Once Upon a Time 1x13

Abigail (Anastasia Griffith) wird von König George (Alan Dale) fĂŒr die königliche Hochzeit in Empfang genommen. Er verschweigt ihr jedoch, dass ihr BrĂ€utigam Prinz James (Josh Dallas) ReiĂaus genommen hat, weil dieser nach Schneewittchen (Ginnifer Goodwin) verrĂŒckt ist - und sich nicht vorstellen kann, eine andere zu heiraten. TatsĂ€chlich muss ihr George das auch gar nicht sagen, denn Abigail hat es schon selbst spitz bekommen. Und ist darĂŒber gar nicht einmal so unglĂŒcklich, weil auch sie einen anderen liebt, einen Rittersmann namens Frederick (Greyston Holt), der jedoch unglĂŒcklicherweise in zu dichte BerĂŒhrung mit Abigails Vater, Mr. Goldfinger, gekommen ist.
WĂ€hrend Abigail James dabei hilft, sich vor den Truppen des Königs zu verstecken, will dieser ihr dabei behilflich sein, ihren Liebsten aus seiner misslichen Lage zu befreien. In Storybrooke teilt Abigail-WidergĂ€ngerin Kathryn ihrem Ehemann David inzwischen mit, dass sie an der UniversitĂ€t von Boston akzeptiert wurde. Das bedeutet fĂŒr David, dass er sich nun ein fĂŒr allemal entscheiden muss: Will er mit Kathryn oder mit Mary Margaret zusammensein?
Irgendwann im Verlauf von What Happened to Frederick ist dem Rezensenten folgender Verdacht durch den Sinn geschossen: Könnte David vielleicht das Alter Ego des ursprĂŒnglichen Prinz James sein? Des aufgeblasenen Schwertschwingers, der in The Shepherd das Zeitliche gesegnet und dann durch den sympathischen Schafhirten ersetzt wurde?
Die Theorie hĂ€tte den Vorzug, dass sie erklĂ€ren wĂŒrde, warum James/David in den beiden RealitĂ€ten so eklatante charakterliche Unterschiede aufweist. Sie hat den Nachteil, dass James Nr. 1 zum Zeitpunkt, als die Böse Königin (Lana Parrilla) die MĂ€rchenwelt mit dem Fluch belegt hat, bereits verblichen war. Sofern uns also nicht bislang irgendwelche grundlegende Fakten ĂŒber die MĂ€rchenwelt oder den Fluch vorenthalten wurden, mĂŒssen wir wohl davon ausgehen, dass James Nr. 1 keine Entsprechung in Storybrooke hat - und wir es daher tatsĂ€chlich im Falle von David mit dem WidergĂ€nger des unbeirrbar aufrechten James Nr. 2 zu tun haben.
Davids Verhalten in der Storybrooke-Wirklichkeit ist einfach nur noch beschĂ€mend. Aber immerhin bekommt er dafĂŒr in dieser Folge die Quittung serviert: Als Mary Margaret merkt, dass er nicht nur Kathryn, sondern auch sie belogen hat, da ist es aus mit der Turtelei. Da kann David noch so viele KrokodilstrĂ€nen vergieĂen. Seine Unaufrichtigkeit hat sich nicht fĂŒr ihn bezahlt gemacht. In gewisser Weise ist das schon fast wie im MĂ€rchen.
Leid tun kann es einem um Kathryn, welche diesmal in beiden RealitĂ€ten als eine sympathische und besonnene Frau gezeigt wird. Nachdem ihre erste Wut und EnttĂ€uschung verraucht sind, beweist sie echte GröĂe und Reife, als sie beschlieĂt, in Boston einen Neuanfang zu machen - und sogar der Verbindung von David und Mary Margaret ihren Segen zu geben. Zu schade, dass sie niemand vor dem Schicksal all jener gewarnt hat, die versuchen, mit ihrem Auto Storybrooke zu verlassen. Vielleicht hat der Crash aber auch sein Gutes: Immerhin eröffnet er die Möglichkeit, dass sie auch in Storybrooke ihre wahre Liebe - hier in Gestalt eines adretten Sportlehrers - kennen lernt.
Alles in allem hĂ€lt Once Upon a Time in What Happened to Frederick wieder einmal sehr schön die Balance zwischen Abenteuer (die Flucht vor König George), mĂ€rchenhafter Magie (der See der Sirene) und Emotion (das Einstehen beziehungsweise Nichteinstehen fĂŒr die wahre Liebe) - garniert mit einer Prise Mysterium, fĂŒr die diesmal erneut der Fremde (Eion Bailey) zustĂ€ndig ist, dessen IdentitĂ€t auch durch die Nennung seines Namens kaum klarer wird (August W. Booth - Hat irgendjemand eine Idee, ob sich darin ein Hinweis verbirgt?). Er restauriert Henrys (Jared Gilmore) Buch und schickt es via Wasserpost und Emma (Jennifer Morrison) an seinen EigentĂŒmer zurĂŒck. Dass er der Verfasser ist, dĂŒrfte mehr denn je als sehr wahrscheinlich gelten. Aber woher bezieht er seine Kenntnisse ĂŒber die MĂ€rchenwelt?
Etwas enttĂ€uschend ist natĂŒrlich, dass Emma trotz des mĂ€rchenhaften Dates am Brunnen keinen Schritt nĂ€her gekommen ist, die Wahrheit zu erkennen. Ihre Skepsis ist, wie es scheint, hartnĂ€ckiger als jeder Fluch.
Fazit
Eine durch und durch unterhaltsame Episode, in der jeder das bekommt, was er verdient hat: James steht zu seiner wahren Liebe - und entdeckt, dass Schneewittchen ihn in Wirklichkeit genau so liebt wie er sie. David beweist nicht das geringste AnstandsgefĂŒhl - und steht am Ende allein da.
Verfasser: Christian Junklewitz am Dienstag, 21. Februar 2012(Once Upon a Time 1x13)
Schauspieler in der Episode Once Upon a Time 1x13
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