Legacies: Review der Pilotepisode This is the Part Where You Run

Legacies: Review der Pilotepisode This is the Part Where You Run

Nach ganzen acht Staffeln kam The Vampire Diaries letztes Jahr zu einem Ende und vor wenigen Monaten wurde auch das Spin-off The Originals geschlossen. Nun schickt das Team ein weiteres Spin-off ins Rennen: Legacies, über Teenager an einer Highschool für übernatürliche Wesen.

Szenenfoto aus dem Piloten von „Legacies“ (c) The CW
Szenenfoto aus dem Piloten von „Legacies“ (c) The CW
© zenenfoto aus dem Piloten von „Legacies“ (c) The CW

Worum geht es?

Hope Mikaelson (Danielle Rose Russell) ist selbst an der „Salvatore-Schule für junge Begabte“, eine Schule und ein geheimer Rückzugsort für übernatürliche Teenager. Aber es gibt noch ein paar Besonderheiten: Sie ist die Tochter eines Vampirs und eines Werwolfs und hat außerdem noch Hexenblut in ihren Adern fließen. Seit sie ein kleines Kind war, lebt sie an der Schule in Mystic Falls zusammen mit Direktor Alaric Saltzman (Matthew Davis) und dessen beiden Hexenzwillingstöchtern Josie (Kaylee Bryant) und Lizzie (Jenny Boyd). Als Hope Saltzman dabei hilft, einen neuen Schüler an das Internat zu bringen, den Werwolf Rafael (Peyton 'Alex' Smith), trifft sie auf seinen Adoptivbruder. Landon (Aria Shahghasemi), ein ganz normaler Teenager, kennt Hope von früher und er ist mehr als überrascht, ihre magischen Kräfte mitzuerleben. Das kommt Saltzman nicht sehr gelegen, denn er ist besorgt um die Sicherheit des Internats, falls die wahre Natur seiner Schüler ans Licht kommen sollte. Er möchte von MG, seiner studentischen Hilfskraft, der außerdem ein Vampir ist, dass er das Gedächtnis von Landon manipuliert und ihn ohne Erinnerung an die Salvatore-Schule nach Hause schickt. Aber, als der Trick nicht funktioniert und Landon abhaut, bricht Chaos an der Schule aus.

Auf eigenen Füßen stehen

Auch wenn Legacies ein Spin-off (eines Spin-offs) ist, so hat es doch das Ziel, für alle Zuschauer verständlich zu sein und die Welt rund um Vampire, Hexen und Werwölfe zu erklären. Der Pilot gibt sich Mühe, auch für Neueinsteiger attraktiv zu erscheinen, aber er schafft es nicht ganz, alles Nötige zu etablieren. Für jemanden wie mich, der weder The Vampire Diaries noch The Originals regelmäßig verfolgt hat, gibt es doch einige Logiklöcher. Beispielsweise, wie die Schule finanziert wird. Oder warum Alaric so sehr gegen normale Menschen an der Schule ist, wenn er selbst der einzige „Normalo" an der Schule ist. Oder warum es nur zwei Lehrer an der ganzen Schule gibt. Oder was mit den Familien der Schüler passiert, die keine Waisen sind. Werden sie eingeweiht oder vergessen sie einfach ihre Kinder - was geht da vor sich? Anstatt diese Fragen zu beantworten, nimmt man sich Zeit, ein übernatürliches Definitiv-nicht-Quidditch-Spiel zwischen den Schülern zu zeigen. Was mich zu einem weiteren Punkt bringt:

Das ganze Setting erinnert sehr an „Harry Potter“ und mehr noch an die „X-Men“, was für „Legacies“ nicht unbedingt ein Plus ist. Im direkten Vergleich hält es gegen seine bekannteren Vorgänger nicht stand. Zu viel Teeniedrama, zu wenig Handlung. Tatsächlich fängt die eigentliche Handlung erst in den letzten fünf Minuten der Episode an. Davor wird nur ein Charakter nach dem anderen vorgestellt und wer nun in wen verschossen ist. Worldbuilding schön und gut, aber ein bisschen Spannung braucht es schon in einer Serie über die Monster unter dem Bett. Wie Saltzman einem skeptischen Landon erklärt: Hexen, Vampire und Werwölfe sind Raubtiere und Menschen ihre Beute.

Szenenfoto aus dem Piloten von Legacies
Szenenfoto aus dem Piloten von Legacies - © The CW

Diese Philosophie der Showrunner führt zu manchen sehr abrupten Stimmungswechseln in der Serie. Im einen Moment sind Teenager damit beschäftigt, zu flirten, dass sich die Balken biegen. Im nächsten wird ein ganzer Bus voller unschuldiger Menschen abgebrannt. Der sonst eher unbeschwerte Ton der Serie lässt solche Momente ziemlich bizarr wirken.

Fazit

Obwohl es versucht, einen guten Einstiegspunkt in das „TVD“-Universum zu geben, ist „Legacies“ höchstens für Fans der vorigen Sendungen zu empfehlen. Wer nichts über die Salvator-Brüder weiß, wird sich hier etwas verloren vorkommen. Aber selbst Liebhaber von „The Originals“ kommen in diesem Pilot nicht wirklich auf ihre Kosten, da es kaum eine Handlung gibt und die meisten Figuren recht flach bleiben. Mit etwas mehr Fokus auf das Übernatürliche könnte sich „Legacies“ noch in eine gute Richtung entwickeln, aber vorerst lässt der Pilot kaum Interesse an weiteren Folgen aufkommen.

Diese Serie passen auch zu «Legacies»