Never Have I Ever Staffel 1 Episodenguide: Alle Folgen im Überblick!

Never Have I Ever Staffel 1

Never Have I Ever Staffel 1 Episodenguide

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In der Coming of Age-Serie von Netflix, Never Have I Ever geht es um Devi (Newcomerin Maitreyi Ramakrishnan). Sie hat vor acht Monaten den wichtigsten Menschen ihres Lebens verloren - ihren Vater Mohan (Sendhil Ramamurthy bekannt aus Heroes). Nun verfolgt die Serie sie bei ihrem Leben danach: Devi ist ein ganz normales Mädchen, das in den beliebtesten Sportler der Schule verliebt ist und (dadurch) in Streits mit ihren Freundinnen, ihrem Schulrivalen und ihrer Familie gerät.

Für einen ersten Überblick und Eindruck über die Serie, könnt Ihr auch unser Pilotreview lesen.

Das passiert in der 1. Staffel von Noch nie in meinem Leben

Nachdem Devis Vater gestorben ist, hat sie das Harfenspielen aufgegeben, da er bei einer ihrer Übungen einen Herzanfall erlitten hat. Zudem ist sie vor Schock und Trauma gehbehindert geworden und musste für sechs Monate in einem Rollstuhl sitzen. Doch wie durch ein Wunder kann sie nun wieder laufen. Dabei setzt die Serie an.

Devi gehört zu den Nerds der Schule. Sie ist die Allerbeste, die Oberstreberin, ihrer Klasse. Ihr Platz als beste Schülerin wird ihr jedoch immer wieder von ihrem Rivalen Ben (Jaren Lewison) streitig gemacht. Lernen und Ehrgeiz treibt sie an, ist ihre Leidenschaft. Ihre besten Freundinnen sind, so wie sie, Nerds, jedoch auf eine etwas andere Art: So lebt Eleanor (Ramona Young) für das Drama und Fabiola (Lee Rodriguez) brennt für ihre selbst gebauten Roboter, denen sie die geheimsten Dinge anvertrauen kann.

Devis Mutter, Nalini (Poorna Jagannathan), ist relativ gläubig und erzieht sie auch entsprechend, doch Devi versucht ihren eigenen Weg zu gehen. Dabei ist die Familie aber nicht so traditionell wie gedacht. Gerade Devis Kusine, Kamala (Richa Moorjani), die seit dem Tod von Devis Vaters bei ihnen wohnt, vertritt im Geheimen progressive Gedanken. So studiert sie Biologie. Sie will später arbeiten und nicht Hausfrau werden. Ihr Intellekt und ihre Selbstverwirklichung sind ihr dafür zu wichtig. Zudem will sie auch selber entscheiden, in wen sie sich verliebt, wer mit ihr die Zukunft verbringen soll. Das steht im Gegensatz zu den Plänen ihrer Familie, die eine Ehe für sie arrangieren wollen, wo sie dann zu einer braven Hausfrau werden soll. Doch zum Glück für sie stellt sich ihr (zukünftiger) Ehemann selber als progressiv heraus.

Netflix
Netflix - © Netflix

Devi ist über beide Ohren in den beliebtesten und heißesten Jungen ihrer Schule verliebt: Der erfolgreiche Schwimmer (asiatischer Herkunft) Paxton Hall-Yoshida (Darren Barnet). In einem Moment, der so unwirklich wirkt, dass man meinen könnte Devi hätte sich das eingebildet, gesteht sie ihm, dass sie auf ihn steht und gerne mit ihm schlafen möchte. So machen sie ein Sex-Date aus, aus dem jedoch immer wieder nichts wird bis schließlich Paxton die Sache komplett abbläst und zwischen den beiden entwickelt sich stattdessen eine schöne Freundschaft. Bei ihren Freundinnen bleibt sie jedoch bei ihrer ursprünglichen Geschichte, sodass diese glauben, dass sie mit Paxton schlafen würde. Durch ein Missgeschick erfährt die ganze Schule davon, sodass ein Streit zwischen Paxton und ihr ausbricht: Zum Einen ist es ihm peinlich, dass nun seine Mitschüler denken er würde mit ihr schlafen. Zum Anderen fühlt er sich betrogen, da sie so eine Lüge über ihn erzählt.

