Fear the Walking Dead 5x04

Fear the Walking Dead 5x04

Fear the Walking Dead offenbart in der neuen Folge Skidmark aka Auf leisen Pfoten neue Geheimnisse rund um die Jugendlichen. Außerdem gibt es ein neues Kapitel in der Rivalität zwischen Strand und Daniel zu sehen.

Szenenfoto aus der „Fear the Walking Dead“-Episode „Skidmark“ (c) AMC
Szenenfoto aus der „Fear the Walking Dead“-Episode „Skidmark“ (c) AMC
© zenenfoto aus der „Fear the Walking Dead“-Episode „Skidmark“ (c) AMC

In der Fear the Walking Dead-Folge Skidmark sehen wir mehr von Daniels (Ruben Blades) aktueller Alltagsroutine. Zusammen mit seiner Katze Skidmark durchkämmt er die Region auf gelegte Fallen in Shoppingtempeln und entschärft diese. Der ehemalige Folterer tut also, genau wie unsere Gruppe rund um Morgan (Lennie James) und Co, ebenfalls Gutes für das Allgemeinwohl, auch wenn in der Region nur noch wenige Menschen hausen. Skidmark als Ablenkung mag zwar PETA nicht unbedingt begeistern, aber die Tierschutzorganisation dürfte sich ohnehin schnell in Wohlgefallen aufgelöst haben, als die Beißer gekommen waren. Die Idee ist clever, so lange die Katze aktiv und wendig genug ist, die Untoten in Bewegung zu halten und sich dabei nicht schnappen zu lassen. Die „erbeutete" oder befreite Ware bringt Daniel in sein Lager. Allerdings ist aktuell nicht so richtig bekannt, ob außer Strand (Colman Domingo) und Co noch irgendwer sonst vom Loot-Hamstern weiß.

Strand hat jedenfalls Charlie (Alexa Nisenson), Sarah (Mo Collins) und Wendell (Daryl Mitchell) nach seiner Vertreibung eingeweiht und will nun einen Plan ausführen. Charlie beschattet Daniel, schließlich ist das ihre Spezialität und sie kommuniziert per Walkie Talkie mit dem Rest. Wenn er mal wieder auf eine seiner Touren geht, soll sie das Tor öffnen und den Rest durchlassen. Aber der Plan geht nicht so ganz auf und Charlie muss sich in Daniels Auto verstecken, während der Rest das Flugzeug sucht und zum Abheben fitmachen will. Das Problem an der Sache ist nur, dass Daniel die Startinstrumente entfernt hat, wohlwissend, dass Strand es nicht beim ersten Versuch belassen wird. Tatsächlich hat er nicht bemerkt, dass Charlie ihn vorher beobachtet hat, was er aber bemerkt hat, ist, dass sie sich im Auto befindet. So finden sich hier zwei durchaus verwandte Seelen, die in gewissen Bereichen sehr trainiert und fähig sind und diese erleben ein eigenes, kleines Abenteuer.

Nebenbei wird Daniel deutlich, dass Charlie Strand und Co durchaus etwas bedeutet und er verspricht auch, ihr nichts anzutun. Die Suche nach den Instrumenten ist fruchtlos, weil Daniel diese einfach kurzerhand bei sich trägt. Daniel kann den Groll gegen Strand auch nach den Jahren, die inzwischen ins Land gezogen sind, einfach nicht ablegen. Dafür sitzt der Schmerz über die Lügen wohl einfach zu tief.

Zwei vom gleichen Schlag

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Charlie findet bald heraus, dass Daniel nicht selbst die Selbstschussanlagen gesetzt hat, sondern vielmehr diese ausschaltet und schlägt beim aktuellen Ziel eine Taktik rund um Artischockenherzen vor, die sein altes Artischokenherz offenbar zum Schlagen bringt oder die zumindest Eindruck schindet. Man versucht, sich vom Hintereingang zu nähern, doch wegen der unruhigen Untoten löst sich die Selbstschussanlage aus und befreit die Untoten, so dass die Aktion zu riskant wird.

Daniel will Charlie, wie versprochen, nicht in Gefahr bringen und fährt davon - mit dem Plan, die Instrumente abzuliefern und sich im Lager um die Untoten zu kümmern. Doch Sarah hat den schützenden Zaun eingerissen, um ans Flugzeug zu kommen, so dass das keine valide Option mehr ist. Also lenkt Daniel die Beißer auf die klassische Methode ab und läuft mit Musik vor ihnen her, während Charlie ihnen die Instrumente bringt.

Hug the van, Dan!

Eine kurze Diskussion später steht fest, dass man Daniel nicht seinem Schicksal überlassen will. Stattdessen werden der SWAT-Truck, den wir schon länger nicht mehr in Aktion gesehen haben und ein LKW geschnappt, um den Bauchtrommler unter die Arme zu greifen. Allerdings hat der Truck eine Ladehemmung (jawoll, Running Gag der Staffel!) und so muss Strand verfrüht ins Cockpit des Fliegers steigen und die Walker mit den Rotoren lemmingmäßig in ihr platzendes Verderben locken. Das Ganze wirkt ein bisschen wie bei Z Nation, aber auch The Walking Dead und „FtWD“ sind solche Stunts nicht fremd. Ich erinnere mich an die Untoten, die während der Hotelstaffel ins Wasser gelockt wurden oder das scharfe Seil zwischen zwei Autos in „TWD“, um nur einige Beispiele zu nennen. Mit den Rotoren hat man den Gore-Quotient für diese Woche jedenfalls erfüllt. Auch wenn es im Schnitt teilweise so aussieht, als würde die Maschine schon versagen, bevor alle Zombies ins Verderben geschlürft sind.

