Lawmen: Bass Reeves Staffel 1 Episodenguide: Alle Folgen im Überblick!

Lawmen: Bass Reeves Staffel 1

Lawmen: Bass Reeves Staffel 1 Episodenguide

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Einfach gut

Es gibt Serien, die stark beginnen und über ihre Laufzeit hinweg immer mehr nachlassen. Und es gibt solche, die uns mit großen schauspielerischen Leistungen, einem starken Storytelling und grandiosen Bildern überraschen und bis zum Schluss vor den Bildschirmen fesseln. Lawmen: Bass Reeves gehört erfreulicherweise der zweiten Kategorie an.

Wer die Arbeit von David Oyelowo ein wenig mitverfolgt und beispielsweise Silo auf Apple TV+ gesehen hat, weiß, dass der Schauspieler das Zeug dazu hat, Emotionen bei seinem Publikum zu wecken. Mit der Hauptrolle im neuesten Paramount+ -Westernhighlight entfaltet der Mime nunmehr sein volles Potential. Oyelowo zeigt uns eine Hauptfigur, die unerbittlich gegen Gesetzesbrecher und persönliche Feinde vorgeht, aber dennoch gottesfürchtig und der eigenen Frau gegenüber voller Liebe ist.

Obwohl er im Laufe der achtteiligen Staffel dutzende Bösewichte ins Jenseits befördert und für deren Stiefel die Prämie kassiert, tötet er doch nie aus Mordgier oder unbedacht. Reeves hält sich weder für das Gesetz noch für Gott, sondern für den Vollstrecker von Recht und Ordnung, der eben auch schießt, wenn er sich verteidigen muss.

Und von derartigen Situationen gibt es, wie oben angedeutet, viele. Jede Folge hat mindestens einen, manchmal sogar zwei stark und rasant inszenierte Actionmomente in petto, die oft mit typischen Stilmitteln der Westernbildsprache wie American Shots umgesetzt sind, ohne altbacken zu wirken.

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Technisches

Zu verdanken ist das einerseits der routinierten Regiearbeit von Christina Alexandra Voros (Yellowstone) und den frischen Ideen von Damian Marcano, der für die Episoden drei, vier und fünf und damit den Mittelteil der Serie verantwortlich zeichnet.

Doch auch die starke Kameraarbeit von Voros und Dino Parks, die es hervorragend verstehen, die staubige „Todeszone“ (wie das Territorium der Checotah Townfolk in „Lawmen: Bass Reeves“ genannt wird) in warmen Farben einzufangen, trägt ihren Teil bei.

Abgesehen von der ansprechenden handwerklichen Umsetzung wissen aber auch die weiteren Hauptdarsteller durchweg zu gefallen. Lauren E. Banks als Bass' Ehefrau Jennie trägt selbst eine gewisse Härte zur Schau, bildet aber als Mutter von fünf Kindern einen einfühlsam geschriebenen Kontrast zu dem steinigen Weg, den dieser erwählt hat. Im dritten Drittel der Staffel wird sie ihm mit Tränen in den Augen sagen, dass sie ihn kaum mehr wiedererkennt, weil der überzeugte Gesetzeshüter immer verhärmter und beinahe schon hartherzig und ablehnend wird.

Moralisches

David Oyelowo als Bass Reeves, Tosin Morohunfola als Jackson „Jackrabbit“ Cole und Forrest Goodluck as Billy Crow in „Lawmen: Bass Reeves“
David Oyelowo als Bass Reeves, Tosin Morohunfola als Jackson „Jackrabbit“ Cole und Forrest Goodluck as Billy Crow in „Lawmen: Bass Reeves“ - © Paramount+

Zu viel hat er gesehen, zu viele Menschen getötet oder an seinen wundervoll von Donald Sutherland gespielten Mentor Richter Parker übergeben, der die meisten der Anklagten an den Galgen bringt. Trotzdem hat man auch bei ihm nie das Gefühl, dass er kaltherzig handelt. Der Richter hält sich an die 1875 üblichen Gesetze, die für Pferdediebe und Mörder nun einmal den Strick vorsahen. Gnade kennt Parker mit dem Argument nicht, dass auch die Verurteilten ihren Opfern gegenüber keine zeigten.

Überhaupt ist das Auge-um-Auge-Prinzip und Gerechtigkeit an sich in „Lawmen: Bass Reeves“ ein zentrales Thema. Das gilt einerseits für die Deputy Marshals, die im Auftrag der Richter Bösewichte jagen, aber auch für diese, von denen nicht jeder so böse ist, wie es zunächst den Anschein hat.