In der Zwischenzeit führen ihre Lüge bezüglich ihres Sexlebens mit Paxton und weil er bei ihr eine höhere Priorität hat als ihre Freundinnen immer wieder zu einem Streit mit ihren Freundinnen. Das treibt ein Keil zwischen sie und ihre Freundinnen, sodass sich die zwei gegen sie verbünden. Sie entfernen sich immer weiter voneinander.

Die Serie stellt jedoch nicht nur Devi in den Fokus der Erzählung. Sie widmet sich auch dem Leben von Eleanor und Fabiola. So macht Fabiola einen Erkundungsprozess der eigenen Sexualität durch. Zuerst bemerkt sie, dass sie nicht auf Jungs, sondern auf Mädchen steht. Die Kommilitonin, auf die sie steht und unverkennbar selber homosexuell ist, macht sie auch darauf aufmerksam. Nach erstem Zurückschrecken und mehreren Versuchen sich vor ihrer Familie zu outen, gelingt es ihr schließlich Eleanor ihre Sexualität zu offenbaren, die die Nachricht großartig aufnimmt. Dadurch ist sie so erleichtert, dass sie sich nun auch traut es ihrer Familie zu erzählen. (Devi erfährt aufgrund ihres Streits etwas später davon.) Alle Beteiligten reagieren toll und lassen sie wissen, dass sich für sie nichts ändert.

Auch Eleanor erhält einen eigenen Handlungsstrang. Dieser dreht sich um ihre Mutter. Eleanor hat jahrelang angenommen, dass ihre Mutter eine erfolgreiche Schauspielerin auf einem Schiff wäre. Von ihren Reisen bekommt sie auch regelmäßig Postkarten. Doch durch Paxton erfährt sie, dass ihre Mutter sie jahrelang angelogen hat und sie in echt noch in der gleichen Stadt wie sie wohnt und als Kellnerin arbeitet. Nach einem kurzen Annähern der Beiden, verschwindet ihre Mutter erneut: Sie will ihrer Schauspielkarriere, nachdem sie Eleanor schauspielern gesehen hat, nochmal eine Chance geben. Das geht ihrer Meinung nach nur am Broadway - jedoch ironischerweise nicht in Los Angeles, wo sie sich gerade befindet.

Zwischen Devi und ihrer Mutter kommt es immer wieder zu Streitereien. Dabei geht es im Grunde immer darum, dass Devi ihrer Mutter zu ungehorsam ist: Sie geht unerlaubterweise auf Partys, hält sich nicht an Regeln, hat Kontakt zu männlichen Schulkollegen, … . Dabei spricht wie so oft nur die Sorge aus Nalini. Doch wie so oft fasst ihre Tochter das falsch auf. Da ihre Mutter sich nicht anders zu helfen weiß münden ihre Streitereien in der Verkündung ihres Umzugs nach Indien. Dort erhofft sich die Mutter Unterstützung von der Familie, sodass sie sich besser um Devi kümmern kann. Das bringt das Fass zum Überlaufen und die Verbindung zwischen den Beiden bricht endgültig: Devi zieht von Zuhause aus und bei ihrem Schulrivalen Ben ein.

So kommt die 1. Staffel von Noch nie in meinem Leben herüber

Mit der einfühlsamen und auch irgendwie witzigen Folge Been the Loneliest Boy in the World fokussiert sich die Serie für eine Episode auf eine ihrer (Neben-)Figuren - Ben. Damit wird ihm eine Ehre zuteil, die anderen verwehrt bleibt. Dabei lernen wir ihn und sein Inneres besser kennen. Dadurch können wir ihn besser verstehen und erfahren auch, wie viel ihm Devi in Wahrheit bedeutet.

So konnte man sich zwar zuvor schon denken, dass Ben in Wahrheit ein einsamer von seinen reichen Eltern vernachlässigter Jugendlicher ist - an dieser Stelle wird leider ein typisches Klischée von Coming of Age-Serien bedient. Auch die Zeichnung von Paxton erfolgt leider etwas stereotypisch. So handelt es sich bei ihm um den beliebtesten und heißesten Schüler der Schule: Ein Sportler, der sich für Devi, den Nerd und Streber, schämt und sich nicht vor ihr zu ihr bekennen möchte. Ich weiß nicht, wie oft ich diese beiden Konstellationen - oft ineinander vereint - bereits in Coming of Age-Serien gesehen habe. Mit der Zeit habe ich aufgehört zu zählen.

