Killing Eve Staffel 1
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Drei lange Jahre hatte Sandra Oh nach ihrem Ausstieg bei Grey's Anatomy auf die richtige Rolle gewartet. Und dann kam sie, allerdings so unerwartet, dass die Schauspielerin es zunächst gar nicht glauben konnte. Als sie das Drehbuch zur Dramaserie Killing Eve erstmals las, soll sie verwirrt gefragt haben, welche Figur für sie bei all dem vorgesehen sei. Als ihre Agentin schließlich erwiderte, dass sie die Eve, die Protagonistin der Geschichte, spielen werde, fiel sie aus allen Wolken. So beschreibt Oh das Ganze zumindest selbst in einem Interview mit Vulture.
Mehr als drei Jahrzehnte im Showbusiness hatten all ihre Illusionen zerstört. Als Kanadierin asiatischer Abstammung fand die Schauspielerin in Film und Fernsehen einfach viel zu selten gute Rollen - von Hauptrollen ganz zu schweigen. Killing Eve ist endlich die Erfüllung und zugleich Genugtuung. Doch nicht nur für sie selbst ist die Serie von BBC America ein Glücksfall, sondern auch für uns Zuschauer. Denn zum ersten Mal bekommen wir das wahre Talent von Oh zu sehen.
Nicht zuletzt diese wunderbare Darbietung, die zugleich Stärke und Verletzlichkeit, Drama und Humor sowie Unsicherheit und Sexyness ausstrahlt, macht Killing Eve zur wahrscheinlich besten neuen Serie des Jahres 2018. Oh ist jedoch keineswegs der einzige Trumpf des überraschend erfrischenden Agententhrillers. Mit Jodie Comer (The White Princess) bietet sogar noch eine zweite Darstellerin den Auftritt ihres Lebens. Die echte MVP (most valuable player) ist am Ende aber die Autorin Phoebe Waller-Bridge, die zuvor schon mit Fleabag zeigte, dass sie eine Stimme hat, die ganz anders ist als alles, was wir kennen.
Don't I Know You?
Killing Eve handelt von zwei Frauen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten: Eve ist eine gelangweilte Bürokratin des MI5 in London. Zwar träumt sie davon, spannende Feldeinsätze à la James Bond zu erleben, allerdings schätzt sie auch die Sicherheit des Schreibtischs. Nur ihr Vorgesetzter, der einfältige Frank (Darren Boyd), ist ihr ein Dorn im Auge. Allgemein ist sie umringt von inkompetenten Männern in Machtpositionen, die einen Serienmörder nicht einmal erkennen würden, wenn er direkt vor ihrer Nase stehen würde. Anders als Eve...

Sie ist die Erste, die der von Comer porträtierten Auftragskillerin Villanelle alias Oksana auf die Schliche kommt. Rasch entwickelt sie eine echte Faszination für die attraktive Psychopathin, die fließend Französisch, Deutsch, Italienisch, Englisch, Russisch und wahrscheinlich noch zehn andere Sprachen spricht und in Metropolen wie Paris, Berlin und Moskau lebt. Doch auch Villanelle ist fasziniert von Eve, auch wenn ihr anfangs nur ihr Gesicht gefällt.
BBC America vermarktet Killing Eve als Katz-und-Maus-Spiel, obwohl die US-Kritikerin Allison Keene in ihrem Review treffend feststellt, dass eigentlich beide Frauen Katzen sind - also ein Katz-und-Katz-Spiel. Die Maus sind vielmehr wir Zuschauer, wenn wir gebannt auf Oh und Comer starren und zusehen, wie es zwischen ihnen knistert. Ja, tatsächlich hat die Serie eine ständig mitschwingende Erotik, die sich besonders im Staffelfinale unaufhaltsam aufstaut.
Take Me to the Hole!
Eve wäre sicher nicht so besessen von Villanelle, wenn sie nur irgendein x-beliebiger Mörder wäre, wie sie ihn in ihrem Job oder wir in anderen Serien schon zigmal gesehen haben. Villanelle ist anders - und damit ist nicht nur ihr Geschlecht gemeint. Im Prinzip ist sie mehr neugieriges Kind als blutrünstige Schlächterin. Das Morden bereitet ihr kein Vergnügen wegen der Tat, sondern wegen des Spielchens, das sie vorher mit dem Opfer spielen kann. Sie ernährt sich von der Angst, kennt gleichzeitig aber auch keinerlei Erbarmen.
