Once Upon a Time 4x04

Damit sein Date mit Emma (Jennifer Morrison) so gut wie möglich lĂ€uft, lĂ€sst sich Hook (Colin O'Donoghue) seine zweite Hand von Mr. Gold Robert Carlyle magisch transplantieren. Doch unverhoffte Nebenwirkungen zwingen ihn dazu, seine Entscheidung noch einmal zu ĂŒberdenken. FĂŒr Gold laufen die Dinge unterdessen nach Plan, was im Zuge dessen sein dunkles Vorhaben dem Zuschauer gegenĂŒber offenbart.
Der Pirat und die Killerhand
Endlich ist Emma bereit, auf ein richtiges Date mit Hook zu gehen. Der Haken an der Sache: ebendieser. Um seine Liebe im wahrsten Sinne des Wortes besser im Griff zu haben, muss seine alte Hand her. Diese wird ihm dank meinungsverstĂ€rkender Erpressung von Mr. Gold spendiert. Doch der warnt ihn vor möglicher InkompatibilitĂ€t mit dessen neuen, guten CharakterzĂŒgen.
TatsĂ€chlich stellt Hook neue gewalttĂ€tige Tendenzen an sich fest, die drohen, ihn in arge BedrĂ€ngnis zu bringen. Doch der Entschluss, die böse Hand wieder gegen seinen Allzweckhaken zurĂŒck zu tauschen, kommt - wie von Gold zu erwarten war - mit einem Preis. Hooks UnterstĂŒtzung, einen alten Bekannten mithilfe des Zauberhutes dem Willen des âDark Oneâ zu beugen, bringt die beiden - sehr zu Golds Freude - in eine Pattsituation.
WĂ€hrenddessen erfahren wir in der Vergangenheit mehr ĂŒber die Herkunft des Hutes und die Konfrontation zwischen Anna (Elizabeth Lail) und Rumplestiltskin. Diesem gelingt es zunĂ€chst, ihre IntegritĂ€t und freundliche Natur fĂŒr seine Zwecke zu missbrauchen. Er muss sich allerdings der unbeugsamen Prinzessin aus Arendelle - sehr zu seinem Missfallen - geschlagen geben. Dadurch gelingt es ihr, den Grund der Reise ihrer Eltern herauszufinden: Sie suchten einen Weg, die KrĂ€fte von Elsa (Georgina Haig) zu unterdrĂŒcken beziehungsweise ihr diese zu nehmen.
Zudem geht fĂŒr Henry (Jared Gilmore) und Regina (Lana Parilla âOperation Mongooseâ in Storybrook in die erste Phase. Henry heuert nĂ€mlich âundercoverâ in Mr. Golds GeschĂ€ft an, um von ihm mögliche Informationen bezĂŒglich des MĂ€rchenbuches zu erhalten.

I love it when they say that
Nachdem er in letzter Zeit etwas vernachlÀssigt wurde, legt die Folge dieses Mal den Fokus auf Rumples Treiben in der Vergangenheit und der Gegenwart. Das tat der Serie bisher immer gut - und so ist es auch in dieser Episode. Ihn mit allen möglichen Kniffen die Dinge nach seinem Willen manipulieren zu sehen, ist, wie gewohnt, interessant zu beobachten. Alleine wie er Hook mit der Macht der Suggestion dazu bringt, einen seiner geliebten Deals mit ihm einzugehen, ist eine wahre Freude. Er bleibt also ein Meister - sowohl der Magie als auch der Intrigen und der Manipulation.
Doch das wirft Fragen auf, denn offensichtlich scheint er seinen VorsĂ€tzen, ein besserer Mann zu werden, nicht völlig treu zu bleiben. Zu groĂ scheint die Verlockung, sich mithilfe des Hutes der Kontrolle des Dolches zu entledigen. Wie weit wird er dafĂŒr tatsĂ€chlich gehen und bricht er damit das Versprechen gegenĂŒber seinem Sohn? Dass er erneut in diese Richtung abdriftet, war nicht unbedingt vorherzusehen, macht diesen Plot jedoch durchaus spannend.
Auch Hook sieht sich alten DĂ€monen gegenĂŒber. Ist der rĂŒcksichtslose Pirat noch ein Teil von ihm, den er nicht loswerden kann? Seine Angst, dass dies der Fall sein könnte, wird anschaulich hervorgebracht und die ZwickmĂŒhle, in der er sich befindet, beinhaltet multiple Möglichkeiten fĂŒr einen spannenden Ausgang. Es scheint, als habe Rumple neben der offensichtlichen Zweckdienlichkeit, Hooks Druckmittel zu entkrĂ€ften, beweisen wollen, dass er nicht der einzige ist, der seine dunkle Seite nicht völlig aufgeben kann.
Dies scheint möglicherweise als Rechtfertigung und weiteres Argument fĂŒr seinen bevorstehenden Weg zu dienen. Dazu kommt als kleiner Bonus der kleine und feine Fakt, dass endlich einmal darauf eingegangen wird, dass wirklich jeder zu ihm „I'll do whatever it takes“ (âIch tue alles, was nötig istâ) sagt, wenn es um seine Deals geht. Das spricht sicherlich fĂŒr seine FĂ€higkeit, die Menschen fĂŒr seine Zwecke einzuspannen.
Neben der interessanten Haupthandlung der Episode gibt es auch viele Details, die positiv ins Auge fallen. Zum einen scheint sich Elizabeth Lail immer besser in ihrer Rolle als Anna zurechtzufinden. Das mag in dieser Folge auch zum Teil daran liegen, dass sie mit Robert Carlyle als GegenĂŒber merklich besser zurechtkommt als beispielsweise zuletzt mit Josh Dallas. Auch Henrys Rolle, die fĂŒr mich in der Vergangenheit hin und wieder ein Störfaktor war, gefĂ€llt mir in dieser Staffel bisher besser. Auch die Szenen vor und nach Emmas Date mit ihren Eltern sind auf charmante Art und Weise gelungen, ohne dabei kitschig zu wirken.
Kleine AbzĂŒge bekommt die Episode mit Bezug auf Emma. Ihre Superkraft, LĂŒgen aufzudecken, erweist sich mal wieder als ziemlich inkonsistent: Weder Will Scarlets LĂŒge noch Hooks Halbwahrheit bezĂŒglich seiner Hand wurden von ihr erkannt. DarĂŒber hinaus sollte ihr klar sein, dass Gold, obwohl er zur Familie gehört, nichts umsonst macht. Sie hĂ€tte an dieser Stelle ruhig ein wenig stutzig werden dĂŒrfen oder zumindest noch einmal nachhaken sollen.
Fazit
Eine Folge mit dem âDark Oneâ im Fokus? Das kann ja nur gut gehen - und es ist auch gut gegangen. Es ist auĂerdem ansprechend gelungen, seine Geschichte mit dem „Frozen“-Plot zu verknĂŒpfen. Mit dunklen neuen und alten CharakterzĂŒgen, charmanten Details und neuen Dilemmas stöĂt The Apprentice die Handlung in eine spannende Richtung mit vielen Möglichkeiten fĂŒr zukĂŒnftige Storylines.
Verfasser: Tim KrĂŒger am Montag, 20. Oktober 2014Once Upon a Time 4x04 Trailer
(Once Upon a Time 4x04)
Schauspieler in der Episode Once Upon a Time 4x04
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?