Once Upon a Time 4x23

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Operation Mongoose (1) zögert nicht lange und schickt insbesondere Henry (Jared Gilmore) auf eine Reise in eine alternative RealitÀt. In dieser ist die Welt beziehungsweise sind die Rollen der MÀrchenfiguren auf den Kopf gestellt.
It's time for a world where up is down
Henry wurde dabei anscheinend nicht in der âKorrekturâ von Isaac (Patrick Fischler) miteinbezogen. Dieser bildet die andere Ausnahme und ist ebenfalls in unserer Welt geblieben, was es Henry allerdings problemlos möglich macht, ihn ausfindig zu machen. Und das sehr zum Missfallen von Issac, der seine KrĂ€fte durch das Schreiben seines eigenen happy ending verloren hat, nimmt Henry ihn doch mit auf die Reise in das letzte Kapitel seines eigenen Buches.
Dort muss sich Henry allerdings erst in der alternativen RealitĂ€t zurechtfinden, in der die Rollen der Helden und Bösewichte vertauscht sind. So kommt ihm beispielsweise der âLight Oneâ, Rumple (Robert Carlyle), zur Hilfe, wĂ€hrend Evil Snow (Ginnifer Goodwin) und ihr Adjutant Charming (Josh Dallas) mithilfe Isaacs verhindern wollen, dass er in dessen mĂŒhsam vorgeschriebener Welt etwas verĂ€ndern kann.
Um diese Welt wieder in geordnete Bahnen zu lenken, muss Henry jedoch zuerst Banditin Regina (Lana Parrilla) davon ĂŒberzeugen, die Konkurrenz aus dem Hause Hood (Sean Maguire) als ihre wahre Liebe zu erkennen - und dort ist ja die Hochzeit mit der liebreizenden Zelena (Rebecca Mader) geplant. Bis dahin muss er jedoch erst einmal Emma (Jennifer Morrison) mithilfe Hooks (Colin O'Donoghue) aus den FĂ€ngen von Drachenlady Lily (Agnes Bruckner) befreien, die erstere bewacht.
Bevor sie versuchen, die Hochzeit zu crashen, werden sie von Evil Snow eingeholt, woraufhin Hook ihnen Zeit verschafft, es allerdings auch mit seinem Leben bezahlen muss. Denn Evil Charming trĂ€gt sein Schwert nicht nur zur Zierde und ein ihm zugewandter RĂŒcken wĂ€hrend eines Duells wird dem Piraten zum VerhĂ€ngnis. Ein Ă€hnliches Schicksal erleidet auch Regina (Lana Parrilla) bei ihrem Versuch, Henry vor Rumples Schwert zu schĂŒtzen. Doch dieser Moment offenbart Henry als den neuen Autor, woraufhin dieser die unglĂŒcklichen Geschehnisse ungeschehen macht und alle Beteiligten lebendig zurĂŒck nach Storybrooke befördert.
Doch die Ruhe hĂ€lt nicht lange an, denn die Dunkelheit in Rumple steht vor dem Durchbruch. Der Versuch, sie zu extrahieren und von ihm zu trennen, gelingt zwar, doch die dunkle Macht lĂ€sst sich nicht eindĂ€mmen oder verbannen - so droht sie, ungehindert die Bewohner der Stadt zu verschlingen. Als diese Dunkelheit kurz davor ist, sich Regina einzuverleiben, schreitet Emma ein und macht ihrer Rolle als âSaviorâ alle Ehre. Sie zahlt dafĂŒr allerdings einen hohen Preis, denn der neue âDark Oneâ trĂ€gt den Namen Emma Swan.
You've never been the Content-One
Die Doppelfolge richtet ihr Augenmerk auf Henry (Jared Gilmore), auf dessen jungen Schultern dementsprechend eine Menge Verantwortung lastet. Das funktioniert diese Episode grundsĂ€tzlich gut und die Figuren in entgegengesetzten Rollen zu erleben, beinhaltete einige interessante und auch spaĂige Momente.
Rumple als selbstbewussten Ritter und Retter zu erleben oder Isaacs Entsetzen, als er die eigens von ihm umgewandelten Zwerge erblickt („Oh no! Not these guys!“) und zu allem Ăberfluss auch noch die falsche Pro-Regina-Plakette mit sich fĂŒhrt, sind nur ein paar Beispiele an amĂŒsanten Ereignissen. Auch die Charmings dĂŒrfen dieses Mal die Rollen tauschen und, wĂ€hrend Snow (Ginnifer Goodwin) durchaus eine Aura der Boshaftigkeit versprĂŒht, sorgt Charming mit seinem SchurkenbĂ€rtchen und dem womöglich von Hook (Colin O'Donoghue) geborgtem Eyeliner eher fĂŒr ein unbeabsichtigtes Schmunzeln.
Hooks Auftritt und Wandlung fand zwar storybedingt relativ rasch statt, fĂŒgte sich in den Rhythmus der Episode jedoch glaubwĂŒrdig ein. Emma und Co hĂ€tten zwar durchaus ein wenig schneller das Weite suchen dĂŒrfen, als ihr Geliebter sich geopfert hat, doch das diente natĂŒrlich dem Zweck, Regina glaubhaft motivieren zu können. Der Prozess, diese zu ĂŒberzeugen, wirkt dabei ein wenig lang, da es fĂŒr den Zuschauer im Grunde genommen bereits klar ist, dass sie sich letztendlich umstimmen lassen wird.

