NCIS 11x19

Wir sind zurĂŒck in New Orleans, und dieser zweite Teil (Crescent City: Part II) der Doppelepisode vergeudet keine Zeit, um uns noch mehr von der AtmosphĂ€re dieser Stadt zu erzĂ€hlen. Manchmal hat man das GefĂŒhl, dass es zu viel des Guten ist. Aber es ist wirkungsvoll. Das New Orleans-NCIS-Team findet zusammen mit Gibbs & Co. heraus, dass es sich bei den Morden nicht um einen Copycat handelt, sondern um den echten Mörder, der damals entgegen ihrer Annahme nicht gefasst wurde. Warum eigentlich nicht?
Weil der Freund und Mentor von Pride (Scott Bakula) und Gibbs (Mark Harmon), der jetzt tote McLane, damals die Beweise manipuliert und einen Unschuldigen hinter Gitter geschickt hatte. Pride ist nicht bereit dieser Spur zu folgen und die Wahrheit zu akzeptieren - es sind Schmerz und EnttĂ€uschung, die ihn fĂŒr einen Augenblick ĂŒbermannen. Gibbs Hand auf seiner Schulter holt ihn zurĂŒck in die Gegenwart, in der sie einen gefĂ€hrlichen Mörder fassen mĂŒssen.
McLane hat damals Bestechungsgelder angenommen, um den wahren Mörder zu verschonen. Im Zuge der Untersuchungen lernen wir auch Abbys Kollegen und New Orleans' forensischen Experten Wendell Hobbs (Aaron Clifton Moten) kennen, der wÀhrend der Arbeit auf einem elektrischen Klavier komponiert und spielt. Seine und Abbys (Pauley Perrette) Hinweise helfen dem Team den Kreis der VerdÀchtigen immer enger zu machen, so dass am Ende die schreckliche Wahrheit ans Tageslicht kommt.
Privileged Killer ist mehr oder weniger ein âLabelâ, die Morde sind Family Business: wie der Vater so der Sohn, lautet der berĂŒhmte Spruch. In diesem Fall ist er absolut zutreffend. Nachdem der Vater Selbstmord begeht, schaffen es Pride und Gibbs den Sohn gerade noch rechtzeitig auszuschalten, bevor er den nĂ€chsten Mord begeht. Damit ist der Besuch von Gibbs & Co. in New Orleans beendet. Schade, dass Tony (Michael Weatherly) nicht die Möglichkeit hatte, an Ort und Stelle seinen Boss zu unterstĂŒtzen.
Aber vermutlich befĂŒrchteten die Autoren, dass Tonys Eigenart den Blick von den Eigenarten der neuen möglichen NCIS-Mitglieder und vor allem von den Eigenarten dieser herrlichen Stadt ablenken wĂŒrde. Obwohl: Tony bekommt auch mit New Orleans zu tun, als er eine Voodoo-Tony-Puppe bekommt, die ihm als Running Gag immer wieder zu schaffen macht.

Der zweite Teil der Episode Crescent City: Part II setzt nicht so sehr auf die Spannung und auf den Fall, sondern nutzt alles als Mittel zum Zweck, um uns die EinfĂŒhrung in NCIS: New Orleans so richtig schmackhaft zu machen. „Schmackhaft“ ist hier das richtige Wort, denn sogar das Essen in New Orleans hat seine Eigenart, wie Brody (Zoe McLellan) feststellen muss...
Positiv ist, dass die Autoren aus Brodys Vergangenheit keine groĂe Sache machen, sondern einfach nur Pride ausrichten lassen, er wisse davon Bescheid. Er fragt sie, ob alles ok sei und nach einer BestĂ€tigung ihrerseits ist fĂŒr ihn die Sache erledigt.
Unkompliziert, locker, liebevoll und mit viel Seele - so prĂ€sentiert man uns die New Orleans-AtmosphĂ€re. Und Prides Team passt dorthin wie die Faust aufs Auge. Die Figuren sind genauso charmant wie die Stadt. Am besten drĂŒckt es Loretta (CCH Pounder) aus:
„This town really gets into your DNA. I flew out here for a visit in 97. Still got the return ticket. I know folks die the same here as anywhere else, but in New Orleans, most people depart with a good heart and a whole lot of soul.“
Spinn-offs sind oft nicht besonders erfolgreich oder willkommen beim Publikum, aber mit NCIS: New Orleans kann man sich ganz gut anfreunden und sich wĂŒnschen, mehr von dieser Stadt und diesem Team zu sehen.
Trailer zu âNCISâ (11x20):
Verfasser: Mariano Glas am Mittwoch, 2. April 2014NCIS 11x19 Trailer
(NCIS 11x19)
Schauspieler in der Episode NCIS 11x19
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?