Nashville 1x07

Nashville 1x07

Die große Jubiläumsshow des Plattenlabels Edgehill Records steht an. Und die Vorbereitungen halten eine große Überraschung für Juliette und Rayna bereit. Auch Teddy sieht sich mit einer neuen Wendung im Wahlkampf konfrontiert, Coleman nimmt in der Episode Bühne frei den Kampf auf.

Die Vorbereitungen für die Jubiläumsshow laufen schleppend in der Serie „Nashville“ / (c) ABC
Die Vorbereitungen für die Jubiläumsshow laufen schleppend in der Serie „Nashville“ / (c) ABC

Endlich ist es soweit: Marshall hat in der Episode Bühne frei einen Weg gefunden, Rayna (Connie Britton) und Juliette (Hayden Panettiere) gemeinsam auf die Bühne zu stellen, ohne dass eine der beiden Sängerinnen sich wehren kann.

Die zwei Großen

Rayna ist die Ikone, doch Juliette ist der Shooting Star mit der jungen Fangemeinde. Eine Überraschung ist es nicht, dass die beiden nun gezwungen sind, zusammenzuarbeiten. Doch der Zwang, zusammen auf der Bühne zu stehen, ist nur das Gerüst. Die richtige Arbeit machen sie schon noch selbst. Nach einigen halbherzigen gegenseitigen Beleidigungen reißt Rayna der Geduldsfaden und sie holt zu einem Tiefschlag aus. Sie sagt Juliette, diese habe es nicht verdient, auf der Bühne des Ryman Auditorium aufzutreten. Dass alle Anwesenden es unmittelbar als Tiefschlag erkennen, zeigt auch, dass Juliette nicht total aus dem Wertesystem der Countrystars gefallen ist. Juliette lebt nach dem Motto „Vorne ist, wo ich bin.“ Sie setzt alles daran, keinen Respekt vor den Ikonen und Mächtigen zu zeigen. Doch sie hat Respekt vor der traditionsträchtigen Bühne. Und das bringt sie zurück auf den Boden. Juliette wird durch Raynas Anwesenheit geerdet.

Raynas Entscheidung, auf Juliette zuzugehen und ihr vorzuschlagen, gemeinsam zu schreiben, ist ein erster Schritt der beiden zu einander. Dass dieser Schritt von Rayna getan wird, ist nicht verwunderlich.

Doch es ist Juliette, der man nach dem wunderbaren gemeinsamen Auftritt ansieht, dass es ihr doch mehr bedeutet, mit Rayna aufzutreten, als sie zugeben will.

Politische Verstrickungen

Teddy (Eric Close) findet sich in einer verzwickten Lage wieder: Statt eines gemütlichen Familienabends sieht er sich Coleman (Robert Wisdom) gegenüber, der ihm kompromittierende Bilder mit Peggy (Kimberly Williams-Paisley) unter die Nase hält. Lamar (Powers Boothe) kann das fürs Erste nicht schocken. Und es gibt ja auch nichts wirklich Schlimmes zu sehen: Teddy und Peggy umarmen sich an einem öffentlichen Ort, nach mehr als einer Verabschiedung sieht es tatsächlich nicht aus. Wird Rayna das aus der Bahn werfen? Sie hat ja bereits die Vermutung geäußert, dass Peggy immer noch eine Schwäche für Teddy hat, aber diese Bilder sind dann doch weit von einer möglichen Affäre entfernt.

Rayna (Connie Britton) und Juliette (Hayden Panettiere) auf der Bühne © ABC
Rayna (Connie Britton) und Juliette (Hayden Panettiere) auf der Bühne © ABC

Nach wie vor bleibt die Storyline um Lamar, Teddy, Coleman und Peggy weit hinter der Entwicklung um Rayna und Juliette, selbst hinter dem isolierten Nachwuchs, Scarlett (Clare Bowen), Gunnar (Sam Palladio) und Avery (Jonathan Jackson), zurück. Weder kommt Mitgefühl mit Teddy noch Wut auf.

Der letzte Schubser

Gunnar kann auch seiner Freundin Hailey (Chloe Bennet) gegenüber immer schwieriger seine Gefühle für Scarlett verstecken. Die Episode Lovesick Blues sollte in dieser Hinsicht den Sack zugemacht haben. Hailey hat mit der Ausstaffierung von Scarlett und ihrem Partyabend ihre Beziehung mit Gunnar zum Tode verurteilt. Noch deutlicher kann es kaum werden, dass er an Scarlett interessiert ist. Es tut fast schon weh, diesen beiden zuzusehen, wie sie einfach ganz haarscharf immer nicht zusammenkommen. Besonders jetzt, da Scarlett wieder Single ist.

Und das wohl nun auch auf Dauer bleiben wird. Dafür hat Gunnar unwissend selbst gesorgt. Er hat sie aus dem Club vertrieben und ihr damit ermöglicht, Avery mit Marilyn (Rya Kihlstedt) auf frischer Tat zu ertappen.

Der Abend gibt schöne Bilder her, Scarlett auf der Bühne, Gunnar schmachtend davor. Das wärmt das Herz eines jeden Scarlett/Gunnar-Fans. Doch darüber hinaus schwenkt diese Story ein bisschen zu sehr in Richtung Soap-Opera. Die Serie Nashville bewegt sich stets am Rande dieser Gefahr, doch im Allgemeinen hat sie einen guten Weg gefunden, nicht zu sehr in die kitschige Soap-Schiene abzurutschen. Diesmal gelingt das leider weniger.

Fazit

Die Story um Scarlett, Gunnar und Avery bietet kaum mehr als Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft für die beiden ersteren. Doch dafür macht die Geschichte um Rayna und Juliette einen großen und wichtigen Schritt: Beide stehen nicht nur gemeinsam auf der Bühne, sie schreiben zusammen einen Song. Und seit Songwriting in der Serie Nashville intimer als Sex ist, könnte das ein erster Schritt in eine völlig neue Zusammenarbeit werden. Enge Freunde werden die beiden wohl erst einmal nicht, aber eine Zusammenarbeit verbindet die manchmal doch sehr losen Enden der Serie Nashville enger miteinander.

Verfasser: Serienjunkies.de am Sonntag, 14. April 2013
Episode
Staffel 1, Episode 7
(Nashville 1x07)
Deutscher Titel der Episode
Bühne frei
Titel der Episode im Original
Lovesick Blues
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Mittwoch, 28. November 2012 (CMT)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 9. April 2013
Autor
Wendy Calhoun
Regisseur
Mimi Leder

Schauspieler in der Episode Nashville 1x07

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