revolution versucht, aus den beiden eine Art GewissenstrĂ€ger zu machen und dadurch Gleichgewicht zu Monroe zu kreieren, aber bis jetzt funktionieren das nur halbherzig.
Genes Plan involviert eine Ex-Geliebte von ihm, Marian (Reiko Aylesworth), die in der Stadt eine Bar besitzt. Dort versuchen Gene und Miles sie zu ĂŒberreden, die Seiten zu wechseln und gegen die Patriots den Kampf aufzunehmen. Das Problem ist: Marian ist mit Truman (Steven Culp) verlobt und hat es schwer, den Mann zu hintergehen. Trotzdem verrĂ€t sie Gene und Miles nicht - vorerst.
In der Zwischenzeit machen sich Monroe, Charlie (Tracy Spiridakos) und die ganzen Söldner auf den Weg zum âUmerziehungs-Campâ der Patriots. Dort sitzen auch Neville (Giancarlo Esposito) und Jason (J.D. Pardo) gefangen. Doyle (Christopher Cousins) macht unmissverstĂ€ndlich klar: Nevilles letzte Stunde hat geschlagen. Aber Neville ist wie die Kakerlaken - so einfach lĂ€sst er sich nicht vernichten. Ihm kommt Monroes Angriff zugute und er kann endlich Doyles Leben ein Ende setzen.
Monroes Leute töten jeden in dem Camp, ob Kind oder Erwachsener. Und die Nachricht von dem Massaker breitet sich schnell aus. Truman, der sich gerade von Marian ablenken lĂ€sst, bekommt Wind davon. Diese Nachricht Ă€ndert auch Marians Sicht der Dinge. Ihre Zweifel sind ausgerĂ€umt und sie verrĂ€t kurzerhand Gene und Miles. Wie Miles schon zu Gene sagte: „People will always do the stupid, selfish thing. Ten times out of ten.“

Und in diesem Augenblick erklĂ€rt er, warum er an den guten Ausgang des Kampfes nicht glaubt: „Because I've been down this road before. I set out to make things better. Bass and I both did. And it all went to hell. Blood and war. And you want to know why? Because people will always do the stupid, selfish thing. Me most of all. I was trying to make up for that. That's it.“
Gene hat auch die passende Antwort: „So you're not fighting for anything. You're just fighting back - against your own demons? No wonder you keep losing.“
Die GesprĂ€che ĂŒber das Warum enden hier nicht, und anschlieĂend lĂ€sst es sich Revolution auch nicht nehmen, den anderen Teil der Familie im Augenblick der Wahrheit zu zeigen. Rachel will wissen, warum Charlie Monroes Angriff unterstĂŒtzt und mitgemacht hat. Genau wie ihr Onkel hat sie es fĂŒr sich getan. Und sie erspart ihrer Mutter nicht, was sie denkt: „You're the scariest person I know, and now you're preaching sharing and caring? What are you fighting for?“ Rachel: „I'm fighting for you. So you won't be me.“
Damit hat jede/r die Frage nach dem Warum beantwortet. Oder doch nicht? Miles und Monroe kriegen sich am Ende der Episode in die Wolle und Miles muss sich von seinem alten Kumpel noch anhören, wie er nur herumsitzt und vor jeder Entscheidung zurĂŒckzieht. Es ist eine Entweder-Oder-Situation. Und damit hat er Recht. Aber fĂŒr weitere nachdenkliche AusfĂŒhrungen ist eh keine Zeit mehr, denn jetzt - dank Doyles Tagebuch - wissen sie, was das Ziel der Patriots ist. Sie wollen den texanischen PrĂ€sidenten umbringen. Also sieht wohl alles nach einem Showdown in Austin, Texas, aus...
Trailer zu âRevolutionâ (2x18):
Verfasser: Mariano Glas am Donnerstag, 20. MĂ€rz 2014Revolution 2x17 Trailer
(Revolution 2x17)
Schauspieler in der Episode Revolution 2x17
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?