Der Flieger ist danach zwar nicht mehr zu gebrauchen, aber mit Daniel hat man immerhin das Vertrauen eines fähigen Kameraden zurückgewonnen - vorerst. Er stellt das Lager zur Verfügung, will sich aber noch um eine offene Rechnung kümmern, die er dem Vorbesitzer schuldet, mit dem er irgendwann mal eine Zigarre rauchen will. Ob das nun wirklich Abraham (Michael Cudlitz) war, der wohl der prominenteste Zigarrenfreund des Franchise wäre, sei mal als Gedanke in den Raum gestellt, ich bin mir nicht sicher, ob das von den zeitlichen Abläufen hinhauen würde. Warten wir ab.

Zwischenzeitlich wird der Rest der Gruppe rund um Charlie, Sarah und Wendell außerdem noch über Strands damalige Lügen rund um Ophelia (Mercedes Mason) eingeweiht, wobei das für die meisten wohl als verjährt gelten dürfte. Es war aber natürlich für den stolzen Daniel ein harter Schlag, so ausgenutzt worden zu sein. Charlie scheint am ehesten mit ihm mitfühlen zu können und wird schnell so etwas wie ein neues Familienmitglied, dem obendrein noch das Wohl der Katze Skidmark und die Plattensammlung anvertraut wird. Das, was er seiner Tochter Ophelia nicht mehr sagen konnte, gibt er zumindest ihr mit auf den Weg: Jeder Tag ermöglicht eine neue Chance für einen neuen Anfang. Sie bietet an, ihn zu begleiten, soll aber bei der Gruppe bleiben, weil man sie hier eher braucht.

Der kleine Prinz

Bei Luciana (Danay Garcia), Alicia (Alycia Debnam-Carey) und Morgan befindet sich Dylan (Cooper Dodson), der die Geschichte aufgetischt hat, dass seine Geschwister Max und Annie gestorben seien. June (Jenna Elfman) und John (Garret Dillahunt) sind derweil offenbar mit Dwight (Austin Amelio) nach Sherry (Christine Evangelista) suchen (was wir aber noch nicht sehen) und auch die Suche nach Althea (Maggie Grace) geht weiter, wenn auch ohne große Fortschritte.

Luciana versucht es auch bei Dylan mit etwas Lektüre und reicht das Buch von „Der kleine Prinz“ weiter. Zunächst schickt Dylan Morgan und Alicia auf eine falsche Fährte, um dem Plan der Geschwister treu zu bleiben. Später bemerkt er, dass sie in Gefahr geraten und packt doch aus, um ihnen Hilfe zu schicken. Eine Lektion aus dem kleinen Prinz ist, laut Luciana, dass man unter die Oberfläche schauen muss und nicht alles für bare Münze nehmen sollte.

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Wir erfahren, dass die Jugendlichen nicht nur Probleme mit den Untoten, welche sich aus der Straßensperre befreien können, haben, sondern auch mit maskierten Angreifern, die sie fast entdecken. Als Morgan und Alicia noch rechtzeitig bei ihnen ankommen, erfahren wir, dass es eine ganze Kinderarmee in der Region gibt und sie die Kinder vom damaligen Camp sind. Man will zwar, nach kurzer Diskussion, dabei helfen, Althea zu finden, aber den Ort nicht verlassen, obwohl hier eindeutig eine Gefahrenzone wegen der Strahlung ist. Morgan überlegt noch, wie man den Kindern am schonendsten beibringt, dass sie auf Dauer dort nicht bleiben können.

Es bleibt wenig Zeit zum ausgiebigen Nachdenken, denn bald zeigen sich die Verantwortlichen. Ein Hubschrauber mit dem Symbol, das Althea bereits entdeckt hat und welches das gleiche der Gruppe zu sein scheint, die Rick Grimes aus Virginia geholt hat. Ob es schon in der nächsten Folge mehr dazu gibt?

Dylan gibt Luciana derweil den Hinweis aus dem Buch, dass man versuchen solle, das Flugzeug wieder zu reparieren. Aber sind davon noch genug Teile da oder ist Strands Maschine gemeint? So oder so: Erleben wir bald einen „Flug des Phönix“ im „FtWD“-Stil?

Fazit

Der Rotoren-Trick ist wieder einer dieser Momente, die so hirnrissig sind, dass es fast wehtut. Denn, sobald man den LKW mit dem Flugzeug sieht, kann man sich denken, was passieren wird... Sonst sind es in dieser Folge eher die stillen Momente, die zu den Gewinnern gehören. Die Dynamik zwischen Charlie und Daniel ist sehr schön und bleibt hoffentlich kein Einzelfall. Die Kinderarmee aus dem Camp wurde also doch etabliert und wir sehen wieder die mysteriöse Helikoptergruppe. Insgesamt ist Skidmarks somit eher eine solide, aber nicht herausragende Folge der Zombieserie.

Hier noch abschließend der Trailer zur nächsten Episode, The End of Everything (5x05), der US-Serie Fear the Walking Dead:

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Verfasser: Adam Arndt am Montag, 24. Juni 2019

Fear the Walking Dead 5x04 Trailer

Episode
Staffel 5, Episode 4
(Fear the Walking Dead 5x04)
Deutscher Titel der Episode
Auf leisten Pfoten
Titel der Episode im Original
Skidmark
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Sonntag, 23. Juni 2019 (AMC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 24. Juni 2019
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Sonntag, 23. Juni 2019
Autor
Samir Mehta
Regisseur
Tara Nicole Weyr

Schauspieler in der Episode Fear the Walking Dead 5x04

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