Ist Reeves in den ersten Folgen noch felsenfest davon überzeugt, dass er der gerechten Sache dient, gerät er im Verlauf der Staffel immer mehr ins Grübeln. Da ist beispielsweise der schwarze Ex-Soldat, der einen ehemaligen Sklavenbesitzer dafür büßen lässt, dass er kurz nach Kriegsende seine Leibeigenen in ihren Hütten verbrannte.

Er bereut seine Tat nicht, weil er seiner Meinung nach gerecht handelte. Bass mag das grundsätzlich ebenso empfinden, zumal sich sein Gefangener rechtschaffen und mutig den Konsequenzen stellt. Doch Gesetz ist nun mal Gesetz. Kurz darauf begegnet er einer Frau, die ebenfalls einem Weißen aus zumindest nachvollziehbaren Gründen das Leben nahm, und die sein neuer Gehilfe laufen lässt, weil er Bass für einen Sklavenhäscher im Gewand eines Sheriffs hält.

All diese Szenen regen zum Nachdenken an, weil Bass immer mehr mit der Frage konfrontiert wird, ob er wirklich das Richtige tut. Die Südstaaten mögen den Sezessionskrieg verloren haben und die Sklaverei per Gesetz abgeschafft sein. Doch überall, wo Bass geht und steht, selbst vor seiner Haustür, grassiert der Rassenhass und die Arroganz der Weißen.

Sie haben die Macht, sie erlassen die Gesetze, weil es kaum schwarze Politiker gibt. Damit hat sein Gehilfe aus einem gewissen Blickwinkel heraus vielleicht nicht ganz Unrecht, wenn er Reeves für einen Mann hält, der sich gegen sein eigenes Volk stellt. Im Grunde genommen ist er aus der Perspektive der immer noch Unterdrückten nichts weiter als ein Vollstrecker des weißen Willens. Dennoch muss es Männer wie ihn geben, die die Schwachen vor Verbrechern wie den Sundown-Man schützen.

Sidekicks und Antagonisten

Dennis Quaid, David Oyelowo und Forrest Goodluck auf einem Szenenfoto aus der Serie „Lawmen: Bass Reeves“
Dennis Quaid, David Oyelowo und Forrest Goodluck auf einem Szenenfoto aus der Serie „Lawmen: Bass Reeves“ - © Paramount+

Damit kommen wir zu den weiteren Nebenfiguren und dem Antagonisten in „Lawmen: Bass Reeves“. Denn Bass hat mehrere Sidekicks, die an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben dürfen. Ab der zweiten Folge tritt Deputy Marshal Sherill Lynn in Reeves' Leben, der hübsch zynisch von Dennis Quaid gespielt wird.

Quaid verleiht seiner Figur den Charakter eines störrischen alten Mannes, dessen Enthusiasmus irgendwann im Staub der Steppe liegenblieb. Er weiß, dass er die Welt nicht ändern wird und dass es mehr Gangster da draußen gibt, als er und seine Kollegen fassen können.

Deshalb hat er, anders als Bass, kein Problem damit, möglichst viele von ihnen in die sprichwörtliche Hölle zu schicken, auch wenn die Prämie für Tote niedriger ausfällt. Dennoch strahlt Lynn dank Quaids feinem Spiel durchaus Sympathie aus, so dass man sich jedes Mal freut, wenn er in Erscheinung tritt.

Zum wichtigsten Begleiter des „Lawmen: Bass Reeves“ wird jedoch ein junger Halb-Checotah namens Billy Crow Forrest Goodluck, der einen Hauch Naivität und Leichtigkeit in die Staffel bringt. Bass lernt ihn während der Jagd auf eine Bande kennen, die eine Kutsche überfallen hat und erfährt bald, dass der Junge mehr oder weniger dumm in die Sache hineingerutscht ist. Er legt ein gutes Wort bei Richter Parker für ihn ein und so wird Billy Reeves' Deputy.

Im Verlauf der acht Folgen lernt er, dass ein guter Gesetzeshüter Recht und das, was er dafür hält, niemals verwechseln darf. Gemeinsam gehen Billy, Sherill und Bass auf die Jagd nach dem Sundown-Man, eine Art Geist, über den brutale Geschichten in der Todeszone kursieren. Er entführt schwarze Männer, zieht ihnen die Haut ab und frisst sie, geht die Legende. Um wen es sich genau handelt, lassen wir an dieser Stelle aus Spoiler-Gründen unerwähnt, obwohl aufmerksamen Zuschauerinnen und Zuschauern die Zusammenhänge ohnehin schnell klar werden dürften.

