How I Met Your Mother 9x08

33 Stunden bis zur Hochzeit und How I Met Your Mother nimmt nach dem eher ruhigeren Tempo, in dem sich No Questions Asked befand, wieder Fahrt auf. Nicht nur, dass The Lighthouse die Mutter enthielt, nein wir sind auch wieder bei drei Handlungssträngen, was der Serie einfach nur gut tut.
Ja, ja, ja
Das Wichtigste zuerst: Zugegeben, als Ted (Josh Radnor) und Cassie (Anna Camp) auf dem Weg zum Leuchtturm waren und er schon wieder so romantisch guckte - die Augen der Zuseher in unserem Wohnzimmer verdrehten sich zu einem kollektiven „Oh, bitte. Nicht schon wieder“. Als er dann jedoch herzhaft vom Leuchtturm erbrach war das so ungefähr das erste Mal seit längerer Zeit, dass etwas wirklich Unerwartetes geschah. Und gleich das nächste hinterher! Mal ganz ehrlich, wer bitte hat damit gerechnet, dass Ted der Mutter dort einen Heiratsantrag macht? Und man muss schon ein Herz aus Stein haben und der Zyniker vor dem Herrn sein, wenn man bei der Szene als Ted auf die Knie geht, nicht in die Hände klatscht, ein Tränchen verdrückt und „Awwwwweee“ ausruft.
Das war herzerwärmendes, großes Kino.
Mütter und Töchter
Und überraschenderweise war genau das auch der Eierkrieg zwischen Loretta (Frances Conroy) und Robin (Cobie Smulders). Der vom Zaun gebrochene Streit in The Poker Game ließ ja nicht Gutes ahnen und es gab einige Stimmen, die dieses Gefecht für viel zu konstruiert hielten. Aber die Auflösung in The Lighthouse war nicht nur überraschend, sie war auch überraschend gut.
Zum einen zeigte sie Loretta, wie wir sie die Serie durch immer mal wieder kennengelernt haben: resolut, unangepaßt, aber im Grunde ihres Herzens weich und mitfühlend. Genau das hatte man in der Folge zuvor etwas vermisst. Dass sie Robin nun das „Mom“ angeboten hat, zeigt, dass sie Robin endgültig angenommen hat und es würde nicht wundern, wenn sie noch das eine oder andere Wörtchen mit Robins Mutter oder Vater reden wird.
Zum anderen zeigt es nicht nur eine sehr verletzliche Robin, deren harte Fassade mehr und mehr bröckelt. Es stellt sich heraus, dass Barney sehr wohl weiß, dass er und Robin keine Kinder bekommen werden und obwohl anklingt, dass ihm Kinder sehr wichtig sind, entscheidet er sich trotzdem für sie. Das Gespräch, das er mit Loretta an der Bar führt, zeigt mehr Wirkung, als all die Beteuerungen der letzten Folgen, wie gut Barney und Robin doch zusammen passen und was für ein cooles Team sie sind.
Und das allererste Mal in der gesamten Serie möchte man als Zuseher Robin einfach in den Arm nehmen und ihre beiden Elternteile nehmen und durchschütteln. Auch dieser Strang war hochemotional und einfach nur schön.
Eine Bombe namens Marshall
Das einzige, was diese Folge davon abhält glatte fünf Sterne zu bekommen ist die Geschichte um Marshall (Jason Segel) und Daphne (Sherri Shepherd). Die Story mit Clint (Harry Groener) war einfach überflüssig und auch nicht wirklich witzig. Einzig und allein die Einspieler von Lily (Alyson Hannigan) waren recht sehenswert und für einen Lacher gut.
Gut, wir wissen jetzt, dass Marshall seinen selbstlosen Weg verlassen hat und ein klein wenig mehr auf sich und seine Ziele im Leben acht gibt, aber der Weg dorthin war jetzt nicht so sehenswert.
Fazit
Eine schöne Folge fürs Herz, bei der man oft laut loslachen musste. The Lighthouse brachte die Serie voran. Und man freut sich nicht nur auf die nächste Folge, weil man endlich wissen will, wie es endet, sondern weil es einfach Spaß macht, zu sehen, was alles noch passiert. Hach ja.
Verfasser: Sabine Stevenson am Dienstag, 5. November 2013(How I Met Your Mother 9x08)
Schauspieler in der Episode How I Met Your Mother 9x08
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