Lee Yi-dam wurde mit Netflix-Serien wie Daily Dose of Sunshine und Black Knight bekannt und spielt in Happy Anding die treueste Anhängerin eines Comedy-Trios. Obwohl sie auf dem Bildschirm meist tragische Figuren verkörpert, bezeichnet sie sich selbst als ziemlich ängstlich und weint schon im Kino schnell.
Lee Yi-dam ist eine südkoreanische Schauspielerin, die international auch unter der Schreibweise Lee E-dam bekannt ist. Bekannt wurde sie durch Netflix-Serien wie Daily Dose of Sunshine, Black Knight und The Art of Sarah.
Ab November 2026 spielt sie in der tvN-Serie Happy Anding die weibliche Hauptrolle. Dort ist sie die treueste Anhängerin eines erfolglosen Comedy-Trios.
Ihre Begeisterung für die Schauspielerei entdeckte Lee Yi-dam im Theaterklub der Seomun-Mädchenoberschule. Nach dem Schulabschluss sprach sie für kleine Rollen vor und sammelte erste Erfahrungen in Kurzfilmen.
Den Künstlernamen Lee Yi-dam wählte sie bewusst, weil sie einen einprägsamen Namen wollte, der weder männlich noch weiblich klingt. Entdeckt wurde sie über ein Filmplakat von Choi Myung-gyu, dem Chef der Agentur Studio Santa Claus Entertainment.
Im Februar 2021 stellte die Agentur sie offiziell als Nachwuchsschauspielerin vor. 2022 wechselte sie mit Choi zu dessen neu gegründeter Firma Ghost Studio.
Ihre erste Rolle hatte sie 2017 in dem Kurzfilm „Two Lights: Relumino“ von Regisseur Hur Jin-ho. 2019 folgte die Hauptrolle der Ma-ri in dem Kurzfilm „The Tale of Mari and Yimae“, den sie selbst als besonders prägendes Projekt bezeichnet.
2020 spielte sie in dem Thriller „Beasts Clawing at Straws“ eine kleine Nebenrolle als Tochter. Ihre erste Serienrolle übernahm sie 2021 in der vierten Staffel der Krimiserie „Voice“ als Lisa Jo.
Den Durchbruch brachte die JTBC-Serie „Artificial City“ (2021-2022), ihre erste große Rolle im Fernsehen. Dort spielt sie Kim Yi-seol, eine Museumsführerin, die insgeheim von einem gesellschaftlichen Aufstieg träumt.
2023 folgte die Netflix-Serie Black Knight, die in einer verwüsteten Zukunft spielt. Lee Yi-dam ist darin die Kurierfahrerin 4-1, die Sauerstoff und Vorräte zu den Menschen bringt und für die Schwachen der Gesellschaft kämpft.
Für die Rolle drehte sie zahlreiche Actionszenen, im Nahkampf, mit Schusswaffe und an Seilen. Noch im selben Jahr wechselte sie in Daily Dose of Sunshine in ein deutlich ruhigeres Fach.
In der Netflix-Serie an der Seite von Park Bo-young spielt sie die Krankenschwester Min Deul-re auf einer psychiatrischen Station. Deul-re wirkt erwachsen und realistisch und gilt als künftige Stationsleitung.
Zur Vorbereitung sah sie Medizinserien und las Fachbücher. Für die Rolle wurde sie 2024 bei den Baeksang Arts Awards nominiert.
In der Serie „The Queen Who Crowns“ spielte Lee Yi-dam 2025 ihre erste Rolle in einem Historiendrama. Als Chae-ryeong ist sie eine selbstbewusste Vertraute der Königin Won-gyeong.
Für diese Rolle erhielt sie 2025 eine Nominierung als beste neue Schauspielerin bei den Blue Dragon Series Awards. Anfang 2026 folgte mit „Can This Love Be Translated?“ ihre erste romantische Komödie bei Netflix.
Dort spielt sie Shin Ji-seon, die erfolgreiche Produzentin einer Reiseshow. Ji-seon ist beruflich souverän, hegt aber seit Jahren unerwiderte Gefühle für die Figur von Kim Seon-ho und zögert in der Liebe.
Ebenfalls 2026 ist sie in der Netflix-Serie The Art of Sarah an der Seite von Shin Hye-sun zu sehen. Sie spielt die Fabrikarbeiterin Kim Mi-jeong, deren Geschichte für eine Wendung der Handlung wichtig ist.
Für diese Rolle wurde sie 2026 bei den Baeksang Arts Awards als beste Nebendarstellerin nominiert. Im selben Jahr erschien der Netflix-Film „Pavane“, in dem sie neben Go Ah-sung, Moon Sang-min und Byun Yo-han eine Angestellte in einem Luxusgeschäft spielt.
In Happy Anding übernimmt sie die Rolle der Go Eun-young. Eun-young hat sich lange von der Welt zurückgezogen und ist die treueste Anhängerin des Comedy-Trios Asura, an dessen Seite sie langsam wieder auf die Beine kommt.
Über Beziehungen spricht Lee Yi-dam nicht öffentlich. Sie bezeichnet sich als Filmliebhaberin, geht gern in Spätvorstellungen ins Kino und fährt gern allein Auto.
Obwohl sie oft tragische Figuren spielt, stammt sie nach eigener Aussage aus einem harmonischen Elternhaus. Sie beschreibt sich als sehr emotional und ziemlich ängstlich, weint im Kino schnell und hält es für das Wichtigste, ihren eigenen Takt zu finden, statt sich hetzen zu lassen.