Man vs Bee: Review der Netflix-Pilotepisode

Man vs Bee: Review der Netflix-Pilotepisode

Der durch klassische UK-Comedys wie Blackadder und Mr. Bean bekannte Rowan Atkinson meldet sich mit einer eigenen Netflix-Serie namens Man vs Bee zurück, in der er sich mit verheerenden Folgen mit einer Biene anlegt. Oder ist es doch eher eine Hummel? Mehr dazu in unserer Besprechung des Auftakts.

Poster zur Serie Man vs Bee (c) Netflix
Poster zur Serie Man vs Bee (c) Netflix
© oster zur Serie Man vs Bee (c) Netflix

Bei Netflix ging heute die britische Comedyserie Man vs Bee von und mit Rowan Atkinson online, deren Auftakt klassische Comedy-Serienlänge besitzt, während die weiteren Episoden um einiges kürzer ausfallen. Der britische Schauspieler, den man durch seine immer noch großartige Historienkomödienreihe Blackadder oder auch als Ermittler der KrimiserieMaigret“ kennt, kehrt damit zur Slapstick-Seite seiner Comedykarriere zurück, die er international mit „Mr. Bean“ etablierte.

In Episode 1 lernen wir Atkinson als Trevor kennen, der sich vor Gericht für die Verwüstung eines Nobelanwesens verantworten muss. Nach der Urteilsverkündung springen wir zurück in der Zeit, als der unerfahrene Haussitter die Verantwortung für die Residenz von Nina (Jing Lusi) und Christian (Claud Blakeley) übernimmt, in der viele wertvolle Gegenstände strategisch ungünstig platziert sind. Chaos ist regelrecht vorprogrammiert, als plötzlich eine Biene das Haus infiltriert, die sich erst an Trevors Törtchen und dann an seiner Suppe zu schaffen macht.

So beginnt allmählich ein Kleinkrieg zwischen Mann und Biene, bei dem weder teure Skulpturen noch pompöse Möbelstücke oder unersetzliche Bücher aus der privaten Bibliothek des Paars sicher sind und auch der Hund der Familie scheint eher auf der Seite des Insekts zu sein. Bei diesem handelt es sich übrigens eindeutig um eine Hummel, vermutlich war „Man vs. Bumblebee“ jedoch als Titel nicht griffig genug...

Etwas kunstvoller noch hätte das Ganze gestaltet werden können, wenn die komplette Story ohne Dialog ausgekommen wäre, der hier wirklich nicht viel beizutragen hat. Die Serie scheint von der kontinuierlichen Eskalation der Bienensituation zu leben, von der in der ersten Episode bis auf ein paar Flashforwards noch nicht viel zu sehen ist - erläuternde Worte sind da eigentlich nicht notwendig. Der klassische Loriot-Sketch „Zimmerverwüstung“ (Stichwort: „Das Bild hängt schief...“) oder die Inside No. 9-Episode A Quiet Night in haben es stummschweigend vorgemacht.

Ansonsten scheint bei „Man vs Bee“ genau das drin zu sein, was draufsteht. Ob der Stoff eine ganze Serie hätte sein müssen oder nicht auch als Film gereicht hätte, darf man sich schon fragen, aber wenn eines in der ersten Stunde auf den Keks geht, ist es die permanente 90er-Jahre-Filmkomödien-Klamaukmusik, die alles andere als süßer Honig für die Ohren ist...

Fazit

Man vs Bee ist zum Glück keine komplette Comedy-Katastrophe einer alternden Unterhaltungsgröße, wie zum Beispiel John Cleese' spätes Sitcom-Comeback mit Hold the Sunset oder Mike Myers' jüngster Netflix-Streich The Pentaverate. Mehr als altbekannten „Mr. Bean“-Slapstick für das breite Publikum, für den Rowan Atkinson im eigenen Land eher belächelt wird, sollte man aber auch nicht erwarten. Dafür kann man die Serie aber in der Tradition von „Tom und Jerry“ oder Wile E. Coyote und dem Road Runner auch gut mit Kindern zusammen anschauen.

Hier abschließend noch der Trailer zur neuen Serie „Man vs Bee“ beim Streamingdienst Netflix:

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