Leverage 3x06

Inhalt
Kaye Lynn (Alona Tal, Veronica Mars) und ihr Bruder sind talentierte, aufstrebende junge Musiker, die nur einen Fehler gemacht haben: Sie haben sich in die Hände einer betrügerischen Plattenfirma begeben, die von dem ehemaligen Country-Säner Kirkwood (John Schneider, Smallville) geführt wird.
Kirkwood hält nicht nur das digitale Mastertape von Kayle Lynns erstem Album zurück, sondern auch die Tantiemen, die dafür fällig wären, dass er andere, bekanntere Bands ihre Songs hat aufnehmen lassen. Als er den Verdacht hegt, dass sie und ihr Bruder einen Anwalt eingeschaltet haben, bricht er ihrem Bruder die Finger, so dass er wohl nie wieder die Gitarre wird spielen können.
Daraufhin wendet sich Kaye Lynn in ihrer Verzweiflung an Nate, der auch schnell einen Plan bei der Hand hat, wie sie Kirkwood das Handwerk legen können. Nate will sowohl die Masterbänder zurückholen - als auch die Tantiemen von dem Plattenboss zurückergauern. Dazu legt er Eliot als Köder aus, der vorgeben soll, selbst ein viel versprechendes Country-Talent zu sein, an dem sogar ein großer britischer Produzent (vertreten durch Sophie) Interesse zeigt. Tatsächlich beißt Kirkwood an und versucht alles in seiner Macht stehende, um die die Rechte an Eliots Song (bei dem es sich in Wahrheit um einen unveröffentlichten Song von Kaye Lynn handelt) zu sichern.
Womit Nate und das Team nicht gerechnet haben, ist das, was Kirkwood mit dem Song eigentlich im Sinn hat...
Kritik
Mit The Studio Job liefert Regisseur Jonathan Frakes (Star Trek - The Next Generation) eine der bislang witzigsten Folgen der dritten Leverage-Staffel ab. Wie Eliot von Fans verfolgt wird, obwohl er doch nichts so sehr schätzt wie inkognito zu bleiben, ist einfach köstlich. Ebenso wie die lustigen Dialoge, die aus diesen Situationen resultieren.
Bestes Beispiel:
Hardison: „Contrary to what you all may believe, I don't control everything that happens on the Internet!“
Unterdessen übertrifft sich Beth Riesgraf alias Parker mit ihrer Mischung aus Björk und Lady Gaga erneut selbst: „I think I am not weird enough!“/„Somehow, I find this hard to believe...“
Die Kritik, dass das Leverage-Team zu „Superhelden“ wird, die - ob Geige oder Country-Musik - einfach alles können ###news0###, trifft auf die Folge nur bedingt zu. Denn es ist ja nicht - wie beispielsweise in der berühmt-berüchtigten Knight Rider-Folge „Let It Be Me“ - so, dass Eliot einfach hingeht und problemlos den Country-Star mimt. Vielmehr ist es erst die sich zart entwickelnde Beziehung zu Kaye Lynn, die in ihm jene Gefühle wecken, ohne die er das Lied gar nicht so singen könnte, wie er es am Ende tut.
Sicher: Ein gewisses Geschmäckle haftet der Episode schon an, weil Christian Kane sich natürlich nicht die Gelegenheit entgehen lässt, in dieser Folge seine eigene Single Thinking of You zu vermarkten. Trotzdem ist die Story mit Eliot als Countrysänger - vergleichsweise - gut integriert. So sehr mich persönlich normalerweise solche Gesangseinlagen von Darstellern in Serien auch nerven.
John Schneider gibt genüsslich den Bösewicht, während Alona Tal dermaßen süß und sexy daherkommt, dass es einen kaum verwundert, dass da sogar die harte Schale von Eliot weich wird. Dass wir ihn in dieser Folge von einer anderen und zwar gefühlvolleren Seite erleben, ist dabei kein Nachteil, sondern gibt der Figur, die sonst drohen könnte, zum reinen B.A.-Verschnitt zu werden, die notwendige Tiefe.
Alles in allem eine Folge mit einem gut aufgelegten Cast, die einfach nur großen Spaß macht.
Verfasser: Christian Junklewitz am Donnerstag, 29. Juli 2010(Leverage 3x06)
Schauspieler in der Episode Leverage 3x06
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?