iZombie 1x03

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Livs (Rose McIver) Snack lĂ€sst sie erkennen, dass das Opfer eines Falls von Fahrerflucht alles andere als ein netter Mensch gewesen ist. Vielmehr war dieser ein Auftragskiller, dessen kalte Persönlichkeit sie vorĂŒbergehend adaptiert.
It's every Zombie for himself
Gleichzeitg erkennt sie, dass dieser, bevor er selbst unangenehme Bekanntschaft mit einem Auto machte, jemanden umsanft ins Jenseits beförderte. Das ist ausgerechnet der Fall, den Peyton (Aly Michalka) gerade fĂŒr die Staatsanwaltschaft bearbeitet. Es gilt also nicht zur diese davon zu ĂŒberzeugen, dass sie dabei ist, die falsche Person zu verurteilen, sondern auch Babineaux (Malcolm Goodwin) von der Verbindung zu seinem Fall zu ĂŒberzeugen.
WĂ€hrenddessen taucht Blaine (David Anders) wieder in der Gerichtsmedizin auf, um seinen Vorrat an wabbeligem KnabberspaĂ aufzustocken, bekommt von Liv allerdings die kalte Schulter gezeigt. Doch fĂŒr diesen scheint dies jedoch nur eine vorĂŒbergehende Unannehmlichkeit zu sein, da er anscheinend seine eigenen Methoden zur Nahrungsbeschaffung und noch einige andere Dinge im Verborgenen ausbrĂŒtet.
Neben ihrem aktuellen Fall entdecken Liv und Ravi (Rahul Kohli) eine alte Bekannte, die zusammen mit unserer Protagonistin im Krankenhaus gearbeitet hatte und ebenfalls auf der verhĂ€ngnisvollen Bootsparty war. Dementsprechend lange ist diese allerdings auch schon im vollen Zombiemodus. Ravis Versuch, sie wieder âaufzupĂ€ppelnâ schlĂ€gt nicht nur fehl, sondern endet auch beinahe tödlich fĂŒr ihn.
Das Schwinden der FĂ€higkeiten und Eigenschaften des Gehirns haben zudem besonders emotional belastende Konsequenzen fĂŒr Liv, sodass sie zum ersten Mal explizit unangenehme Nachwirkungen und Geschehnisse verarbeiten muss.
One bite will make it all just float away
The Exterminator wirkt ein wenig anders als die beiden vorherigen Episoden von iZombie. Das liegt vor allem daran, dass Livs sonnige Persönlichkeit von der emotional distanzierten Seite des Soziopathengehirns unterdrĂŒckt wird. Dadurch fallen viele ihrer lustigen SprĂŒche weg, an deren Stelle trockene und kĂŒhle Observationen treten.
Der Fall der Woche versorgt die Episode wieder mit einer neuen PrĂ€misse und Ausgangslage fĂŒr das Verhalten von Liv. Eben dieser Fall ist dabei der Grund, dass diese Episode nicht ganz an die QualitĂ€t der vorigen Folgen anknĂŒpfen kann. Die Geschichte um den Auftragskiller und sein letztes Opfer will sich nicht so richtig als spannend entfalten und bekommt dementsprechend auch vergleichsweise zu viel Zeit eingerĂ€umt.
Alles andere funktioniert nach wie vor hervorragend. Blaines (David Anders) Unterhaltung mit Liv ist zwar nur kurz aber es ist eine wahre Freude, Livs vor Sarkasmus triefenden mĂ€nnlichen untoten Konterpart zuzusehen. Selbst in dieser KĂŒrze wird der Eindruck verstĂ€rkt, dass in der Figur von David Anders und dessen Interpretation seines Charakters sowie in dessen Storyline eine groĂe Menge an Potential steckt. Was genau er vor hat, lĂ€sst sich bisher nur erahnen. Fest steht allerdings, dass er fĂŒr das Verschwinden von nicht nur einer Person verantwortlich ist und sicherlich noch einiges fĂŒr die Zukunft in petto hat.
Der Höhepunkt der Episode sind sicherlich Livs und Ravis Versuche, ihre alte Kameradin zu reanimieren. Dabei ist das Problem von Livs temporĂ€rer Empathielosigkeit wunderbar in die Dramaturgie der Folge eingearbeitet. SchlieĂlich kostet ihr zögern Ravi beinahe das Leben. Zudem sehen wir zum ersten Mal auf explizite Art, wie gefĂ€hrlich es ist, wenn das Monster in Liv die Ăberhand gewinnt.

Zudem schildert sie auf nachvollziehbare Weise ihren Kampf um ihre Menschlichkeit und die Sorgen, die diese Erfahrung mit sich gebracht hat. Der Moment, in dem sie sich, Ă€hnlich dem Kampf eines DrogensĂŒchtigen, gegen den einfachen Weg entscheidet, ihre GefĂŒhle zu betĂ€uben, zeigt nicht nur die StĂ€rke und den Willen ihrer Figur, das Richtige zu tun. Es zeigt auch, dass iZombie sich nicht davor scheut, unter lockeren Witzen und angenehmer Leichtigkeit komplexere und unangenehmere Bereiche, welche die PrĂ€misse um Livs Zustand mit sich bringt, zu thematisieren. Damit verbunden und erneut sehr gut gelungen ist der innere Schlussmonolog, der Livs GemĂŒtszustand analysiert und den Zuschauer das Geschehene gemeinsam mit ihr verarbeiten lĂ€sst.
Rose McIver darf dieses Mal zeigen, dass sie mit dem Variantenreichtum, den ihre Rolle mit sich bringt, mithalten kann. Sie darf bereits ein gewisses Spektrum an Emotionen, oder wie in diesem Fall Emotionslosigkeit, als gekonnt abhaken und scheint dem Anspruch der vielen verschiedenen Persönlichkeitstypen, die von ihr verlangt und dargestellt werden, bisher gewachsen zu sein.
Fazit
The Exterminator hat gegenĂŒber den vorherigen Episoden knapp das Nachsehen, da sich dieses Mal zu sehr auf einen durchschnittlichen Fall konzentriert wird. Alles andere bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau, sodass qualitativ kein Einbruch zu befĂŒrchten ist, solange den Storylines abseits der FĂ€lle genĂŒgend Zeit eingerĂ€umt wird.
Der Trailer zur nĂ€chsten Episode âiZombieâ:
Verfasser: Tim KrĂŒger am Mittwoch, 1. April 2015iZombie 1x03 Trailer
(iZombie 1x03)
Schauspieler in der Episode iZombie 1x03
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?