King & Maxwell 1x01

King & Maxwell 1x01

Am Montagabend ist in den USA die neue Detektivserie King & Maxwell mit Jon Tenney und Rebecca Romijn in den Hauptrollen an den Start gegangen. Der Enthusiasmus von Serienjunkies.de-Rezensent Christian Junklewitz hält sich in Grenzen.

Rebecca Romijn und Jon Tenney in „King & Maxwell“ / (c) TNT
Rebecca Romijn und Jon Tenney in „King & Maxwell“ / (c) TNT

Das passiert in der Pilotfolge von King & Maxwell:

Sean King (Jon Tenney, The Closer) und Michelle Maxwell (Rebecca Romijn, „X-Men“) sind zwei ehemalige Secret-Service-Geheimagenten, die sich beide, nachdem ihre Karriere im Staatsdienst auf die ein oder andere Weise zu einem Ende gekommen ist, nunmehr als Privatdetektive verdingen, dabei aber natürlich auf ein Arsenal ungewöhnlicher Methoden zurückgreifen können.

Nachdem die beiden gerade einen Erpresser zur Strecke gebracht haben, bekommen es Sean und Michelle mit den FBI-Agenten Rigby (Michael O'Keefe) und Carter (Chris Butler) zu tun, welche Sean nach seiner Beziehung zu dem Rechtsanwalt Ted Bergen befragen. Dieser ist ermordet worden, kurz nachdem er die Verteidigung eines mutmaßlichen Serienkillers übernommen hat. Sean und Ted sind alte Freunde gewesen. Deshalb versteht es sich von selbst, dass Sean und seine Kollegin bei der Aufklärung des Falls zu helfen versuchen, auch wenn das den beiden FBI-Agenten so gar nicht in den Kram passt.

In Teds Haus entdeckt Michelle Aufzeichnungen mit einer rätselhaften Zahlenfolge. Teds Sekretärin wird ermordet - und so langsam fragen sich die beiden Detektive, in was sie da überhaupt hineingeraten sind...

Mittelmäßig

Der Pilot von King & Maxwell ist nicht schlecht. Das Problem ist, er ist ungemein mittelmäßig. Er ist nicht außergewöhnlich gut und nicht außergewöhnlich schlecht. Nett anzuschauen, aber auch ein bisschen fade. Die Kölner Luft am Dienstagmorgen hatte mehr Würze („Maggikalypse“).

Der besondere Funke

Gegensätzliche Ermittlerpaare sind in der US-Serie zumeist eine sehr spaßige Angelegenheit gewesen: ob in Remington Steele oder „Hart aber herzlich“ oder „Agentin mit Herz“ oder zuletzt in Castle. King & Maxwell würde sicherlich auch gerne in dieser Reihe stehen, tut es aber noch nicht wirklich. Dafür sind die beiden Hauptfiguren noch zu wenig ausgearbeitet. Und dazu fehlt der Serie bislang einfach der besondere Dreh. Okay, die beiden kabbeln sich ein bisschen; es besteht, wie die Duschszene zeigt, offenkundig ein zumindest basales Level an sexueller Spannung zwischen ihnen. Aber was ist jetzt das Besondere an den beiden und an ihrer Beziehung?

Castle, einer der aktuell hervorstechendsten Vertreter des Romantic-Crime-Genres, hatte dieses Problem dadurch gelöst, dass es eine Serie über einen Schriftsteller und eine Polizistin ist, was von Anfang an ihre Beziehung auf einzigartige, unverkennbare Weise geprägt hat: Er, der nach Inspiration suchende Krimiautor, der sich ihr aufdrängt. Sie, die von ihm genervt ist, aber schließlich doch merkt, dass seine manchmal vermeintlich versponnenen Theorien sehr wohl bei der Lösung der Fälle behilflich sind. Dieser konzeptionelle Kniff hat von Beginn an für eine ganz eigene Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren gesorgt. Selbst das gescheiterte Standoff hat etwas Vergleichbares gehabt (zwei Verhandlungsexperten, die nur an der Kommunikation miteinander regelmäßig scheitern).

So etwas fehlt King & Maxwell, zumal die Tatsache, dass die beiden ehemalige Geheimagenten sind, im Piloten eigentlich kaum zum Tragen kommt, wenn man vielleicht einmal von der actiongeladen-amüsanten Auftaktszene absieht.

Der Fall

Die Geschichte, die im Hauptplot erzählt wird, ist ebenfalls eher mäßig spannend: Die Mörderin ist im Grunde von der ersten Szene an, in der sie auftritt, offensichtlich. Die Hintergründe des Falls - Machenschaften rund um einen Rüstungsdeal - könnten eigentlich ganz interessant sein, sind aber hauptsächlich etwas konfus geraten.

Auch die Macher selbst scheinen am Ende verwirrt gewesen zu sein: so besitzen die beiden FBI-Agenten die erstaunliche Gabe, an zwei Orten gleichzeitig Verhaftungen durchzuführen.

Fazit

Ein 08/15-Procedural, welches zumindest in der Pilotfolge dem Zuschauer wenig Gründe gibt, erneut einzuschalten. Da ich persönlich ein großer Fan des Romantic-Crime-Genres bin, werde ich der Serie wohl noch ein paar Folgen geben. Sonderlich großen Optimismus verspüre ich dabei aber nach diesem Piloten eher nicht.

Trailer zu Folge 1x02 „Second Chances“

Verfasser: Christian Junklewitz am Mittwoch, 12. Juni 2013
Episode
Staffel 1, Episode 1
(King & Maxwell 1x01)
Deutscher Titel der Episode
Ausgetrickst
Titel der Episode im Original
Pilot
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 10. Juni 2013 (TNT)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 14. Mai 2014
Regisseur
Michael Katleman

Schauspieler in der Episode King & Maxwell 1x01

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