Kim Jung-jin wurde als Anführer einer Schülerbande in Boyhood bekannt und gehört seit 2026 zur Hauptbesetzung von Happy Anding. Eigentlich hatte er Schlagzeug studiert, doch ein Kamerad aus der Grundausbildung brachte ihn auf die Idee, lieber vor der Kamera den Takt anzugeben.
Kim Jung-jin ist ein südkoreanischer Schauspieler, der seit 2022 vor der Kamera steht. Bekannt wurde er durch Nebenrollen in „Boyhood“, „Doubt“ und „A Virtuous Business“, in denen er zwischen bedrohlichen Anführern und gutmütigen Tollpatschen wechselt.
Ab November 2026 gehört er zur Hauptbesetzung der tvN-Serie Happy Anding. Dort spielt er an der Seite von Kang Hoon und Cho Hyun-chul ein Mitglied eines erfolglosen Comedy-Trios.
Ursprünglich wollte Kim Jung-jin Musiker werden und studierte Schlagzeug im Fach Praktische Musik. Die Wende kam während seines Militärdienstes, als er in der Grundausbildung einen Kameraden kennenlernte, der Schauspiel studierte.
Durch diese Bekanntschaft wuchs sein Interesse an der Schauspielerei. Nach dem Ende des Wehrdienstes bewarb er sich hartnäckig, bis er schließlich in einen Studiengang für Schauspiel aufgenommen wurde.
Die Musik hat er dabei nicht aufgegeben. Nach eigener Aussage hört er gezielt Musik, um sich in die Stimmung einer Figur einzufinden, und lässt Einflüsse daraus in seine Rollen einfließen.
Sein Kinodebüt gab Kim Jung-jin 2022 mit einer Nebenrolle in dem Thriller „A Christmas Carol“, in dem er die Figur Baek Yeong-jung spielt. Danach folgten mehrere kurze Auftritte in koreanischen Serien.
In der Krimiserie „Decoy“ ist er 2023 in einer Episode als Ermittler zu sehen. Im selben Jahr übernimmt er in der zweiten Staffel von „Taxi Driver“ für zwei Episoden die Figur mit der Nummer 20.
Eine weitere Gastrolle führt ihn in die Mysteryserie „Revenant“. Auch hier spielt er in einer Episode einen Ermittler, ehe ihm noch im selben Jahr der Sprung zu größeren Rollen gelingt.
Ende 2023 spielt Kim Jung-jin in der Coupang-Play-Serie Boyhood die Figur Yang Cheol-hong. Die Serie spielt in den Achtzigerjahren in der Provinz und erzählt von einem schmächtigen Schüler, der versehentlich als gefährlicher Schläger gilt.
Yang Cheol-hong ist der Anführer der berüchtigten Schülergruppe an der Landwirtschaftsschule von Buyeo. In den ersten Drehbuchfassungen war die Figur noch als Mitläufer angelegt, der andere mit Worten aufstachelt.
Die Rolle machte ihn in Südkorea bekannt. Direkt im Anschluss wurde er für zwei Serien besetzt, die im Herbst 2024 parallel im Fernsehen liefen.
In der MBC-Serie Doubt spielt er Choi Young-min, den Anführer einer Gruppe jugendlicher Ausreißer. Die Figur ist gewalttätig und hält in mehreren Mordfällen die Fäden in der Hand, in einer Verhörszene trifft er auf Han Suk-kyu.
Kim Jung-jin wollte Young-min nicht nur als Bösewicht zeigen, sondern auch als verletzlichen und bemitleidenswerten jungen Mann. Han Suk-kyu bescheinigte ihm, er habe viele Talente, und lobte sein Gesicht und seine Stimme.
Ganz anders ist seine Figur in der JTBC-Serie A Virtuous Business, die 1992 in einem konservativen Dorf spielt. Als Eom Dae-geun, Sohn eines Immobilienmaklers, gibt er sich im Ort als großer Macher, benimmt sich aber oft wie ein unreifer Junge.
Dae-geun jobbt in der Dorfapotheke und fühlt sich neben seinen Cousins, die in Seoul studiert haben und Ärzte geworden sind, klein. Er beginnt eine Beziehung mit Lee Ju-ri, gespielt von Lee Se-hee, doch deren Mutter stellt sich gegen die Romanze.
Die Komödie fiel ihm nach eigener Aussage anfangs schwer, die zurückhaltende Figur half ihm jedoch dabei. Nach den beiden Serien folgten 2024 zwei Episoden in „Face Me“ als Kim Seon-yong und 2025 eine Nebenrolle in der Zombieserie „Newtopia“ als Munitionsträger Hwang Gyeong-sik.
Ebenfalls 2025 hat er einen Gastauftritt in „To the Moon“ als Lee Byeong-jun, den Exfreund der Hauptfigur Da-hae. In Happy Anding, der koreanischen Neuauflage der japanischen Serie „Life's Punchline“, spielt er Han Jun-seo.
Jun-seo ist das dritte Mitglied des Comedy-Trios Asura, das seit zehn Jahren auf den Durchbruch wartet. Er kümmert sich um die Finanzen der Gruppe und dreht jeden Won zweimal um, zu seinen beiden Partnern ist er herzlich, Fremden gegenüber bleibt er verschlossen.
Über sein Privatleben hält sich Kim Jung-jin bedeckt. Er beschreibt sich selbst als ehrlichen Menschen, der sich bei der Arbeit stark auf die Regie verlässt, und sagt, er habe durch die Schauspielerei „Aufrichtigkeit kennengelernt und Beharrlichkeit gelernt“.
Zu seinen Lieblingsfilmen gehört das Boxerdrama „Crying Fist“. Passend dazu würde er gern einmal in einem Projekt mitspielen, das Sport mit dem Leben verbindet, und vom Schlagzeugstudium ist ihm zumindest das Gefühl für den richtigen Takt geblieben.