Hunters 1x01

Die neue Syfy-Serie Hunters basiert auf dem Roman „Alien Hunter“ von Whitley Striebers und führt uns in ihrer Pilotepisode The Beginning and the End in die Welt der geheimen Spezialeinheit ETU (Exo-Terrorism-Unit) ein. Diese nimmt sich, wie zumindest der Buchtitel vorausnimmt, jenen Terroristen an, die nicht zum Club Menschheit gehören, sondern einen etwas weiteren Weg bis zur Erde hatten.
The Bin Laden of Little Green Men
Zu Beginn der Episode geht erst einmal ein Einsatz ziemlich schief und ein Mitglied des ETU-Teams verliert sein Leben durch einen außerirdischen Hunter, der ebenfalls nicht lebendig aus der Sache rauskommt. Die verpatzte Mission geht laut Briggs (Mark Coles Smith) auf das Konto seiner Kollegin Regan (Britne Oldford), was direkt zu Spannungen im Special-OPs-Team führt. Ebenfalls zur geheimen ETU-Abteilung, die im Grunde ein sich ernster nehmendes MIB ist, zählen der strenge, aber faire Chef Jackson (Lewis Fitz-Gerald) sowie der ebenfalls standardmäßig mitgelieferte Computernerd (Gareth Davies), der über die Köpfe der anderen gehenden „Tech-Babble“ von sich gibt und zu viel über Filme weiß.

Noch nicht eingeweiht in die ganze Alienangelegenheit ist der ehemalige FBI-Agent Flynn Carroll (Nathan Phillips), der seit einem Afghanistan-Einsatz unter PTSD leidet und sich trotz seines labilen Zustands auch noch um die seelisch ebenfalls verwundete Tochter eines verstorbenen Kollegen (Shannon Berry) kümmert. Von der Existenz der ETU und der Hunters erfährt er, als einer der kleinen, grünen Terroristen (Julian McMahon) seine Frau Abby (Laura Gordon) entführt - mithilfe einer Soundwaffe, die mit britischem Dark-Wave geladen ist. So macht Flynn sich auf eigene Faust und mit Unterstützung seiner Ziehtochter auf die Suche nach dem Entführer, den mittlerweile auch die ETU auf dem Schirm hat. Kurze Zeit später hat die supergeheime Organisation ihn bereits in sämtliche Geheimnisse eingeweiht und scheinbar prompt rekrutiert.
Ähnlich wie im Fall der Cylons aus Battlestar Galactica ist von außen nicht ersichtlich, bei wem es sich um einen feindlichen Außerirdischen handelt, wie eine kleine Obduktion mit Crashkurs zu den aggressiven Besuchern vermittelt. Anatomisch sind sie zwar verschieden genug, doch eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass einige von ihnen (ebenfalls wie die „BSG“-Schurken) nicht wissen, dass sie Schläfer sind. Dass selbst das ETU bereits infiltriert wurde, lässt sich ein weiterer Alienterrorist genüsslich auf der Zunge zergehen, ehe er sich lieber in den Kopf schießt, als sich festnehmen zu lassen. Regan stellt unterdessen den gesuchten Entführer, der Andeutungen macht, die in die Richtung gehen, dass sie ebenfalls eine von ihnen ist und entkommt dann verdächtigerweise off-screen. Ob sie ihn hat laufen lassen, erfahren wir in der ersten Folge ebenso wenig, wie eine Antwort auf die Frage, was aus Flynns Frau geworden ist.

Fazit
Hunters ist sich furchtbar ernst nehmender Trash, der dabei nicht einmal den Anstand besitzt, unfreiwillig komisch zu sein. Es ist genau jene unterdurchschnittliche bis gerade so mittelmäßige Kost, die wir lange Zeit von Syfy gewohnt waren, bis Besserung versprochen wurde, die eigentlich in Form von The Expanse und zum Teil auch 12 Monkeys langsam eingetreten war.
Wer vom drögen Serieneinstand mit Schablonencharakteren und äußerst repetitiven Dialogen nicht zu schläfrig ist, kann noch versuchen zu verstehen, was für eine Aussage die Serie womöglich über real existierenden Terrorismus treffen möchte, sofern es denn als Allegorie zu verstehen sein soll.
„Hunters“-Trailer:
Verfasser: Mario Giglio am Dienstag, 12. April 2016Hunters 1x01 Trailer
(Hunters 1x01)
Schauspieler in der Episode Hunters 1x01
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?