Hollywood atmet auf: Dieser eine Film löst das größte Kassen-Problem des Sommers im Alleingang
Hollywood atmet auf: Dieser eine Film löst das größte Kassen-Problem des Sommers im Alleingang
Der Film „Die Odyssee“, Nolans neuestes Epos, hat am Wochenende an den Kinokassen einen heftigen Sturm entfacht: 124,5 Millionen Dollar in Nordamerika und weltweit 264 Millionen Dollar, wie Rentrak (via EW.com) meldet. Damit startet der Film auf Platz 12 in Nordamerika und Platz 13 weltweit; legt er in seinem zweiten Wochenende nur die Hälfte dieses Einspielergebnisses hin, dürfte er sich in beiden Märkten in den Top 10 festsetzen.
Das weltweite Ergebnis bricht für Nolan zudem einen wichtigen Rekord: Es übertrifft seinen bisherigen besten Start an den internationalen Kinokassen, als „The Dark Knight Rises“ 2012 mit 249 Millionen Dollar eröffnete; inflationsbereinigt läge dieses Ergebnis heute allerdings bei rund 366,9 Millionen Dollar und würde „The Odyssey“ deutlich alt aussehen lassen. Dennoch bleibt die Fähigkeit des britisch-US-amerikanischen Autorenfilmers, Massenbegeisterung fürs Kino zu entfachen, nahezu unerreicht - zumal „The Odyssey“ als erster Spielfilm komplett mit 70mm-IMAX-Kameras gedreht wurde.
Geholfen hat damals auch der auffällige Parallelstart von Greta Gerwigs Blockbuster „Barbie“: Nolans letzter Film, „Oppenheimer“ von 2022, spielte zum Start 82 Millionen Dollar in Nordamerika und 174 Millionen weltweit ein - im Vergleich dazu ist „The Odyssey“ ein gewaltiger Schritt nach vorn. Die ausführliche Filmkritik von Serienjunkies.de.
Darum geht es in „The Odyssey“
„The Odyssey“ ist eine Adaption des zeitlosen Epos des griechischen Dichters Homer. Die Geschichte folgt dem umherirrenden Helden Odysseus (im Film gespielt von Matt Damon), der müde von Land zu fremdem Land segelt, immer auf der Suche nach seiner Heimat Ithaka, nachdem er Jahre im Trojanischen Krieg verbracht hat. Das Ensemble ist prominent besetzt, unter anderem mit Tom Holland, Anne Hathaway, Robert Pattinson, Samantha Morton, Mia Goth, Lupita Nyong'o, Charlize Theron und weiteren Stars.
Der Erfolg von „The Odyssey“ macht den Film außerdem zum weltweit drittbesten R‑Rated-Start an den Kinokassen: Vor ihm liegen nur noch „Deadpool & Wolverine“ mit 444 Millionen Dollar im Jahr 2024 und „Deadpool 2“ mit 301 Millionen Dollar im Jahr 2018.
Dass „The Odyssey“ die nordamerikanischen Kinokassen im Alleingang aufräumt, ist auch eine willkommene Abwechslung zum schleppenden Start von „Moana“, das am vergangenen Wochenende nur auf 43 Millionen Dollar kam, und zum Franchise-Tief von 36,4 Millionen Dollar für „Minions & Monsters“ in der Woche davor.
Ein weiterer Film, der sich zwar nur am unteren Ende der Charts in Nordamerika und weltweit wiederfindet, in dieser Woche aber dennoch einen großen Sieg feiern kann, ist „Obsession – Du sollst mich lieben“. Das Debüt des 26‑jährigen Wunderkinds Curry Barker hat am Wochenende die Marke von 250 Millionen Dollar an den nordamerikanischen Kinokassen überschritten - bei einem schockierend niedrigen Budget von unter einer Million Dollar.
In „Obsession“ spielen Inde Navarrette als Nikki und Michael Johnston als Bear; beide liefern beeindruckende Durchbruchsauftritte. Weltweit steht „Obsession“ derzeit bei 442,6 Millionen Dollar und ist damit der siebterfolgreichste Film, der 2026 rund um den Globus gestartet ist.
In der kommenden Woche dürfte kein Neustart auch nur den Hauch einer Chance gegen „The Odyssey“ haben. Die besten Chancen im Feld dürfte noch „Motor City“ haben, ein stilisierter Actionfilm mit Alan Ritchson aus der Serie „Reacher“, außerdem mit Ben Foster und Shailene Woodley. Dazu kommt „Pinocchio: Unstrung“, die unvermeidliche Horror-Version von Pinocchio, nachdem das Disney-Original endlich Teil der Public Domain geworden ist. Und schließlich ist da noch „Her Private Hell“, der jüngste neon-durchtränkte Albtraum von Nicholas Winding Refn, dem Regisseur von „Drive“, mit Sophie Thatcher aus der Erfolgsserie „Yellowjackets“ in der Hauptrolle. Podcast-Kritik zum neuen Nolan-Film „The Odyssey“.