iZombie 2x04

iZombie 2x04

Diese Woche ist Liv ein kleines bisschen Country, was sie nicht nur dazu animiert, zur Gitarre zu greifen. Sie nimmt auch die Dinge in ihrem Liebesleben in die Hand. Dabei ist sie nicht die Einzige, bei der es diese Episode knistert.

Rose McIver in „iZombie“ / (c) The CW
Rose McIver in „iZombie“ / (c) The CW

In der Episode Even Cowgirls Get the Black and Blues der Serie iZombie erweckt der Fall einer ermordeten Country-SÀngerin nicht nur Livs Singstimme, sie wird zusÀtzlich noch motiviert, Major (Robert Buckley) zu konfrontieren, der sich tief im Sog von Utopium befindet.

A little bit Country

Die Ermordung von Country-Girl Lacy (Allyson Grant) ruft Liv und Clive (Malcolm Goodwin) auf den Plan, die das Umfeld der Verstorbenen, insbesondere die Bar, in der sie gearbeitet und gesungen hat, grĂŒndlich unter die Lupe nehmen.

Sowohl der Arbeitgeber als auch der ehemalige Freund von Lacy erweisen sich zunĂ€chst als vielversprechende Spuren, die sich jedoch trotz potentieller Motive als falsche FĂ€hrten erweisen. GlĂŒcklicherweise gelingt es Clive, eine wichtige Verbindung zu einem parallel laufenden Fall herzustellen. Diese fĂŒhrt sie schließlich zum wahren TĂ€ter, dessen GestĂ€ndnis ihnen die traurige Wahrheit vor Augen fĂŒhrt, dass Lacy einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen ist.

Von den in ihr entfachten GefĂŒhlen getrieben, konfrontiert Liv Major, dessen Utopiumsucht ihn in seiner AbwĂ€rtsspirale weiter nach unten treibt. Nachdem er seine Exfreundin zunĂ€chst zurĂŒckweist, wird ihm beim nĂ€chsten Drogenkauf klar, dass er am Boden angekommen ist. Mit dieser Erkenntnis sucht er schließlich Miss Moore auf und bittet sie um Hilfe.

Gleichzeitig ist Blaine Ă€ußerst fleißig: Er arbeitet nicht nur auf skrupellose Weise an der Beschaffung der Formel zur Streckung von Utopium. Er stellt sich auch als Hauptinformant fĂŒr Peytons (Aly Michalka) Kreuzzug gegen Unterweltboss Stacey Boss heraus und gewĂ€hrt umfangreiche Einblicke in die GeschĂ€fte seines Konkurrenten, von denen die stellvertretende StaatsanwĂ€ltin kaum zu trĂ€umen gewagt hat.

Minor problems and Major trouble

Even Cowgirls Get the Black and Blues konzentriert sich passend zum Country-Thema auf eine große Portion Herzschmerz und die Beziehungen unter den Charakteren von iZombie. Hierbei rĂŒckt der Humor ein wenig in den Hintergrund und gibt den Weg fĂŒr stellenweise dĂŒstere Stimmungen und GefĂŒhle unterschiedlichster Couleur frei.

Zu Rose McIver lĂ€sst sich direkt einfach mal sagen: Was kann die Frau eigentlich nicht? Auch wenn das Gehirn der Woche grundsĂ€tzlich einen dezenteren Einfluss als seine VorgĂ€nger gehabt hat, so war es doch eine nette Ausrede, die talentierte NeuseelĂ€nderin einmal mit einer Gitarre auf die BĂŒhne zu schicken. Einziger Kritikpunkt an dieser Sache wĂ€re, dass manche Phrasen erneut ein wenig klischeehaft rĂŒberkommen. Nicht jede CountrysĂ€ngerin bezieht ihren Charme aus einer Kombination von Landeidialekt und damit einhergehenden SprĂŒchen.

Ravi (Rahul Kohli) gefiel mir diese Episode wieder wesentlich besser. ZunĂ€chst einmal erweist er sich einfach als guter Freund, indem er Liv bei ihrem großen Auftritt in der Bar unterstĂŒtzt. Diese unterstĂŒtzende Ader ist ein grundlegendes Merkmal auf seinem Charakterbogen, was er aber zum GlĂŒck temporĂ€r ablegt, um Major einmal richtig den Kopf geradezurĂŒcken (davon abgesehen, ist es ein absoluter Geniestreich, Majors Hund „Minor“ zu taufen).

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Und der hat dies auch bitter nötig, denn seine unglaublich gleichgĂŒltige und kalte Reaktion auf Livs ergreifenden Ausbruch lĂ€sst ihn nicht gerade Sympathiepunkte sammeln. Immerhin realisiert er, dass er am Boden angelangt ist, als ihm eines seiner ehemaligen „schutzbefohlenen“ Straßenkinder die Dosis Utopium ĂŒbergibt.