Über diese Makel kann man jedoch hinwegsehen, da die Dramedy so viel Charme und Humor besitzt. Das ist vor allem dem einfühlsamen Drehbuch Mindy Kalings und dem tollen Schauspiel der Jungdarsteller zu verdanken. Der Humor bzw. der besondere Charme der Serie macht sich so vor allem durch das Voice-Over von John McEnroe bemerkbar. Während das im ersten Moment etwas zufällig und komisch wirkt, so erhält es doch eine bedeutende Verbindung zu der Serie und zu Devi - dieser war der Lieblingssportler ihres Vaters. Dieses Voice-Over hat eine kommentierende, reflektierende und mockierende Funktion, die der Dramedy das „Tüpfelchen auf dem i“ verleiht.

Noch nie in meinem Leben ist äußerst erfrischend. Sie bietet mal einen neuen Blickwinkel. Sie ist nicht die typische Teenie-Serie. So werden hier natürlich die typischen Themen behandelt, die Jugendliche beschäftigt, jedoch werden diese aus einer anderen Perspektive betrachtet - aus dem einer indischen Jugendlichen, die gerade erst den wichtigsten Menschen ihres Lebens verloren hat. Trotz des schwierigen Start-Themas (Devi ist eine Halbweise), ist die Serie leicht verdaulich. Man kann sie gut an einem Stück schauen. Sie erscheint einem kurzweilig. Es macht Spaß Devi bei ihrem Leben zu verfolgen.

Netflix
Netflix - © Netflix

Ich finde gerade gegen Ende einer Staffel merkt man, ob es der Serie gelingt einen runden Abschluss hinzubekommen, der nicht übereilt wirkt. Das ist bei Never Have I Ever leider nicht der Fall. So bekommt man hier das Gefühl, dass Mindy Kaling noch mehr zu erzählen hatte, noch mehr Zeit gebraucht hätte. Dieses Ende wirkt leider übereilt. So können die Handlungsstränge nicht wirklich abgeschlossen geschweige denn erneut angesprochen werden.

An dieser Stelle spreche ich nicht von dem Cliffhanger/ der Entwicklung eines Liebesdreiecks rund um Devi, Paxton und Ben, die man schon von Anfang an kommen sehen konnte, sondern viel mehr von der Idee nach Indien zu ziehen, die für viel Drama in der finalen Folge sorgt: Devi zieht von Zuhause aus, zieht bei Ben ein, versöhnt sich wieder mit ihren besten Freundinnen und ihrer Mutter. Da ist es logisch, dass nicht alles genügend behandelt werden konnte. Hier erscheint es so, als ob die Macher noch ein zwei weitere Episoden benötigt hätten, um die Staffel entsprechend abzuschließen.

Auch spielt in der Serie Diversität eine große Rolle: So sind hier die verschiedensten Kulturen, Interessen und Sexualitäten vertreten. Zum Beispiel hat Fabiola andere Wurzeln, ist homosexuell und interessiert sich für Roboter. Eleanor und Paxton sind Asiaten, deren Interessen (Schauspielern und Schwimmen) weit auseinander gehen. Devi ist Inderin und brennt für die Schule so wie der Weiße Ben.

Hierbei gelingt es besonders gut, dass die Figuren nicht nur auf eine Eigenschaft (Herkunft, Interesse, Sexualität) reduziert werden, sondern ihnen mehrere Eigenschaften zugeschrieben werden und diese auch bedient werden. So ist zum Beispiel Kamala eine Inderin, die Biologie studiert und progressive Gedanken verfolgt. Sie wird also nicht nur auf eine dieser Eigenschaften reduziert.

Fazit

Die 1. Staffel von Never Have I Ever ist kurzweilig, humorvoll und überraschend leichte Kost. So lassen sich die 10 30-minütigen Episoden gut durchbingen. Zudem bietet sie einen erfrischend anderen Blickwinkel auf das Teenagerleben, sodass das bereits zu Massen vertretene Genre der Coming of Age-Serie einen neuen Dreh erhält. Doch von Stereotypen und einer übereilten Handlung ist auch diese tolle Dramedy nicht befreit. Darüber kann man jedoch hinwegsehen, da die Mindy Kaling-Produktion so viel Charme besitzt.

«Never Have I Ever» Trailer

Never Have I Ever Staffel 1 Episodenguide

1x01 – Pilotfolge
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