WĂ€hrend Operation Mongoose (2) einiges richtig macht, so macht sich doch etwas EnttĂ€uschung ĂŒber Zelenas (Rebecca Mader) Einsatz breit, der wesentlich mehr Potential gehabt hĂ€tte. Es ist zwar nett zu sehen, dass ihre âbesondereâ Persönlichkeit selbst bei umgedrehten Rollen hervorkommt (bei Blut auf dem Hochzeitskleid hört der SpaĂ schlieĂlich auf!), allerdings gönnte man ihr bei ihrer Wiederkehr einen wesentlich stĂ€rkeren Auftritt, so dass man etwas gesĂ€t, aber schlieĂlich nicht geerntet hat.
Ein paar Dinge, wie Belles (Emilie De Ravin) sehr wahrscheinliche RĂŒckkehr zu Rumple (Robert Carlyle) und Henrys Schicksal als Autor, waren zwar ein wenig vorhersehbar. Das stellte aber auch keinen wirklichen Negativpunkt dar, da es sich gut in die Geschichte einfĂŒgte. Allerdings war die Vernichtung des FĂŒllers als Mittel, was Storybrooke direkt hĂ€tte auĂer Gefahr bringen können, aus Autorensicht natĂŒrlich Ă€uĂerst praktisch.
Schön gelöst war hingegen die Art, mit der das angedeutete Versprechen, Emma auf die dunkle Seite zu ziehen, eingelöst wurde. Insgesamt ist die Meinung zu Henry und Emma sowohl schauspielerisch als auch zu den Figuren geteilt, diese Episode machen beide ihre Sache jedoch wirklich gut. Ebenfalls geschickt wurden auch einige aufkommende Fragen wie beispielsweise die nach Baelfire oder den schwindenden KrĂ€ften Isaacs beantwortet. Selbst Walt Disneys Ausscheiden als Autor aufgrund seines Todes wurde als kleines, aber feines Detail mit dem realen Datum im Dezember 1966 abgepasst. Nicht adressiert bleibt Belles Möglichkeit, Rumple mit ihrem Kuss zu retten, was sicherlich spĂ€testens im Laufe der nĂ€chsten Folgen zur Sprache kommen dĂŒrfte.

Fazit
Insgesamt sorgte Operation Mongoose (2) sowohl atmosphĂ€risch als auch durch die mĂ€rchenhaften emotionalen Momente dafĂŒr, dass die StĂ€rken von Once Upon a Time betont werden. Die Macher scheinen sich ihr HĂ€ndchen fĂŒr gelungene Finalepisoden bewahrt zu haben. WĂ€hrend die Geschichte um den Autor ein Ende findet, haben wir genug offene alte und vor allem neue HandlungsstrĂ€nge, die einem ein spannendes Wiedersehen in Aussicht stellen.
Die Episode war zwar sicherlich nicht fehlerfrei, was sie aber auch wirklich nicht sein muss. Once Upon a Time spielt auf unterhaltsame Weise mit seinen Charakteren und verbindet schöne emotionale Momente mit einem starken Ende. Als NĂ€chstes werden wir bestimmt Merlin und Camelot kennenlernen dĂŒrfen, wĂ€hren der „Dark Savior“ (oder „Evil Emma“) alles daran setzen dĂŒrfte, die Bewohner von Storybrooke in ihren Vorhaben zu sabotieren.
Verfasser: Tim KrĂŒger am Montag, 11. Mai 2015(Once Upon a Time 4x23)
Schauspieler in der Episode Once Upon a Time 4x23
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