Allerdings fehlt mir fĂŒr die Wiederbelebung ihrer Beziehung einfach noch das Feuer. Major packt mich trotz seiner umfangreichen Storyline einfach nicht genug, um ihm Livs zugegeben sehr schnelle Akzeptanz zu gönnen. Momentan ist er einfach (noch) nicht derjenige, den ich gerne an ihrer Seite sehen wĂŒrde.

Umso besser passt Peytons (Aly Michalka) RĂŒckkehr ins GesamtgefĂŒge der aktuellen Geschehnisse. Sie steht nicht nur in Verbindung mit Blaines (David Anders) Storyline. Ihre Freundschaft zu Liv bringt auch ein wenig mehr Licht in das Leben der Gerichtsmedizinerin, was sie momentan besonders gut gebrauchen kann. Es wird durch ihre gelungenen gemeinsamen Szenen deutlich, dass die gute Chemie zwischen den Figuren und den Schauspielern im Zuge ihrer Freundschaft wĂ€hrend Peytons Abwesenheit beinahe ein wenig gefehlt hat.

Out foul demon!

In diesem Zusammenhang lĂ€sst sich jedoch auch anmerken, dass Livs GesprĂ€chsbedarf und die Offenbarung ihrer unterdrĂŒckten GefĂŒhle sich auch an ihre Familie hĂ€tten richten können, die seit der Staffelpremiere nach wie vor außen vor bleibt.

Livs Beziehung ist nicht die einzige, welche diese Episode adressiert wird: Zum ersten Mal bekommen wir Ravis Freundin Steph (Debs Howard) zu sehen, die zwar auf den ersten Blick einen netten Eindruck macht, gegen Peyton aber wahrscheinlich keine Chance haben dĂŒrfte, da sie ausgerechnet jetzt vorĂŒbergehend in die Wohnung einzieht.

Es sei denn, diese erliegt tatsĂ€chlich Blaines (David Anders) Charme. Ich war zunĂ€chst nicht sicher, ob ich in den Flirt der beiden nicht zu viel hineininterpretiere. Doch Peytons BestĂ€tigung kam prompt in ihrem GesprĂ€ch mit Liv. Dass ihre Alarmglocken bei seinem Äußeren nicht schrillten, liegt womöglich daran, dass sie die Checkliste mit Zombiefragen an Liv bisher noch nicht abarbeiten konnte.

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Zudem bahnt sich eine weitere Beziehung an: FBI-Agentin Dale Bozzio (Jessica Harmon) könnte nicht nur Majors mörderischer NebentĂ€tigkeit auf die Spur kommen, sie scheint auch ein potentielles love interest fĂŒr Clive (Malcolm Goodwin) darzustellen. Dies sehe ich als positive Entwicklung, denn sie ist bisher nicht nur recht sympathisch, sie dĂŒrfte ebenso dabei helfen, Clives Figur mehr Tiefe zu verleihen.

Bei den Bösewichten scheinen sich Vaughn (Steven Weber) und Blaine von Folge zu Folge abzuwechseln. Auch wenn er mit seinem TĂŒrschwellenexorzismus fĂŒr die wohl witzigste Szene der Episode sorgt, beweist er dennoch erneut, dass Worte wie Skrupel oder Gewissensbisse in seinem Vokabular nur zur Zierde existieren, denn er schreckt vor keinem Mittel zurĂŒck, um an seine Ziele zu kommen. Das muss auch Gabriel (Yani Gellman) feststellen, dessen Glauben offensichtlich keinen verlĂ€sslichen Schutz vor Blaines Pragmatismus bietet. Dass keiner außer ihm es wagt, sich gegen Stacey Boss aufzulehnen, spricht zusĂ€tzlich BĂ€nde. Aber wenn ĂŒberhaupt jemand fĂŒr solch ein Duell gewappnet ist, dann ist Blaine sicherlich eine der wenigen Personen, mit Chancen auf Erfolg.

Fazit

Bisher hat noch keine Episode der aktuellen Staffel von iZombie wirklich enttĂ€uscht. Even Cowgirls Get the Black and Blues schraubt den Humor zurĂŒck und dreht dafĂŒr die emotionale Ebene auf. Erneut gelingt es, im Zuge dessen neue Figuren und HandlungsstrĂ€nge sinnvoll miteinander zu verweben. Lediglich die Beziehung von Liv und Major ist qualitativ noch ein unsicherer Faktor, der in den nĂ€chsten Folgen noch unter Beweis stellen muss, ob er ĂŒberzeugen kann.

Der Trailer zur nĂ€chsten Episode „iZombie“:

Verfasser: Tim KrĂŒger am Mittwoch, 28. Oktober 2015

iZombie 2x04 Trailer

Episode
Staffel 2, Episode 4
(iZombie 2x04)
Deutscher Titel der Episode
Das tote Cowgirl
Titel der Episode im Original
Even Cowgirls Get the Black and Blues
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 27. Oktober 2015 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 23. Juni 2016
Regisseur
Matt Barber

Schauspieler in der Episode iZombie 2x04

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?