Mayans MC 2x04

© zenenfoto aus der Episode Lahun Chan der US-Serie Mayans MC (c) FX
In der Mayans MC-Episode Lahun Chan ist einiges los, denn Angel (Clayton Cardenas) und EZ (JD Pardo) knöpfen sich Happy (David Labrava) vor, dem sie die Wahrheit über den Tod ihrer Mutter entlocken wollen. Der MC sieht sich derweil auf der Straße von den Swole Boys bedrängt, die ihren Club profilieren und sich revanchieren wollen. Abseits davon geraten Adelita (Carla Baratta) und Miguel (Danny Pino) in Bedrängnis.
Swole Boys versus Mayans
Auf der Durchreise legen sich die Muckibuden-Motorrad-Männer mit den Mayans an, um sich für den Ärger, den Angel und EZ verursacht haben, nachdem sie sich mit ihnen angelegt hatten, zu rächen. Auf der Straße kommt es schließlich zum Duell der beiden Clubs, in dessen Zügen Riz (Antonio Jaramillo) von seinem Gefährt gepflückt wird und auch ihre Gegner einstecken müssen. Nachdem sich der Staub gelegt hat, bekommen sie von „SoA“-Mitglied Les Packer (Robert Patrick) und den Sons Rückendeckung, mit denen sie gemeinsam den aufgebrachten Fitness- und Motorradenthusiasten einen Besuch abstatten. Riz bekommt daraufhin die Gelegenheit für ein wenig Genugtuung, während die Sons sich bereit erklären, dem Neulingsclub die Spielregeln zu erklären und die Konfrontation damit beenden.
EZ und Angel beginnen inzwischen ihr Verhör von Happy, der allerdings nicht gerade wie ein Wasserfall redet, ganz so wie man es bereits aus Sons of Anarchy von ihm kennt. Dabei tickt die Zeit gegen die Reyes-Brüder, da es bereits absehbar ist, dass bald jemand nach ihrem schweigsamen Gesprächspartner suchen wird. Nachdem sie ihn eine Weile vergebens unsanft bearbeiten, ist es schließlich EZ, der zu ihm durchdringt und Hoffnung besteht, dass das Ganze womöglich ohne Leiche enden könnte. Was Happy ihnen erzählt, zieht ihnen jedoch die Schuhe aus, denn er gesteht, dass er tatsächlich derjenige war, der den Abzug gedrückt und ihre Mutter auf dem Gewissen hat.
Doch sie hatte so etwas laut ihm bereits kommen sehen und er vermutet, dass der Auftrag in Verbindung mit einem Kartell stand. In der Nacht, in der EZ ihn verfolgte, hielt er ihn für einen Vollstrecker des Kartells, da er ursprünglich auch Felipe (Edward James Olmos) liquidieren sollte, diesen aber nicht finden konnte. Dies brachte ihn schließlich dazu, seinen Nomaden-Status abzulegen und Schutz hinter dem Patch der Sons zu suchen. Nachdem er ihnen eine Spur zu den Auftraggebern beziehungsweise einem Mittelsmann liefern kann, entscheiden sich die Brüder, ihn nicht aus Rache umzubringen, während er ebenfalls einstimmt, die Sache damit auf sich beruhen zu lassen.
Parallel zu diesen Ereignissen trifft sich Dita (Ada Maris) mit Felipe, die eine wahre Bombe platzen lässt, indem sie ihm offenbart, dass Miguel sein Sohn ist. Dieser muss sich zur selben Zeit einer schwierigen Situation stellen, nachdem die Söldner Potters ihn und Adelita per Peilsender ausfindig machen und er in letzter Sekunde ein Szenario inszeniert, das den Anschein erweckt, er habe sie gefunden und Potter ausliefern wollen. Letzteres lässt sich dafür allerdings tatsächlich nicht vermeiden, so dass sie schließlich von der Truppe mit ungewissem Schicksal abgeführt wird.
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Inevitability
Mit Lahun Chan legt Mayans MC seine bis dato beste Episode hin, die mit Wendungen gespickt und voller Spannung in Szene gesetzt ist. Grundpfeiler dafür ist die intensive Situation, die sich in Happys Domizil entfaltet, die von dem glaubwürdigen Omen überschattet wird, dass nur eine Partei das Haus lebend verlassen wird. Die Brüder versuchen jedoch, den Widerhall dieser Aussage aus ihren Köpfen zu verbannen und fokussieren sich darauf, jemanden zum Reden zu bringen, der seine Brötchen mit Diskretion und Ruchlosigkeit verdingt hat.
