Last Resort 1x04

Last Resort 1x04

Die Episode Voluntold bringt eine große Gefahr für die Crew der Colorado und eine weitere Möglichkeit für Captain Marcus Chaplin, mit einer großen Rede zu glänzen. Außerdem rücken die mysteriösen Navy-SEALs endlich weiter in den Fokus.

Die Führungsriege gerät unter Beschuss in der Serie „Last Resort“ / (c) ABC
Die Führungsriege gerät unter Beschuss in der Serie „Last Resort“ / (c) ABC

Die Crew ist in Unruhe in der Episode Voluntold der Serie Last Resort, das haben wir in den vergangenen Episoden immer wieder gesehen. Und nun zeigt sich immer deutlicher, dass es unter anderem auch Prosser (Robert Patrick) zu verdanken ist, dass der Großteil der Crew still hält.

Doch auch Prosser kann nicht gegen den Eigenwillen des Captain (Andre Braugher) antreten, der sich im Alleingang entscheidet, jedem Mitglied der Crew die freie Wahl zu lassen, ob er oder sie nun weiter an Bord der Colorado dienen will oder „baldmöglichst“ in die Heimat zurückkehrt.

Nun ja, nicht jedem, wie sich schnell herausstellt. Chief Engineer Anders (Michael Mosley, Pan Am, Scrubs) ist einer der Betroffenen, denn er zu essentiell für den Betrieb des U-Bootes ist, als dass der Captain ihn gehen lassen könnte.

Er ist, wie der Episodentitel sagt Voluntold, zur Freiwilligkeit abkommandiert worden.

Und auch wenn wir ihn nicht weiter kennenlernen, die Ereignisse dieser Episode lassen hoffen. Denn die Serie Last Resort zeigt nun eine ihrer Stärke: Auch die nebensächlich erscheinenden Figuren, die in einen Handlungsstrang verwickelt werden, verschwinden nicht einfach wieder in der Belanglosigkeit. Cortez (Jessica Camacho, Dexter) und Brannan (Will Rothhaar, JAG) haben wir kaum kennengelernt, sie sind kurz nach der Ankunft entführt worden. Und dennoch bleiben sie auch nach der Befreiung im Fokus. Und bringen eine spannende Geschichte voran: Die Bedrohung des U-Boots aus den eigenen Reihen heraus.

Der Riss, der durch die Crew geht, wird von der amerikanischen Regierung ausgenutzt und weiter gefördert.

Das Trio

Bisher kann Marcus sich gegen die Regierung vor allem auf seine zwei Getreuen verlassen: Sam (Scott Speedman) und Grace (Daisy Betts). Beide retten den Captain immer wieder vor Angriffen, schützen ihn notfalls in Bodyguard-Manier mit ihrem eigenen Körper und ihrem Leben.

Doch so eng verbunden wie sie auch scheinen, die Alleingänge des Captains setzen Sam immer weiter zu. Und Grace - so gut sie in militärischen Fragen auch zu sein scheint - wirkt einfach zu naiv, hat sich dem Captain zu sehr vorbehaltlos verschrieben, als dass es noch lange gehen könnte. Der Knick, den diese Idylle erleiden wird, scheint sich am Horizont bereits abzuzeichnen: Wie er passieren wird, ist noch offen, aber man kann es bereits erahnen.

Das Trio aus dem Captain und seinen zwei Offizieren ist noch intakt. Und gerade angesichts der Unsicherheit durch die der Crew gewährten Wahlfreiheit konzentriert die Episode sich auf die drei.

Immer wieder macht der Captain fragwürdige Züge, doch eins kann er, das hat er jetzt mehrfach bewiesen: Große Reden halten und seine Crew dadurch mitziehen. Er redet sie quasi auf seine Seite.

Das gibt oft beinah zu heroische Bilder und das kann man der Serie verzeihen, denn meist sind diese Reden von einem kleinen, augenzwinkernden Witz zwischen Marcus und Sam gefolgt.

Die mysteriösen Gäste

Bisher hat die Geschichte der SEALs sich in erster Linie auf James (Daniel Lissing) beschränkt. Nun rückt wieder mehr in den Fokus, dass er nicht der einzige ist. Neben seinem verletzten Kameraden (David Rees Snell, The Shield) gibt es noch weitere SEALs auf der Insel. Und diejenige, die den Fokus darauf lenkt, ist Grace.

Die SEALs kamen von einer Mission in Pakistan, als sie von der Crew der Colorado aus dem Wasser gezogen worden sind. Und das alles kurz bevor das U-Boot den fragwürdigen Befehl zur Beschießung Pakistans erhielt und anschließend von der eigenen Seite beschossen worden ist.

Was nur Tani (Dichen Lachman) und dem Zuschauer vorbehalten ist, ist die Information, dass James sich in irgendeiner Weise für den Angriff auf Pakistan verantwortlich fühlt.

Die Sache um die SEALs bleibt spannend, zunächst ist es gut zu sehen, dass sich in dieser Hinsicht endlich etwas bewegt.

In Amerika

Wenig überraschend nach seinem mysteriösen Auftauchen in der letzten Episode ist es, dass Kylies Vater mit den Verschwörern in Washington gemeinsame Sache macht. Sehr überraschend allerdings ist, dass es die so naiv wirkende Christine (Jessy Schram) es ist, die anstelle von Kylie (Autumn Reeser) diejenige ist, die den Aufruhr macht und die verbotenen Fragen stellt.

Vielleicht bahnt sich da ein Dream-Team aus zwei sehr unterschiedlichen Frauen an.

Fazit

Die Bedrohung durch das eigene Team, speziell den traumatisierten Brannan, kann der Captain durch seine Sprachgewalt und seine Empathie bewältigen. Er hätte sicher auch einen guten Verhandlungspartner für Geiselnehmer gemacht.

Die Entwicklung um Prosser bleibt interessant. Plötzlich finden Sam und er sich auf einer Seite wieder, auch eine Annäherung an den Captain scheint stattzufinden.

Unterdessen geht es in Washington voran und auch Julian Serrat (Sahr Ngaujah) verschwindet nicht in der Belanglosigkeit. Last Resort arbeitet an allen Baustellen weiter und hält das Interesse der Zuschauer damit hellwach.

Verfasser: Serienjunkies.de am Samstag, 20. Oktober 2012
Episode
Staffel 1, Episode 4
(Last Resort 1x04)
Deutscher Titel der Episode
Bleiben oder Gehen?
Titel der Episode im Original
Voluntold
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Donnerstag, 18. Oktober 2012 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Autoren
Patrick Massett, John Zinman
Regisseur
Steven DePaul

Schauspieler in der Episode Last Resort 1x04

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