Grimm 2x05

The Good Shepherd ist eine starke Episode, doch eins bringt sie nicht: Mehr vom neuen Traumpaar Monrosalee. Das ist schade, aber es bleibt kaum Zeit zum Bedauern, denn der aktuelle Fall um einen Blutbad, der eine Herde Seelenguta als Reverend bevorsteht, ist spannend und kurzweilig.
Eine neue Art von Fall
Das Besondere an dem Fall: Er findet ein für den Zuschauer befriedigendes Ende ohne dass eine Festnahme vorgenommen wird. Insgesamt macht das Polizei-Team aus Nick (David Giuntoli) und Hank (Russell Hornsby) zwar keine schlechte Figur, läuft jedoch mehr am Rande durch die Story, denn die Wesen-Community regelt die Sache selbst unter sich. Seinen Teil dazu beitragen tut ein grandioser Monroe (Silas Weir Mitchell), der von Nick undercover geschickt wird.
Das Spannende an dem Fall: Obwohl der Mörder ziemlich früh offensichtlich wird und es auch in dieser Hinsicht keinen Twist mehr gibt, ändert das Geschehen mehrmals schnell und überraschend die Richtung.
Das Interessante an dem Fall: Es ist fast eine kleine Gesellschaftskritik. Die Gesellschaft der Seelenguta wird von Monroe als verletzte Gesellschaft charakterisiert und zeigt sich auch zunächst als diese. Sie lassen sich von ihrem Anführer ausnutzen, hinters Licht führen und arbeiten emsig und aussichtslos daran, das Verlorene zurückzubekommen.
Doch dann erfahren sie die Wahrheit und besinnen sich darauf, wie stark sie als Gruppe sein können. Diese gerechte Wut wandelt sich schnell in blinde und richtet sich gegen den unschuldigen Monroe.
Das Amüsante an dem Fall: Der ursprüngliche Mörder Reverend Calvin (Jonathan Scarfe, Perception) ist tot, die Rächer entlasten sich gegenseitig und sind für die Polizei nicht zu fassen. Den großen Gewinn streichen am Ende die beiden ausgenutzten, betrogenen Frauen ein, die sich ein laues Leben machen. Und der Zuschauer gönnt es ihnen, selbst Megan (Kristina Anapau, True Blood „Black Swan“), die an den ersten beiden Morden zumindest als Mitwissern beteiligt war. Doch sie hat früh genug versucht, den Reverend davon zu überzeugen, das Morden zu beenden damit der Zuschauer sie entlasten kann. Reverend Calvin ist ein Mörder, doch gestolpert ist er über die Dummheit, eine Frau zu betrügen. Das bringt den Fall zu einem amüsantem und befriedigenden Abschluss.
Neue Ansätze
Um die eigentlichen Hauptfiguren der Serie Grimm entspinnen sich in der Episode „The Good Shepherd“ lediglich Andeutungen der großen Handlungsstränge. Juliette (Bitsie Tulloch) und Nick machen immer noch keine Fortschritte, der Zuschauer darf sie in ihre aussichtlos scheinende, frustrierende Situation begleiten. Doch eine mögliche Wende kündigt sich an. Captain Renard (Sasha Roiz) wird von Erinnerungen an den Kuss mit Juliette verfolgt und das verspricht interessant zu werden.
Auch die Bedrohung aus Europa ist nicht gebannt und die mysteriöse Gruppe schickt einen weiteren Abgesandten, was dazu führt, dass Nick einen weiteren Mord begeht, der schließlich auf Renards Tisch landet.
Fazit
Mit der Episode The Good Shepherd trifft die Serie Grimm einen Ton, den man als Fan schätzen kann: Amüsant, vergleichsweise spannend und kurzweilig. Der Fall der Woche ist interessanter und weniger vorhersehbar als frühere Fälle. Auch die Handlungsstränge, die sich durch die Staffel ziehen, entwickeln sich langsam weiter, machen dem Fall jedoch nicht das Rampenlicht streitig. Und nicht unbedeutend für das Sehvergnügen ist auch, dass Monroe als Undercover-Agent eine extrem gute Figur abgibt.
Verfasser: Serienjunkies.de am Sonntag, 30. September 2012(Grimm 2x05)
Schauspieler in der Episode Grimm 2x05
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