Doch auch bei Happy ist schließlich der Punkt erreicht, sein Schweigen zu brechen und die Brüder über die Umstände der damaligen Tat aufzuklären, wodurch die Brüder im Einklang mit dem frühzeitigen Auftreten des „SoA“-Prospect schließlich den Entschluss fassen, im gegenseitigen Einverständnis und vielleicht auch etwas erleichtert Happy am Leben zu lassen. Besonders interessant dabei ist, dass sie eben nicht den simpelsten Pfad der Rache nehmen, sondern sich noch tiefer in die Höhle wagen. Dabei machen auch ihre Gespräche untereinander während der gesamten Aktion einen sehr organischen und überzeugenden Eindruck, so dass ihre Szenen miteinander wieder ins Schwarze treffen.
Die beiden großen Überraschungen in Happys Aussagen sind sicherlich, dass ihre Mutter damit bereits gerechnet hatte und auch ihr Vater auf der Abschussliste stand. Das wirft natürlich einige Fragen über den Auftraggeber auf und warum Felipe nicht weiterhin verfolgt wurde. Auf jeden Fall gibt es nun mehr als genug Gründe, warum die erneute Kartellnähe sicherlich nicht sonderlich weit oben auf dessen Wunschliste stehen kann, während er von Dita wieder mit hineingezogen wird. Hier webt man ein weiteres Verbindungsnetz mit dem Kartell und wirft mit dessen Vaterschaft jede Menge potentieller Fragen auf. Ebenso öffnet man das Tor für viele Wege. Wird Felipe in Zukunft zu Miguel stehen? Wäre dieser überhaupt im Auge der Organisation ein rechtmäßiger Galindo-Erbe und wie würden seine Gefolgsleute auf diese Wahrheit reagieren? Es sieht ganz danach aus, als ob nun auch Emily die Querverbindung zu ihm hergestellt hat, doch ob ihre Theorie über eine Affäre von Dita und Felipe hinaus auf Miguels wahren Vater ausgeweitet wird, ist eine spannende Frage für die nächsten Episoden.

Mittendrin in der Folge untergebracht ist auch der Konflikt der Swole-Boys und der Mayans, welcher einen angenehm lockeren Kontrast zu den Verhörszenen darstellt, die die beiden Clubs auf unterhaltsame Weise aneinanderrasseln lässt. Das bringt eine gute Mischung in die Struktur der Episode, denn es macht einfach Spaß, mit anzusehen, wie der MC den Muskeljungs Kontra bietet, was sie bestimmt aber gleichzeitig auch ein wenig amüsiert in Angriff nehmen.
Zuletzt haben wir in Form von Adelitas (Carla Baratta) Ergreifung den perfekten Baustein für eine spannende nächste Episode, denn sowohl Miguel als auch Angel, sollte er davon erfahren, werden wohl kaum die Füße stillhalten wollen. Immerhin wurde Miguel die Geschichte, für deren Glaubwürdigkeit auch noch ein armer Zivilist als ihr „Bodyguard“ zum Kollateralschaden wurde, von den Söldnern abgekauft.
Fazit
Lahun Chan zeigt, was passiert, wenn sich das Potential von Mayans MC entfaltet, denn wir bekommen hier eine klasse Episode, die vielleicht sogar die bisher beste der Serie ist, geliefert. Angefangen vom intensiven Verhör über die auflockernde Konfrontation zweier Clubs bis hin zu einem musikalischen Abschluss, in dem die Reyes-Brüder noch einmal melancholisch und repräsentativ nach einer turbulenten Folge voller spannender Offenbarungen und Wendungen, gemeinsam mit dem Zuschauer innehalten und das Geschehene verarbeiten, wurde durch die Bank sehr gute Unterhaltung geboten. Ebenso legte man jede Menge Kohlen ins Feuer, so dass man diese Dramatik mit in die Zukunft nimmt, was das Ganze schließlich perfekt abrundet. Auf diesem Niveau darf es ruhig weitergehen.
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Hier abschließend noch derTrailerzur nächsten Episode der US-SerieMayans MCmit dem Titel Xquic (2x05):
Verfasser: Tim Krüger am Mittwoch, 25. September 2019Mayans MC 2x04 Trailer
(Mayans MC 2x04)
Schauspieler in der Episode Mayans MC 2x04
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