Erwähnt werden soll nur, dass es sich bei dem „Geist“ in Wirklichkeit um einen Mann handelt, den Bass aus seiner Vergangenheit kennt und für den die Sklaverei niemals endete. Der Showdown ist entsprechend actionreich und spannend inszeniert, so dass man am Ende der Staffel befriedigt ausschaltet.

Obwohl das Finale also flüssig und in sich stimmig ist, gäbe es sogar Raum für eine zweite Season, obwohl dieser Gedanke wohl eher abwegig ist. Vielleicht ist es aber auch richtig und gut, wenn man die Legende mit den gezeigten acht Teilen als auserzählt betrachtet, denn viel besser kann eine Serie wiederum eigentlich nicht abschließen.

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Fazit

Lauren E Banks als Jennie Reeves, Demi Singleton als Sally Reeves und Oyelowo als Bass Reeves auf einem Szenenfoto von „Lawmen: Bass Reeves“
Lauren E Banks als Jennie Reeves, Demi Singleton als Sally Reeves und Oyelowo als Bass Reeves auf einem Szenenfoto von „Lawmen: Bass Reeves“ - © Paramount+

Lawmen: Bass Reeves“ macht tatsächlich von Anfang bis Ende Spaß. Die Serie leistet sich keine Längen und schafft es, das Leben von Reeves' Ehefrau und seinen Kindern, die die meiste Zeit über auf ihn warten, geschickt in die Geschichte zu integrieren. Lauren E. Banks (City on a Hill und Demi Singleton (Godfather of Harlem leisten großartige Arbeit und erwecken die Wünsche und Träume von Bass' Familie in teils stark geschriebenen Dialogen zum Leben.

Abgesehen von den hinzukommenden moralischen Fragen über Recht und Unrecht setzt die Serie zudem ein Statement gegen Rassenhass und Ungleichheit. Denn nach wie vor sind People of Color in großen Teilen der US-amerikanischen Gesellschaft benachteiligt und Polizeigewalt und Willkür ausgesetzt. Dass sich daran seit dem Ende des Bürgerkriegs offensichtlich noch lange nicht genug geändert hat, ist die vielleicht wichtigste Erkenntnis, die man aus der Serie ziehen kann.

Hier abschließend noch der Trailer zur Serie „Lawmen: Bass Reeves“ beim Streamingdienst Paramount+:

«Lawmen: Bass Reeves» Trailer

Lawmen: Bass Reeves Staffel 1 Episodenguide

1x01 – Part I
5. November 2023

Bass Reeves reitet in die Hölle. Esau macht einen gewalttätigen Eindruck auf Bass. Bass Reeves entkommt seinen Ketten, muss aber ein schweres Opfer bringen. weiterlesen

1x02 – Part II
5. November 2023

Bass Reeves und seine Familie durchleben harte Zeiten auf ihrer Farm. Bass Reeves bekommt Besuch von der Polizei und wird mit einem interessanten Vorschlag konfrontiert. weiterlesen

1x03 – Part III
12. November 2023

Bass Reeves wird vereidigt und begibt sich auf seine erste Mission als U.S. Deputy Marshal; die Underwood-Bande schlägt zu, nachdem Bass Reeves in ein Geheimnis eingeweiht wurde... weiterlesen

1x04 – Part IV
19. November 2023

Bass Reeves und seine neue Truppe haben eine schicksalhafte Begegnung im Frauenpensionat. Jennie trifft jemanden aus ihrer Vergangenheit wieder. weiterlesen

1x05 – Part V
26. November 2023

Nachdem in Bywaters Laden ein Chaos ausgebrochen ist, muss sich Bass Reeves zwischen seinem Eid und seiner Familie entscheiden. Sally gerät auf dem Jahrmarkt in Schwierigkeiten, während Bass... weiterlesen

1x06 – Part VI

Chaos bricht aus, als in Checotah ein Feuergefecht ausbricht. Bass Reeves und Jennie haben ein schmerzhaftes Wiedersehen. Bass Reeves hat eine beunruhigende Erkenntnis, denn der Mythos von Mister... weiterlesen

1x07 – Part VII

Nach einem Walzer mit dem Teufel haben Bass, Billy Crow und Sherrill eine gefährliche Abrechnung mit Mister Sundown. Zurück auf der Reeves-Farm gibt es Ärger für Jennie, Sally und Esme. weiterlesen

1x08 – Part VIII

Bass Reeves kämpft wie nie zuvor mit dem Gewicht seiner Dienstmarke. Nachdem eine tödliche Mission schiefgeht, liegt das Schicksal des U.S. Deputy Marshals in den Händen von jemand anderem. weiterlesen

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