Bedenkt man, wie viele Menschen ihr zum Opfer fallen - und teilweise sogar Figuren, die uns Zuschauern einiges bedeuten -, jagt es einem wirklichen einen kalten Schauer über den Rücken. Und gleichzeitig schließen wir Villanelle genau wie Eve in unser Herz. Ein wahres Meisterstück von Comer, einen so komplexen Charakter so natürlich darzustellen. Obwohl ihre übertriebene Darbietung ohne die Erdung seitens ihrer Kollegin Oh sicherlich kaum funktionieren würde. Und selbstverständlich auch nicht ohne das Drehbuch von Waller-Bridge.

Es kann einfach kein Zufall sein, dass wirklich jede einzelne Figur in Killing Eve einen Eindruck hinterlässt. Jeder Charakter hat irgendeine Schrulle oder etwas, das sie oder ihn herausstechen lässt. Sie alle verfügen über einen fantastischen Sinn für Komik, der selbst in den dramatischsten Momenten noch durchscheint. Diese kaum greifbare Mischung aus den verschiedensten Gefühlen macht die Serie so besonders. Auf dem Papier müsste eine Thrillerserie mit einer überambitionierten Polizistin und einer kaltblütigen Killerin eigentlich scheitern. Doch irgendwie ist es Waller-Bridge gelungen, diese abgenutzte Prämisse in etwas ganz Neues zu verwandeln.
God, I'm Tired
Der Fernsehkritiker Alan Sepinwall beschrieb die Serie in seinem Podcast als einen Zaubertrick - und besser lässt sich Killing Eve eigentlich nicht erklären. Man kann noch so lange überlegen, warum genau die Serie so fesselnd, so witzig, so dramatisch, so elektrisierend, so anders ist - die Antwort bleibt verborgen. Doch dass es sich einfach nur um Zufall handelt - um eine glückliche Fügung des Universums -, ist unwahrscheinlich. Waller-Bridge muss irgendein Geheimnis haben und wir hoffen inständig, dass ihr mit der bereits bestellten zweiten Staffel noch einmal der große Wurf gelingt.
Wer die Serie noch nicht gesehen hat - immerhin hat sie noch keinen deutschen Heimatsender - und nicht wissen will, wie die Auftaktstaffel im Finale endet, der sollte an dieser Stelle aufhören zu lesen und sich eine fette Notiz schreiben, um Killing Eve nicht zu verpassen. Hier die letzte Spoiler-Warnung! Also, nachdem Villanelle zuletzt der Ausbruch aus dem Gefängnis gelang und sie nun ihren ehemaligen Mentor Konstantin (Kim Bodnia) im Auftrag der mysteriösen Schattenorganisation „The Twelve“ umbringen soll, steht auch der große Showdown zwischen ihr und Eve kurz bevor.
Für Eve gibt es zunächst einen weiteren Rückschlag: Nachdem sie anfangs schon beim MI5 ihren Job verloren hatte, ist nun auch beim MI6 Schluss. Villanelle hat ihr alles genommen: ihren besten Freund, ihre glückliche Ehe, ihre Arbeit. Nun will sie Rache. Mutig wagt sie sich in die Höhle der Löwin und durchforstet die vier Wände ihrer Nemesis. Rasch nimmt ihre Wut Überhand und so richtet sie eine kleine Zerstörungszeremonie an. Doch dann kommt Villanelle nach Hause und es kommt zur zweiten intimen Begegnung - die erste fand ja bei Eve zu Hause statt. Doch statt zu kämpfen legen sich die beiden Frauen gemeinsam hin und erholen sich von den Strapazen ihrer Jagd. Als Villanelle zum Kuss ansetzt, hat sie plötzlich ein Messer im Bauch. Zum ersten Mal wurde sie wirklich überrascht. Trotzdem gelingt ihr die Flucht und so kann das Spiel 2019 weitergehen...
«Killing Eve» Trailer
Killing Eve Staffel 1 Episodenguide
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