Once Upon a Time 4x20

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Für Emma (Jennifer Morrison) und Regina (Lana Parrilla) gilt es, Zelena (Rebecca Mader) Einhalt zu gebieten, bevor Robin Hood (Sean Maguire) in Schwierigkeiten gerät. Allerdings sind sie zu einem Zwischenstopp an einer Tankstelle mit Diner gezwungen, in welchem Emma auf ihre alte Freundin Lily (Agnes Bruckner) trifft.
How about we make today the day we both beat fate
In der Vergangenheit sehen wir, wie die jugendlichen Emma (Abby Ross) und Lily (Nicole Munoz) sich in Emmas neuem Zuhause wiederbegegnen. Doch der Besuch bringt Emma nur Ärger, da ihre Freundin sie gezielt in Schwierigkeiten mit ihren strengen, aber aus Emmas Sicht fairen Stiefeltern bringt.
Dementsprechend reagiert sie wenig begeistert, als Lilys Handlungen sie schließlich den Platz in der neu gefundenen Familie kosten, so dass die beiden jungen Frauen erneut getrennte Wege gehen. Allerdings treffen wir in Form des Apprentice (Timothy Webber) auf ein bekanntes Gesicht. Dieser klärt die junge Lily schließlich über ihre wahre Herkunft auf.
In der Gegenwart bringt ein Wink des Schicksals die beiden ehemaligen Freundinnen erneut zusammen. Dieses Mal sind die Umstände ihres Treffens jedoch deutlich gefährlicher, denn Malificents Tochter ist auf Rache an den Charmings für ihren dunklen „Fluch“ und ihre unangenehme Kindheit aus.
Das lässt Emma fast die Nerven verlieren, doch Reginas besonnene Worte und der Appell an ihre Vernunft tragen schließlich Früchte, so dass die Begegnung mit ihrer Freundin aus Jugendtagen nicht mit einer Portion Blei für diese endet. Stattdessen beschließt sie, Lily (Agnes Bruckner) nicht mehr den Rücken zu kehren und nimmt sie auf ihre und Reginas Mission in Robin Hoods Apartment mit. Dort erleben sie jedoch eine gewaltige Überraschung, denn die Situation hat sich aufgrund einer angeblichen Schwangerschaft von Zelena (Rebecca Mader) maßgeblich verändert.
This is the real world. There are only real people with real problems.
Lily bekommt etwas weniger Fortschritt als gewohnt in die Episode gepresst, was sich aber trotzdem auch positiv auf die Figurenentwicklung auswirkt. Allerdings springt Emmas Gemütszustand wie ein Pendel hin und her. Zunächst verteidigt sie ihre ehemalige Freundin vor deren Nachbarn, versucht, sie dann zu überzeugen, mit ihr zu gehen, um sie kurz darauf beinahe zu erschießen und steht dann anschließend doch wieder auf ihrer Seite, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Auch wenn dies weiterhin als ihre Annäherung an die dunkle Seite angelegt ist, griff sie trotzdem - im Kontext betrachtet - ziemlich schnell zur Waffe, um Lily möglicherweise mit tödlicher Gewalt zu stoppen. Mit anderen Worten: „That escalated quickly.“
Davon abgesehen unterhält sowohl die Geschichte ihrer Freundschaft als auch der Konflikt der Gegenwart. Das liegt unter anderem an den beiden jungen Darstellerinnen (Abby Ross und Nicole Munoz), die ihre Sache wirklich ordentlich machen. Dabei hilft zusätzlich die Präsenz von Regina (Lana Parrilla), welche die Situationen der Gegenwart nicht nur passend kommentieren darf. Sie analysiert ebenso präzise Emmas aktuelles Dilemma und kann als erfahrene Stimme der Vernunft Schlimmeres abwenden.

So, wie sich die Geschichte um Rumpel (Robert Carlyle) entwickelt, scheint eine gemeinsame Zukunft mit Belle (Emilie de Ravin) trotz seiner Zugeständnisse und seines vermeintlichen Rückschritts zugunsten von Will (Michael Socha) wieder in Reichweite zu sein. Zumindest suggeriert ihr Blick, während er den Laden verlässt, relativ deutlich, dass es zwischen ihnen noch nicht vorbei ist.
Vorbei ist es auch überraschenderweise zwischen Robin Hood und Zelena (Rebecca Mader) noch nicht. Über diesen Abschluss lässt sich sicherlich reichlich diskutieren, denn zumindest die Inszenierung erinnerte doch stark an eine Soap-Opera. Da fehlte lediglich der „Dun-Dun-Duuun“ Soundeffekt als Schlussstrich.
Über Robins Verhalten darf man zudem ruhig den Kopf schütteln. Zunächst begreift er einfach nicht, was ihm Regina zu erklären versucht, da Zelena erst ihren Zauber auflösen muss, damit er realisiert, was da vor sich geht. Die Tatsache, dass er also nicht mit Marian zusammen war und im Grunde genommen also gegen seinen Willen mit Zelena geschlafen hat, überwiegt also trotzdem nicht gegen sein Pflichtgefühl, an welches er sich aufgrund dieser Umstände eigentlich kaum gebunden fühlen sollte.
Da bleibt nur noch zu hoffen, dass er vielleicht doch mit Platzpatronen geschossen hat und Reginas Schwester bezüglich dieser Schwangerschaft gelogen hat, denn so oder so scheint der Mann momentan mit der Situation überfordert zu sein. Ob das Ganze sich einwandfrei in die Geschichte einfügt, werden die kommenden Episoden zeigen und wir werden sehen, ob die Schwangerschaft ein gut durchdachtes dramatisierendes Mittel oder nur ein simpler emotional provokanter Cliffhanger bleibt.
Fazit
Über viele Aspekte dieser Episode kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Dazu gehört die Annäherung von Rumpel und Belle, die sprunghaften, aber unterhaltsamen Begegnungen von Emma und Lily sowie das Ende, welches schockierend sein will, sich aber aufgrund der mäßigen Inszenierung auf dünnem Eis befindet.
Der Trailer zur nächsten Episode, „Mother“ (4x21), der US-Serie „Once upon a Time“:
Verfasser: Tim Krüger am Montag, 27. April 2015Once Upon a Time 4x20 Trailer
(Once Upon a Time 4x20)
Schauspieler in der Episode Once Upon a Time 4x20
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?